Zeckenschutzimpfung bei Risikogruppen (Kleinkinder, Kinder, Schwangere)

Zeckenschutzimpfung bei Risikogruppen (Kleinkinder, Kinder, Schwangere)

Dass man einen Zeckenbiss äußerst ernst nehmen sollte, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Das FSME Virus ist äußerst gefährlich und kann unter Umständen sogar lebensbedrohliche Folgen haben. Leider ist es so, dass gerade die Gruppen, die besonders gefährdet sind, meistens bei Impfungen mit besonderer Vorsicht behandelt werden müssen. Zu diesen Personen gehören Kinder, Kleinkinder und natürlich auch Schwangere, womit genau die Gruppen benannt werden, die man im medizinischen Bereich ziemlich oft gesondert betrachten muss, da besondere Risiken bestehen.

Glücklicherweise ist

es jedoch so, dass man Kinder bereits ab dem ersten Lebensjahr einer Zecken-Impfung unterziehen kann und ihnen so die Möglichkeit gibt, in der Natur zu spielen, ohne das man Angst um ihre Gesundheit haben muss. Die Zecken-Impfung gleicht dabei einer Grundimmunisierung, bei der zwei Impfungen mit einem Abstand von 4 Wochen durchgeführt werden. Nach einem weiteren Jahr muss eine sogenannte Nachimpfung vorgenommen werden, um den Schutz aufrecht zu erhalten. Auffrischungen sind darauffolgend alle 3-5 Jahre fällig.

Auch Schwangere können durchaus eine Zeckenschutzimpfung durchführen lassen, da es sich dabei nicht um eine Lebend-Impfung handelt. Trotzdem sollte man sich vorher unbedingt von seinem Frauenarzt beraten lassen, um keinerlei Fehler zu machen. Es kann mitunter gefährlich sein, die Zecken-Impfung während des ersten Drittels der Schwangerschaft durchführen zu lassen, da der Embryo dann eventuell noch zu schwach dafür ist. Wer seine Zeckenvorsorge in der Schwangerschaft mit seinem Frauenarzt
zusammen plant, wird hierbei jedoch die richtigen Entscheidungen treffen.

Generell werden bei einer Zeckenschutzimpfung abgeschwächte FSME- Erreger in den Muskel der zu impfenden Person gespritzt und auf diese Weise wird dafür gesorgt, dass der Patient selbst Antikörper gegen die Erreger bildet. Möglich sind jedoch auch andere Varianten wie zum Beispiel die passive Impfung, bei der nach einem Zeckenbiss fertige Antikörper gespritzt werden, die ein Ausbrechen des Virus verhindern, dann jedoch binnen weniger Monate zerfallen und nicht mehr wirksam sind. Leider kann diese Methode erst bei Patienten angewendet werden, die bereits das 15. Lebensjahr vollendet haben, womit Kinder dafür leider nicht in Frage kommen.

Als Tipp für Eltern aus den besonderen Zeckenregionen im Süden Deutschlands ist vor allem die regelmäßige Zeckenkontrolle bei den Kindern zu empfehlen, wenn diese im Freien gespielt haben. Besonders nach ausgedehnten Waldspaziergängen oder beim Sport auf einer Wiese sollte man unbedingt nach eventuellen Zeckenbissen Ausschau halten. Man erkennt sie meistens als schwarze Flecken, die auch bei hartnäckigerem Wischen nicht verschwinden. Solche Funde sollten sofort einem entsprechenden Arzt gemeldet werden, damit dieser Gegenmaßnahmen einleiten kann.

Eine Zecken-Impfung ist also auch für Kinder und Schwangere möglich, was auch besonders wichtig ist, da gerade Kinder besonders anfällig für FSME sind. Eine Impfung ist dabei leider nur gegen FSME möglich, da gegen Borreliose noch kein Impfstoff entwickelt wurde. Die Folgen einer Borreliose lassen sich dafür relativ gut mit entsprechenden Antibiotika behandeln. Vor allem in den besonders gefährdeten Regionen in Bayern und Baden-Württemberg sollte man sich auf jeden Fall um eine Zeckenschutzimpfung bemühen und auch dafür sorgen, dass die regelmäßige Auffrischung durchgeführt wird, da nur so ein wirklicher Schutz gewährleistet ist.