Buchs (Buxus sempervirens)

Buchs (Buxus sempervirens)

Art/Familie: Gehölz aus der Gattung der Buchsbäume (Buxus).

Pflegeaufwand: Gering. Pflegeleicht

Blütezeit: April bis Mai mit unauffälligen Blüten

Belaubung: Immergrün. Kleine ovale, dickere Blätter in dunkelgrün

Wuchs: Aufrecht buschiger, langsamer Wuchs

Höhe: Kann durch Schnitt selbst bestimmt werden. Viele Sorten werden ohne Schnitt locker 200cm hoch

Standort: Halbschattig bis schattig. Sonnig wird bei ausreichender Bodenfeuchte vertragen. Kommt mit fast jedem Boden gut zurecht, verträgt nur Staunässe nicht gut

Pflanzzeit: Spätsommer (September). Kann jederzeit umgesetzt werden (siehe auch unten Umsetzen)

Schnitt: Bei Formschnitt

April bis August alle vier Wochen, ansonsten reicht Schnitt Ende Juni und Mitte bis spätestens Ende August (siehe auch unten Schnitt)

Partner: Einjährige wie Männertreu, Margeriten, Verbenen und Zauberglöckchen

Vermehrung: Durch Stecklinge (siehe auch unten Stecklingsvermehrung)

Pflege: Mäßig gießen, aber nicht austrocknen lassen. In der Sonne hoher Wasserbedarf. Im März mit Buchsbaum-Langzeitdünger versehen

Überwinterung: Winterhart. Gut isolierte Töpfe können auf der Terrasse stehen bleiben. Vor Wintersonne etwas schützen. Im Beet Mulchschicht

Krankheiten:

Buchsbaumblattfloh (siehe auch unten Krankheiten und Schädlinge)
Pilz- oder Bakterieninfektion (siehe auch unten Krankheiten und Schädlinge)
Erreger Cylindrocladium buxicola (siehe auch unten Krankheiten und Schädlinge)
Blätter werden gelb, mehlartig weiße Substanz im Wurzelbereich: Pilz, der nicht bekämpft werden kann. Buchs austauschen
 
Besonderheiten:

Heißt eigentlich Gewöhnlicher Buchsbaum
Kann gut als Hochstämmchen gezogen werden
Blätter sind giftig

Sorten (Auswahl)

`Blauer Heinz: Sehr bekannte Klassikersorte. Kompakt und langsam wachsend, daher für niedrige Hecken sehr geeignet. Blätter schimmern leicht grün-bläulich. Sehr gesunde Sorte
`Herrenhausen: Eine der bekanntesten und am häufigsten angebotenen Sorten mit dunkelgrüner Belaubung
`Suffruticosa: Kompakt wachsend, daher für niedrige Hecken sehr geeignet

Stecklingsvermehrung

Beim Rückschnitt fallen immer wieder Triebspitzen an, die man erneut eingepflanzt zu Buchsbäumchen ziehen kann.

Dafür werden 8-15cm lange Triebspitzen geschnitten. Besser eignen sich noch Risslinge. Um diese zu erhalten reißt man kleine Seitenzweige so ab, daß ein Stückchen der Rinde am Zweig verbleibt. Die unteren Blätter werden bis ca. zur Hälfte des Stecklinges abgestreift. Am sichersten ist es, die Schnitt- oder Rissfläche in ein Bewurzelungspulver zu tunken und den
Trieb dann in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf zu stecken. Es funktioniert auch ohne Pulver, jedoch muss man dann mit Opfern rechnen, da so vermutlich nicht alle Triebe Wurzeln bilden werden. Die Erde wird dann gut aber sehr vorsichtig angegossen. An einem schattigen luftfeuchten Platz wurzelt Buchs am besten, an windigen und kühlen Plätzen ist er für eine transparente Kunststoffhaube als Schutz dankbar. Die Erde sollte auf jeden Fall feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. Überschüssiges Wasser muss abfließen können.

Die Wurzelbildung kann bis zum nächsten Jahr dauern und erst dann kann der Buchs ausgepflanzt werden.

Schnitt

Der Buchs gehört eindeutig zu den schnittverträglichsten Pflanzen. Selbst nach einem Rückschnitt ins alte Holz treibt er wieder willig aus.

Die Häufigkeit des Rückschnittes pro Jahr richtet sich nach der Art, wie der Buchs wachsen soll und natürlich nach der Höhe, die er erreichen darf. Nach Ende August sollte jedoch nicht mehr geschnitten werden, um keinen Neuaustrieb anzuregen der dann im Winter kaputtfrieren könnte.

Wer seinem Buchs einen Formschnitt

(wie z.B. Kugeln, Pyramide, Tierfigur o.ä.) verpasst hat, sollte ihn von April bis August alle vier Wochen zurechtschneiden um die Form zu erhalten. Auch wenn er eine kleine gerade Hecke z.B. als Beeteinfassung bilden soll ist diese Schnittart zu empfehlen.

Möchte man ihn hingegen einfach so wachsen lassen wie er es gerne hätte reicht ein Rückschnitt Ende Juni und ein zweiter Mitte bis Ende August. Wird er regelmäßig zweimal jährlich geschnitten bildet er einen ca. 15cm hohen Blattteppich, unter dem Unkraut wenig Chancen hat, weshalb er oft auch zu den Bodendeckern gezählt wird.

Grundsätzlich schneidet man nur an bedeckten Tagen um die neuen Triebspitzen oder durch den Schnitt verletzte Blätter vor der Sonne zu schützen, die ihnen sonst schnell einen Sonnenbrand verpasst. Wer ganz sicher gehen will und viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild der Pflanze legt, schützt sie nach Schnitt ca. eine Woche vor der Sonne um braune Flecken zu vermeiden. Auch die noch jungen Blätter aus der Mitte des Buchses, die nun der Sonne schutzlos ausgesetzt sind können leicht einen Sonnenbrand bekommen.

Krankheiten und Schädlinge

Buchsbaumblattfloh:

Knospen treiben schlecht aus, löffelartig nach oben gekrümmte Blätter - Kräftiger Schnitt aller befallenen Triebe kurz vor dem Winter.

Erreger Cylindrocladium buxicola:

Neuer Pilz der durch Blattnässe gefördert wird und häufig nach dem Rückschnitt auftritt. Leichte Braunfärbung der Blätter, später Absterben von Blättern und Trieben - Befallene Partien großzügig wegschneiden und oberste Erdschicht entfernen, da Erreger im Boden mehrere Jahre überleben kann.

Pilz- oder Bakterieninfektion:

Blätter werden schnell gelb, dann braun und schließlich schwarz. Sind mit weißem Belag (Mehltau) bedeckt und riechen streng. Haben oft braune, dürre Zweige, an denen die vertrockneten, toten Blätter haften bleiben - Kein Gegenmittel zugelassen. Befallene Triebe und abgefallene Blätter regelmäßig entfernen. Optimaler Standort stärkt die Pflanze. Evtl. Pflanzenstärkungsmittel (im Fachhandel, Dosierungsanleitung beachten).

Umsetzen

Egal wie groß und egal wie alt der Buchs ist, er kann immer umgesetzt werden.

Dazu den Buchs zusammenbinden und mit dem Spaten ca. 10-15cm hoch den Boden entfernen. Dann ringsherum ca. 30cm von der Pflanze entfernt mit dem Spaten Boden abstechen. Bei einem geringeren Abstand könnten die Wurzeln beschädigt werden