Was ist der größte Baum der Welt bzw. Erde?

Was ist der größte Baum der Welt bzw. Erde?

Der höchste Baum der Welt ist der „Hyperion“, ein Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) im Redwood-Nationalpark in Kalifornien, er erreicht eine Höhe von 115 Metern.

baumgruppe2 flSeine Lage ist geheim, da Küstenmammutbäume extreme Flachwurzler sind. Deshalb könnte eine Verdichtung des Bodens durch viele Besucher seine Wurzeln schädigen, weshalb nur die Lage des Waldgebietes (im Süden des Nationalparks), nicht aber sein genauer Standort bekannt gegeben wird. Im Nationalpark wachsen rund 50 Prozent des

natürlichen Bestands an Küstenmammutbäumen.

Größte Baum der Welt: Hyperion

Der Hyperion ist ein Mammutbaum, eine mittlerweile seltene Baumart, die sich in die Riesenmammutbäume, die Küstenmammutbäume und die Urweltmammutbäume unterteilt.

Der Hyperion gehört zu den Küstenmammutbäumen. Als Californian Redwoods sind die gewaltigen Bäume jedem Kalifornien-Besucher bekannt. Zu dieser Art gehören tatsächlich die höchsten lebenden Bäume der Welt, mit 110 Metern ist ein ausgewachsenes Exemplar so hoch wie die bereits vollendeten Türme der Sagrada Família, der berühmten Basilika des Architekten Antoni Gaudi in Barcelona.

Redwood gehört zu den besten und wertvollsten Nutzhölzern, obwohl die Bestände schnell abnehmen, wird die Nutzung nicht heruntergefahren. Die oft 600 Jahre alten Bäume sind in einem breiten Landstreifen an der amerikanischen Pazifikküste, den Küstengebieten Nordkaliforniens und im Süden Oregons beheimatet. Außerhalb des natürlichen Lebensraumes werden Küstenmammutbäume als Parkbäume kultiviert.

Ebenfalls ein kalifornisches Rotholz ist der
Riesenmammutbaum, der in der englischen Sprache Sierra Redwood heißt, weil seine Heimat die Haine der Westhänge der Sierra Nevada sind. Andere Namen sind Berg-Mammutbaum oder Wellingtonie.

Von den Küsten- zu den Risenmammutbäumen

Die Riesenmammutbäume sind Pflanzen, die an Feuereinwirkung angepasst sind (Pyrophyten). Eine geschickte Überlebensstrategie, denn in den trockenen Wäldern der Sierra Nevada sind Waldbrände häufig. Die kräftige Rinde erleidet zwar Brandnarben, die aber in der Regel wieder verheilen. Die Bäume brauchen die Brände sogar, damit sich ihre Zapfen öffnen.

Nachdem dann alle Pflanzen in der Umgebung verbrannt sind, die um die Nährstoffaufnahme konkurrieren, keimen die Samen der Riesenmammutbäume ganz alleine in der nährstoffreichen Ascheschicht. Riesenmammutbäume können sehr alt werden, die ältesten Exemplare sind 2500 bis vielleicht sogar 4000 Jahre alt, nach Fossilienfunden waren sie jedoch schon vor 15 Millionen Jahren bei uns heimisch. Sie können über 90 Meter hoch werden und erreichen einen enormen Stammdurmesser von 3 bis 6 Metern in Brusthöhe.

baumwurzel flRiesenmammutbäume werden heute in vielen Pflanzungen gezogen, die wilden Bestände des vom Aussterben bedrohten Baumes stehen unter Naturschutz und Artenschutz. Deutschlands ältester Riesenmammutbaum ist im Schlosspark von Schloss Altenstein in Thüringen zu bewundern.

Für große Parks geeignet: Urweltmammutbäume

Die dritte Art, der Urweltmammutbaum (Chinesisches Rotholz), gilt als lebende Fossilie, er wurde erst 1941 in einer unzulänglichen Bergregion Chinas entdeckt. Man erforschte, dass dieser Baum während der Oberkreide (diese umfasst den Zeitraum von circa 70 bis 65 Millionen Jahren vor unserer Zeitrechnung) und dem folgenden Paläogen (circa 65 bis 23 Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung) eine weitverbreitete Konifere war, die in Nordamerika, Grönland, Nordeuropa, Sibirien und Ostasien vorkam.

Wegen

seiner durchschnittlichen Maximalhöhe von 35 Metern ist er als Parkbaum geeignet und wird seit seiner Entdeckung weltweit in Parks und Gärten als Zierbaum angepflanzt. In Deutschland steht er in vielen Parks, zum Beispiel im Ruhrgebiet oder im Botanischen Garten von Münster, inzwischen wird er sogar von der Forstwirtschaft angepflanzt.

Der Bestand aller drei Arten wird weltweit gepflegt, auch in Deutschland gibt es viele Liebhaber dieser mächtigen Bäume und auch eine eigene Mammutbaum-Community. Sie erstellt auch das Mammutbaum-Register für Deutschland, das beim letzten Report im September 2009 6984 Standorte mit über 26.000 Einzelbäumen umfasste.