Holunderblütengelee selber machen
Holunderblütengelee ist im Vergleich zu Marmelade und Konfitüre vielseitiger zu verwenden, er ausgezeichnet zu pikanten wie süßen Speisen passt. Um einen kristallklares Gelee zu erhalten, muss der Fruchtbrei durch einen Saftbeutel abtropfen.
Wer keinen Wert ... auf ein klares Holunderblütengelee legt, kann die Zeit verkürzen, indem er ein mit einem doppelten Mulltuch ausgelegtes Sieb zum Abtropfen benutzt, und ganz Eilige können den Holunderbrei auch pressen. Die Holunderblüten grob zerkleinern, und mit 2,1 Liter Wasser und den Zitronenscheiben in einen Topf geben. Zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Blüten gut ausgekocht sind. Die Blüten hin und wieder mit einem Holzlöffel durchrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Den Saftbeutel oder den Stoff, je nachdem, was verwendet wird, auskochen bzw. kochendheißem Wasser überbrühen. Anschließend den Beutel oder den Stoff an den Beinen eines umgedrehten Hockers befestigen und eine Schüssel darunter stellen. Den Topfinhalt in den Saftbeutel oder in das aufgespannte Tuch geben und ...
den Saft langsam, ohne zu pressen oder zu wringen, an einem kühlen Ort abtropfen lassen.
Den in der Schüssel aufgefangenen Saft abmessen und in einen Topf geben. Auf jeweils 570 ml Flüssigkeit 450 g vorgewärmten Zucker dazugeben. Saft und Zucker unter Rühren langsam erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Dann die Temperatur erhöhen und die Zuckerlösung sprudelnd kochen, bis der Gelierpunkt erreicht ist. Beim Kochen darauf achten, dass keine Gasflamme am Topfrand hochschlagen. Die Flüssigkeit gelegentlich durchrühren, damit das Gelee gleichmäßig durchkocht.
Ein Zuckerthermometer zeigt genau an, wann der Gelierpunkt erreicht ist. Dazu das Thermometer am Topfrand einhängen, falls eine Aufhängung vorgesehen ist, oder es kurz in das kochende Gelee halten, es darf aber nicht den Topfboden berühren. Die meisten Gelees gelieren bei 105°C, andere aber auch bei einem Grad höher oder niedriger. Deshalb empfiehlt es sich, zusätzlich die Gelierprobe mit Hilfe einer kalten Untertasse zu machen.
Dazu stellt man eine Untertasse vor dem zweiten Aufkochen kühl. Nach der vorgeschriebenen Kochzeit den Topf vom Herd nehmen und etwas Gelee auf die gekühlte Untertasse tropfen lassen. Der Gelierpunkt ist erreicht, sobald das Gelee Fältchen wirft, wenn man es mit der Löffel- oder Fingerspitzen zusammenschiebt.
Entstandenen Schaum mit einem Schaumlöffel von etwas abgekühltem Gelee abheben. Den Gelee 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Die vorbereiteten Gläser bereitstellen. Das Gelee durch einen Einfüllring in die Gläser geben und bis zum Rand füllen. Die Ränder mit einem feuchten, warmen Tuch abwischen, passend zurechtgeschnittenes Wachspapier auf die Oberfläche legen und glatt streichen. Angefeuchtete Einmachhaut über die Gläser ziehen und festbinden oder mit Schraubdeckeln fest verschließen. Über Nacht stehen lassen. Die Gläser kühl, dunkel und trocken aufbewahren.
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