Häufige Lästlinge in Haus und Garten

Häufige Lästlinge in Haus und Garten Käfer mögen im Garten nützlich sein, im Haushalt gehören sie aber zu den LästlingenIn der freien Natur kann eigentlich nicht zwischen Nützlingen und Schädlingen differenziert werden, da dort letztendlich alle Insekten, Spinnentiere und sonstigen Gliederfüßler einen mehr oder weniger wichtigen Beitrag zum Fortbestand ihres Ökosystems leisten. In heimischen Gärten und mit Blumen oder sonstigen Zimmerpflanzen dekorierten Wohnräumen sieht das aber schon ganz anders aus, da dort so mancher Gliederfüßler teils gravierenden Schaden anrichten kann oder zumindest überaus

lästig ist.

Bei den letztgenannten Pendants spricht der Fachmann naheliegenderweise von sogenannten Lästlingen, wenngleich die diesbezügliche Spezifikation etwas komplexer als bei offensichtlich nützlichen oder potenziell schädlichen Artgenossen ist.

Was genau sind Lästlinge

Die Spezifikation Lästlinge umfasst alle jene Gliederfüßler, die nicht zwingend schädlich, aber aufgrund ihres Aussehens, der Geräusche, die sie machen, oder auf eine andere Weise lästig sind. Da schädliche Gliederfüßler zumeist auch überaus lästig sind, müssen Schädlinge aber ganz klar als die gängigsten Vertreter unter den Lästlingen genannt werden. Als gutes Beispiel für einen Lästling, der potenziell schädlich ist, müssen Kellerasseln genannt werden. Zwar handelt es sich bei diesen Gliederfüßlern um sogenannte Destruenten, die im Garten wertvolle Dienste als Entsorger von organischen Abfällen, wie etwa von abgestorbenen Pflanzen, leisten, aber im Kartoffelbeet beachtlichen Schaden anrichten können. Zum Lästling macht sie wiederum, dass sie Vorräte befallen oder durch ihre Ausscheidungen und ihre Kadaver zu einem erheblichen Hygieneproblem werden können.

Wobei selbstverständlich auch so mancher Nützling ausgesprochen lästig ist und unter Umständen zu ein hygienischen Problem werden kann, wodurch sie spätestens dann, wenn sie in Wohnbereiche gelangen, ebenfalls zu den Lästlingen gezählt werden dürfen. Ein gutes Beispiel dafür sind Spinnen, die im Garten auf natürliche Weise für eine Regulierung von Schädlingen und anderem unliebsamen "Kleingetier" sorgen, aber im Haus schon aufgrund ihrer Netze zu enormen Ärgernis werden.
Ungeachtet dessen leiden einige Menschen an einer ausgeprägten Arachnoiden- beziehungsweise Spinnenphobie.

Außerdem gibt es Nützlinge, die nicht nur lästig sind, sondern darüber hinaus sogar gefährlich für Menschen und Haustiere werden können, wodurch sie eigentlich als Schädlinge bezeichnet werden müssten. Dazu zählen zum Beispiel Wespen, die ebenfalls für eine natürliche Regulierung von Schädlingen sorgen und zudem beim Bestäuben von Blüten helfen, aber zumindest für Allergiker eine ernstzunehmende Bedrohung sind. Ungeachtet dessen neigen sie dazu, in Rollladenkästen, auf dem Dachboden oder ähnlichen Plätzen in unmittelbarer Nähe zum Menschen Nester zu bauen.
Zecken, die übrigens zur Gattung der Spinnentiere gehören, sind hingegen alles andere als lästige Nützlinge, da sie schwere Krankheiten übertragen können und somit nicht nur für Allergiker, sondern für jeden Menschen und für die meisten Haustiere eine große Gefahr darstellen.

Beispiele für an sich nützliche Lästlinge:
  • alle Arten von Spinnen
  • Tausendfüßler
  • Grillen
  • Wespen
  • Waldameisen
Beispiele für potenziell schädliche Lästlinge
  • Wanzen 
  • Fruchtfliegen
  • Thripse respektive Fransenflügler
  • Silberfischchen
  • Kellerasseln
Einer der bekanntesten Lästlinge: das harmlose, aber hygienisch bedenkliche SilberfischchenFazit

Der Begriff Lästlinge ist sehr breit gefasst zu verstehen, da es sich bei der betreffenden Rubrik letztendlich um eine Art Schnittmenge aus nützlichen, schädlichen, potenziell gefährlichen oder ekelerregenden Gliederfüßlern handelt. Wobei wohl

die meisten Menschen dazu tendieren, lästige Gliederfüßler verallgemeinernd als Schädlingen oder einfach als Ungeziefer zu bezeichnen. Da sie aber allesamt für Ökosysteme, zu denen eben auch Gärten gehören, von großer Bedeutung sind, sollte man bei der Bekämpfung von Lästlingen mit Bedacht vorgehen. Das gilt vor allem dann, wenn man den Einsatz von Pestiziden in Erwägung zieht, zumal diese auch Nützlingen und der eigenen Gesundheit sowie der Gesundheit von Haustieren schaden können.

Wissenswertes zu Lästlingen in Kürze
  • Unter dem Begriff Lästlinge versteht man kleine Insekten, die sich gern bei den Menschen aufhalten. Diese sind in der Regel sehr unangenehm und die meisten Menschen ekeln sich vor ihnen. Vor allem Kellerasseln oder Schaben gehören zu den ungeliebten Lästlingen. Sie halten sich gern in Wohnungen auf und können die Nerven wirklich aufreiben. Der Kammerjäger ist häufig die letzte Möglichkeit, diese Insekten wieder loszuwerden.
  • Auch Ameisen zählen zu den Lästlingen. Diese jedoch können in gewisser Weise schädlich sein, allerdings nicht für den Menschen, sondern beispielsweise für Pflanzen. Treten diese in einer großen Anzahl auf, beispielsweise in den Sommermonaten, so kann durchaus von einer Ameisen-Plage gesprochen werden.
  • Ebenfalls zu den Lästlingen gehören Wespen, Silberfische oder Ohrwürmer, welche ohne Zweifel auch unangenehm werden können, sofern sie in einer großen Anzahl auftreten. All diese können unter anderem dafür sorgen, dass die wohl gehütete Ernte kaputt geht.