Pflanzloch Leitfaden für Größe und Tiefe

Pflanzloch Leitfaden für Größe und Tiefe

Frühjahrs und Sommerblumen

Edelwicken
Mit einem Strohhalm mit quergesteckter Nadel 1,2 cm tiefe Löcher stechen. Dann die Samen einsäen.

pflanzen-setzen5_flDie Pflanzlöcher der kleinen Pflanzen müssen so groß sein, dass die Wurzeln, ohne beschädigt zu werden, bequem hineinpassen.

Dahlien
Die Knollen zur Frühjahrsmitte in ein 15 cm tiefes Loch setzen. Dann die Basis des Stängels in die Nähe des Stützstabes. Die Knolle mit Torf, der mit Dünger vermengte wurde, abdecken. Schließlich genügend Erde einfüllen und mit den

Fingern festdrücken.

Stauden

Chrysanthemen
Das Pflanzloch sollte etwas größer als der Wurzelballen sein. Die Chrysantheme wird in das Pflanzloch gesetzt, die Erde aufgefüllt und vorsichtig festgedrückt.

Rittersporn
Gepflanzt wird nur geringfügig tiefer, als die Pflanzen standen, und im Abstand von ungefähr 60 cm. Die Erde gut festtreten.

Pfingstrosen
Den Grund des Pflanzlochs gut auflockern und zur Verbesserung der Dränage mehrere Handvoll Sand oder Kies hineingeben. Den Wurzelstock behutsam in Position bringen, so dass der Wurzelhals nicht tiefer als 5 cm unter der Erdoberfläche liegt, dann rundum mit guter Gartenerde auffüllen.

Federnelken
In die Pflanzlöcher zum Schutz gegen Drahtwürmer und Larven der Wiesenschnake Branntkalk ausstreuen und mit der Erde vermengen. Nicht zu tief pflanzen, die Stängel werden nur 6 mm hoch mit Erde bedeckt, die Blätter dürfen den Boden nicht berühren. Erde mit Fingern andrücken, ohne Wurzeln und Stängel der Federnelke dabei tiefer in die Erde zu treiben.

Gartennelke
Wichtig ist, dass nur die Wurzeln, nicht aber die Stängel mit Erde bedeckt sind, die Stängelbasis muss über der Erdoberfläche liegen. Den Stängel mit kleinen Drahtringen an einem kurzen Stab befestigen und die Pflanze leicht angießen.

Funkien
Setzen Sie die Pflanzen mit ausgebreiteten Wurzeln so tief in die Erde, wie sie vorher standen. Die Pflanzen gut andrücken und ausreichend wässern.

Farne
Ein Pflanzloch graben, in das der ganze Wurzelballen eingesetzt, mit Substrat umgeben und fest angedrückt wird. Die Blattansätze sollten knapp über der Erdoberfläche liegen.


Ziergräser
Setzen Sie die jungen Gräser genauso tief in die Erde wie Anzuchtbeet, und häufeln Sie diese leicht an, damit das Gießwasser den Wurzelballen erreicht und nicht in der Umgebung versickert. Der Boden muss gut gewässert sein.

Zwiebel- und Knollenpflanzen

Lilien
Bei den meisten Lilien sollte das Pflanzloch etwas zweieinhalbmal so tief sein, wie die Zwiebel lang ist. Den Boden mit grobem Sand bedecken, die Wurzeln darauf ausbreiten. Anschließend eine Sandschicht auf die Wurzeln geben und das Pflanzloch mit Erde füllen. Mit einem kurzen Stock die Stelle markieren und etwas Knochenmehl einharken.gemusegarten2_fl

Schwertlilien
Mit einer kleinen Handschaufel ein schräg abfallendes, fächerförmiges Pflanzloch ausheben. Es sollte große genug und ungefähr 10 cm tief sein. Das Rhizom an der tiefsten
Stelle einsetzen und die Wurzeln im Pflanzloch so gut wie möglich verteilen, damit die Pflanze einen festen Halt bekommt.

Zierlauch
Die Pflanztiefe beträgt das Drei- bis Vierfache der Zwiebelhöhe, das bedeutet, dass eine Zwiebel von beispielsweise 2,5 cm Höhe 7,5 – 10 cm hoch mit Erde bedeckt werden muss.

Gladiolen
Die Knollen zu Frühjahrsbeginn etwa 10

cm tief in schwere und 15 cm tief in leichte öden pflanzen. Bei schweren, zu Staunässe neigenden Böden in das Pflanzloch etwas Sand einfüllen. Die Knollen gut andrücken, dann mit Erde abdecken.

Krokusse
Krokusse werden 5 – 7,5 cm tief und mit einem Abstand von 7,5 bis 10 cm in den Boden gesteckt. In leichten Böden, wo sie durch die Sommerbepflanzung gestört werden könnte, sollte man sie bis zu 13 cm tief setzen.

Zeitlose
Die Sprosse werden 7,5 – 10 cm tief und ebenso weit voneinander entfernt in die Erde gesteckt und leicht eingedrückt.

Narzissen und Osterglocken
Kleine Zwiebeln kann man mit einem Setzholz pflanzen, die größeren mit einem speziellen Blumenzwiebelpflanzer. Dabei wird gleichzeitig der Hohlraum unterhalb der Zwiebel eingeebnet, damit der Wurzelansatz direkt mit dem Boden in Berührung kommt. Wo ringsum keine anderen Gewächse stehen, sollte das Steckloch dreimal so tief sein, wie die Zwiebel lang ist. Eine 5 cm lange Zwiebel wird also in ein 15 cm tiefes Loch gesteckt und mit 10 cm Erde zugedeckt.

Tulpen
Das perfekte Pflanzloch hängt vom jeweiligen Bodentyp und der zu erzielenden Wirkung ab. Bei sehr leichten Böden können die jeweiligen Tulpenzwiebeln bis zu 30 cm tief gelegt werden. Dadurch wird hohen Sorten eine gewisse Standfestigkeit verliehen, welche die Bodenbearbeitung wie auch die Zwischenpflanzungen, ohne die Zwiebel dabei zu stören problemlos ermöglicht. Grundsätzlich aber ist eine Pflanztiefe von etwa 14 cm üblich. In schweren Böden sollten die Tulpen nie tiefer als 15 cm gesetzt werden.

Kletterpflanzen

Duftendes Geissblatt
Stechen Sie ein Pflanzloch aus, das den ganzen Wurzelballen aufnehmen kann. Dabei ist darauf zu achten, dass jeweils die ursprüngliche Pflanztiefe eingehalten wird. Wenn das Geissblatt an einer Mauer oder einem Zaun empor klettern soll, wird das Pflanzloch 30 – 45 cm davon abgerückt, denn direkt an einer Mauer oder einen Zaun ist der Boden stets trocken und meist unfruchtbar.

Klematis
Graben Sie ein Pflanzloch von mindestens 45 cm Breite und Tiefe. Das Pflanzloch wird zu einem Teil mit Erde gefüllt, in die man den Wurzelballen so tief hineinbettet, dass der Trieb sollte dabei etwas schräg liegen. Anschließend füllt man die restliche Erde ein und drückt sie gut an.

Gartensträucherkoniferen2_fl

Kamelie
Man setzt die Pflanzen flach (nicht tiefer, als sie in der Gärtnerei standen) und fest in den Boden und mulcht mit Torf oder Laubkompost.

Schneeball
Graben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch, in dem der gesamte Wurzelballen Platz findet. Die Pflanze muss genauso tief im Boden sitzen wie zuvor in der Gärtnerei. Die Erde rund um die Pflanze fest andrücken und gießen.

Hortensien
Das Pflanzloch muss so groß sein, dass die Wurzeln darin ausgebreitet werden können, ohne zusammengedrückt zu werden. Der Hauptstamm sollte auf der gleichen Höhe treten wie in der Gärtnerei, zu erkennen an dem Hell- Dunkel- Übergang an der Basis. Ei ballenlosen Pflanzen werden die Wurzeln im Pflanzloch ausgebreitet, bei Containerpflanzen lediglich die stärkeren Wurzeln um den Ballen herum gelockert.

Berberitze
Alle Pflanzen werden stets so tief in den Boden gesetzt, wie sie in der Baumschule standen.

Rhododendren
An Stellen, die bei starkem Regen für Staunässe auffällig sind, setzt man den Ballen so, dass er ungefähr 10 cm aus dem Boden ragt, und häuft die Erde dergestalt an, dass sie vom Hauptstamm nach außen sanft abfällt, pflanzt man den Rhododendron ca. 10 cm tiefer als den umgebenden Boden und formt eine leichte Mulde, in der sich das regen- oder Gießwasser dann sammeln kann.

Zwergkoniferen
Damit der Wurzelballen ausreichend Platz findet, sollte das Pflanzloch etwas breiter sein. Nehmen Sie die Konifere aus ihrem Behälter, und stellen Sie sie in die Pflanzgrube. Die Oberseite des Wurzelballens sollte dabei mit der Bodenoberfläche abschließen.