Reispflanze - Steckbrief - im Garten anbauen

Reispflanze - Steckbrief - im Garten anbauen

Reis wird hauptsächlich als Nassreis angebaut, dabei ist er eigentlich gar keine Wasserpflanze. Durch Jahrtausende lange Zucht und natürliche Selektion hat er sich an die Überflutung der Felder angepasst.

reis-anbau_flDas viele Wasser unterdrückt Unkraut und Schädlinge, der Reis konnte sich durchsetzen. Es gibt zahlreiche verschiedene Reispflanzen. Besonders „moderne“ Reissorten, die in jahrelanger Kleinarbeit gezüchtet wurden, unterscheiden sich ziemlich von den traditionellen Sorten. Der Reis wurde domestiziert. Reispflanzen bilden heute viele Stängel. Eine Pflanze kann

bis zu 30 Stück produzieren, welche 50 bis 160 cm hoch werden können. Der überhängende Blütenstand besteht aus nur einer Rispe. In ihr sind etwa 80 bis 100 Körner enthalten.

Reisanbau im Garten

Reisanbau in unserem Klima ist schwierig. Oft sind unsere Sommer nicht warm und sonnig genug. Der Reis kommt dann zwar zur Blüte, reift aber nicht aus. Unsere Sommer sind einfach zu kurz. Man kann es aber trotzdem probieren. Ideal ist natürlich der Anbau im Gewächshaus, wenn möglich beheizt, dann kann man schon früh im Jahr mit der Aussaat beginnen. Wenn man vom Wetter unabhängig ist, ist es nicht kompliziert, Reis anzubauen. Ohne
Gewächshaus macht man sich abhängig vom Wetter. Nimmt man Trockenreis und der Sommer ist zu feucht, wird es nichts. Wenn man Nassreis anbaut und der Sommer ist zu trocken, hat man enorme Wasserkosten. 

Das Stück Garten, dass für den Reis gedacht ist, muss stark bewässert werden. Dann ruht es 14 Tage, muss umgepflügt werden und noch einmal 7 Tage ruhen. Dann wird noch einmal gepflügt. So ist die Erde gut vorbereitet. Die Reiskörner gibt man für einige Tage in einen Beutel voll mit Wasser. Sie gehen auf und können dann auf der Erde verteilt werden. Man lässt sie etwa 6 Wochen sprießen. Die Jungpflanzen werden vorsichtig aus der Erde genommen und man setzt sie in die vorbereitete unter Wasser gesetzte Erde des vorbereiteten Feldes (Beetes). Man pflanzt immer 5 bis 10 Pflanzen in einem Bündel zusammen in ein Pflanzloch. Zwischen den Pflanzlöchern lässt man etwa 10 cm Platz. Nach gut 3 Monaten kann man den Reis ernten.

reis-ernte_flIdeal ist, wenn man ein geflutetes Pflanzbett nutzen kann. Man sät Reiskörner (unbehandelt, am besten Naturreis aus dem Bioladen) am einfachsten in einen Blumentopf oder eine Aussaatschale. Sämlinge zu ziehen ist in der Regel kein Problem. Diese sehen aus wie Gras und müssen dann verpflanzt werden. Wer keine Flutwanne hat, nimmt einen Pflanzkübel, einen Eimer oder eine alte Wanne. Die Erde muss immer wieder geflutet werden. Wichtig ist Wärme, Sonne und Wasser. Die jungen Pflanzen müssen im Wasser stehen. Erst wenn die Körner reifen, wird das Wasser abgelassen. Die Reifezeit beträgt 4 bis 5 Monate.  Inzwischen gibt es Reissorten, da müssen die Pflanzen nicht die gesamte Zeit über im Wasser stehen. Im Allgemeinen ist der Wasserbedarf der Pflanzen aber hoch. 

Reisanbau im Blumentopf

Man kann im Prinzip auch eine oder mehrere Reispflanzen im Blumentopf ziehen. Man benötigt einen ausreichend großen Pflanztopf und muss nur darauf achten, das immer ausreichend Wasser im

Untersetzer steht. Der Topf sollte hell stehen. Gedüngt wird nur am Anfang, vor der 6. Woche.