Rhabarber (Rheum rhabarbarum)

Rhabarber (Rheum rhabarbarum)

Art/Familie: Rhizomgewächs. Gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Pflegeaufwand: Gering

Erntezeit: Ab Mai können die reifen Stängel geerntet werden; verfrühen der Ernte möglich (siehe unten Ernte verfrühen)

Belaubung: Größe gelappte Blätter in nittel bis dunkelgrün

Wuchs: Straff aufrecht

Inhaltsstoffe: Folsäure, Kalium, Kalzium, Magnesium, Oxalsäure, Vitamin B

Höhe: 100 bis 250cm

Standort: Halbschattig. Nährstoffreicher und tiefgründiger mit Humus angereicherter Boden

Pflanzzeit: Pflanzabstand ca. 100cm. Im Oktober Ein- und Umpflanzen

Schnitt: Nicht notwendig, zieht im Winter ein

Partner: Buschbohnen, Kohl, Kopfsalat, Pflücksalat,

Spinat

Vermehrung: Im Oktober kann der ganze Horst aus dem Boden genommen und mit einem Messer in einzelne Stücke getrennt werden. Dabei sollte jedes Teil mindestens 500g wiegen und eine Knospe besitzen, damit es wieder austreiben kann

Pflege: Bei Trockenheit wässern. Im Frühjahr Humusbeigabe

Überwinterung: Winterhart

Besonderheiten:

Heißt eigentlich Gemeiner Rhabarber
Kann auch als Balkonpflanze dienen

Richtig ernten

Die Triebe werden nicht abgeschnitten, sondern aus der Sprossknolle gedreht. Pro Ernte sollten nicht mehr als 3-4 Stängel pro Pflanze entnommen werden, um sie nicht zu sehr zu schwächen.

style="font-weight: bold;">Ernte verfrühen

Ab Februar im Boden ruhende Rhizome mit einer dunklen Folie, einem schwarzen Topf oder einem speziellen Rhabarbertopf überstülpen. Durch die Wärme darunter treiben die Rhizome früher aus und sind wesentlich zarter.

Verwendung

In der Küche werden nur die Stängel benutzt, da die anderen Teile zu viele Bitterstoffe enthalten
Nach der Ernte Stangen abwaschen und abtrocknen. Die Blätter werden abgeschnitten, da diese in der Küche nicht weiter verarbeitet werden. Allerdings sind sie anders verwendbar (siehe auch unten). Grüne Sorten haben eine sehr dicke Haut, die gründlich abgeschält werden sollte. Bei rosaroten Sorten ist die Schale weicher, weswegen ein Abziehen nicht unbedingt notwendig ist. Allerdings wird sie beim Kochen nicht wirklich weich, weswegen es zwar nicht zwingend nötig, jedoch nachher angenehmer ist wenn sie geschält sind

Küche

Kompott: Klassisch wird Rhabarber als Kompott gegessen. Dazu die Stangen schälen, in ca. 5cm lange Stücke schneiden und mit etwas Wasser und Zucker kochen bis er weich wird
Aber auch als Marmelade oder Kuchenbelag und sogar als Wein können die schmackhaften Stangen genutzt werden

Als Dünger und Pflanzenschutz

Rhabarberblatt-Jauche

Auf zehn Liter Wasser kommt ein Kilo frischer zerkleinerter Blätter, die ca. drei Wochen in dem Wasser gären. Die Lösung wird dann im Verhältnis 1:5 (ein Teil Jauche mit fünf Teilen Wasser gemischt), mit Wasser verdünnt und kann vorbeugend auf gefährdete Pflanzen gegen Blattläuse und Raupen wirken (Tiere vertragen Oxalsäure nicht)

Rhabarberblatt-Tee 1. Teil

500g frische zerkleinerte Blattstücke werden mit einem Liter kochenden Wasser übergossen und mehrere Stunden ziehen gelassen. Untersuchungen haben ergeben, dass wöchentliche Spritzungen mit diesem Tee Tomaten vor Krautfäule und Wein vor Mehltau geschützt haben

Rhabarberblatt-Tee 2. Teil

10g zerkleinerte Blätter mit 1l Wasser überbrühen und kurz ziehen lassen. Fertigen Tee über von schwarzen Läusen befallende Kirschbaumtriebe und Bohnen gießen (Tiere vertragen Oxalsäure nicht)