Schachbrettblume (Kiebitzblume) - Pflanze und Pflege

Schachbrettblume (Kiebitzblume) - Pflanze und Pflege Die gefleckten Felder auf den Blüten geben der Schachbrettblume ihren NamenDie Schachbrettblume gehört zur Gattung der Fritillaria und ist als kleine Staudenpflanze zu betrachten, die eine mehrjährige Blütezeit hervorbringt. Grundsätzlich gibt es etwa 100 verschiedene Arten der Schachbrettblume, wobei das einzigartige Aussehen der Blüte als markantes Zeichen gewertet werden muss. Schließlich ähnelt der Blütenkelch einem Schachbrettmuster, das man so bei keiner anderen Pflanze finden wird.

Die Heimat der Schachbrettblume oder Kiebitzblume liegt in

grundwasserfeuchten Nasswiesen oder in Flussnähe, wobei in höheren Lagen kein geeigneter Nährboden für die Pflanze vorhanden ist. Aufgrund der Schönheit der Pflanze wird diese in Deutschland gerne als Zierpflanze im heimischen Garten eingesetzt und ist durch die unkomplizierte Verbreitung ein Eye-catcher für jeden Vorgarten.

Markante Merkmale der Schachblume

Die Schachblume ist zwar vorwiegend eine Wildblume, kann aber dennoch als Ziergewächs gehalten werden. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 40 cm kommt der Blütenkelch sehr gut zur Geltung und kann von jedermann gesehen werden. Neben dem annähernd aufrechten Wuchs zeichnet sich die Schachbrettblume durch leicht rötliche Stängel aus, die zugleich in einer wunderschönen Blüte enden. Die Blütezeit liegt zwischen April und Mai, wobei die Farbwahl sehr individuell getroffen werden kann.

Als typische Farbe ist das Purpur bis Violett zu nennen, obwohl je nach Pflanzenart auch Farbtöne im weißen Bereich vorkommen können. Der Blütenkelch neigt sich an der Pflanze in abknickender, hängender Bewegung zum Boden nieder und zeichnet sich durch seinen auffallenden und großen Blütenstand aus. Deshalb kann man die Blüte auch als Glocke anerkennen, die durch ein schachbrettartiges Muster geprägt ist.
Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Höhe: bis 40 cm
  • Zwiebel: 2 cm Durchmesser
  • Blüte: Purpur-Violett mit Schachbrettmuster
  • Blütezeit: April bis Mai
  • glockenähnliche Blütenform
  • Laub: sommer- bis dunkelgrün
Besonderheiten der Laubbildung

Der Laubschnitt der Blätter kennzeichnet sich durch eine lange und schmale Form, welche in der Blühperiode durch ein sommergrünes bis sattes Grün glänzen und die Farbgebung der Blüte zunehmend unterstützen. Dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass mit Beginn des Monats Mai die Blätter anfangen zu welken und die Farbe in ein drückendes braun überschlägt. Um den verwelkenden Bereich zu kaschieren kann man in direkter Nachbarschaft ähnliche Stauden pflanzen, die einerseits farblich auf die Schachbrettblume abgestimmt sein sollten und andererseits mit einer annähernd gleichen Wuchshöhe den unteren Bereich der Pflanze kaschieren.

Standortbedingungen der Schachbrett- oder Kiebitzblume

Wenn man in seinem Vorgarten oder im Steingarten Schachbrettblumen pflanzen möchte, so sollte man darauf achten, dass es sich dabei um einen sonnigen bis halbschattigen Standort handelt. Zudem sollte der Boden gut durchlässig sein, wobei ein sandiger mit Kies versetzter Boden genauso gut geeignet ist wie ein mooriger Untergrund. Dies resultiert aus der Tatsache, dass die Schachbrettblume einen verwilderten Ursprung hat und sich beinahe allen Gegebenheiten gut anpassen kann. Um jedoch ein bestmögliches Pflanzenergebnis erzielen zu können, ist ein feuchter Steingarten von Vorteil, in dessen Mitte die Schachbrettblume
wunderschön gedeihen kann.

Vermehrung der Schachbrettblume im Detail

Damit eine Schachbrettblume sich vermehren kann bedarf es wahrlich nicht viel. Mit der eigentlichen Knolleneinsaat kommt es zum Wachstum und zur Blütenbildung der Pflanze, bei

der sich die Samenkörner im inneren des Blütenkelchs befinden. Sobald die Schachbrettblume ihren Höhepunkt der Blütezeit erreicht hat, sind auch die Samen endlos ausgereift und können verbreitet werden. Ab Mitte Juni werden die Samen entweder vom Wind verweht oder aber man macht sich rechtzeitig die Mühe und gewinnt den Samen in Eigenregie aus der Pflanze. Die unkontrollierte Verbreitung geschieht durch die verwehten Samen, so dass selbst auf großen Wiesen im nächsten Jahr Schachbrettblumen reifen können. Bei der kontrollierten Anzucht braucht man nur die gewonnenen Samen wieder einzupflanzen oder aber man teilt die eigentliche Blumenzwiebel in zwei Teile und pflanzt diese erneut ein.

Pflegetipps für den Heimgebrauch
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: feucht bis humos
  • Dünger: Teichwasser oder Komposterde
  • Vermehrung: Samen oder Zwiebelteilung
  • Hinweis: giftig
  • Zurückschneiden: nach kompletter Vertrocknung
  • winterhart
  • anspruchslos
  • Kaltkeimer
Das richtige Anpflanzen der Zwiebeln

Wenn man sich Schachbrettblumen im Garten anpflanzen möchte, so gibt es dafür die verschiedensten Möglichkeiten. Entweder kauft man sich im Frühjahr vorgezüchtete Jungpflanzen oder aber man nimmt die Einsaat in Eigenregie in Angriff. Da es sich bei der Schachbrettblume um einen Kaltkeimer handelt, sollte man diese von Oktober bis November in die Erde bringen. Dabei wird die etwa 2 cm große Zwiebel 8 cm tief in die Erde gebracht und anschließend mit Erde überhäuft. Reichhaltiges Gießen nicht vergessen! Doch nicht nur das richtige Einpflanzen ist bei der Schachbrettblume von großer Bedeutung, sondern auch die Anforderungen des Bodens an sich. Schachbrettblumen benötigen einen dauerfeuchten und nährstoffreichen Boden, um perfekt gedeihen zu können. Sind sämtliche Kriterien erfüllt, kann die Pflanze ohne weitere Hilfe wachsen, bis die ersten Blütenkelche sichtbar werden.

Hinweis: Werden Schachbrettblumen als Zwiebeln angepflanzt, so sollte man keine langen Lagerungszeiten in Kauf nehmen. Denn jeder Tag an der Luft lässt die Zwiebeln immer mehr austrocknen, bis diese letztendlich sogar unbrauchbar werden!

Aussaat mit Samen

Die Samen der Schachbrettblume werden entweder im Herbst oder zeitigem Frühjahr ausgesät, da auch diese zur Gruppe der Kaltkeimer zählen. Hält man die Zeiten nicht ein, so kann man künstlich nachhelfen. Dazu werden die Samen mit angefeuchtetem Sand in eine Tüte getan und etwa 2 Wochen an einem warmen Ort gelagert. Anschließend packt man die Tüte 4-6 Wochen in den Kühlschrank, bevor sie unter einer dünnen Erdschicht im Garten eingepflanzt werden können.

Schachbrettblume und Kaiserkrone sind LiliengewächseWissenswertes zur Schachbrettblume in Kürze

Die Schachbrettblumen eignen sich hervorragend im Steingarten als edler Blickfang, sofern man die entsprechenden Bodenbedingungen vorweisen kann. Ist dies gegeben erfreuen sich die Blumen eines schnellen Wachstums und erfreuen sich einer starken Beliebtheit unter den Hobbygärtnern. Wie der deutsche Name vermuten lässt, sehen die Blüten dieser Pflanze tatsächlich fast wie ein Schachbrettmuster aus. Vor allem die Blüten in hellem rosa mit dunkelrosa Muster weisen diese überraschende Ähnlichkeit auf.
  • Art/Familie: Staude, botanisch Fritillaria meleagris, gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae), eng mit der Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) verwandt
  • Pflegeaufwand: pflegeleicht und anspruchslos
  • Blütezeit: April bis Mai mit 3 bis 4cm großen, glockenartigen Blüten in Violett, Rot, Rosa oder Weiß.
  • bis auf die weißen Sorten tragen alle Blüten ein Schachbrettmuster
  • Partner: sehr schön in Tuffs von mehreren Pflanzen
  • Vermehrung: breitet sich durch Tochterzwiebeln selbstständig aus oder Abnahme der Zwiebelbrut im Herbst
  • Überwinterung: winterhart
  • Besonderheiten: ist in Europa heimisch, wo sie z.T. auch noch wild wachsend zu finden ist, steht hierzulande unter Naturschutz
  • Belaubung: schmal, lanzettlich in mittelgrün. Laub hängt etwas über
  • Wuchs: aufrechter Wuchs, breitet sich durch Tochterzwiebeln an passendem Standort von alleine aus
  • Höhe: 20 cm ohne, 40 cm mit Blüten
  • Standort: sonnig bis halbschattig, gerne am Teichrand, nährstoffreicher und feuchter Boden
  • Pflanzzeit: Herbst, Zwiebelumfang 5 bis 6 cm, Pflanztiefe ca. 5 cm, Pflanzabstand ca. 4 cm
  • Schnitt: nicht notwendig
Sie sollten die Blätter der Schachblume mindestens bis zum Vergilben an der Pflanze belassen, da hierüber auch Nährstoffe aufgenommen werden. Lässt man sie liegen, bilden sie guten Humus.