Staunässe - Was tun?

Staunässe bei Pflanzen PflanzenStaunässe kann sowohl bei Garten- als auch bei Zimmerpflanzen auftreten und dafür sorgen, dass eine Pflanze abfault. Grund für das Auftreten von Staunässe ist auf jeden Fall immer eine übermäßige Versorgung mit Wasser. Bei Gartenpflanzen kann dies nach langen, starken Regenfällen auftreten. Bei Zimmerpflanzen ist meist ein übermäßiges Gießen Grund für die Staunässe.

Staunässe bei Zimmerpflanzen vermeiden

Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen ein, weil sie vergessen wurden zu gießen. Die meisten sterben an Fäulnis, weil sie zu viel gegossen

werden und das Wasser im Übertopf steht. Es gibt aber einiges, um das zu verhindern.
  • Der Drainagebeutel "Easy Drain" von Emsa enthält ein Tongranulat, das Staunässe verhindert und für ein ideales Wurzelklima im Kübel sorgt. Der Beutel aus Vlies ist ab fünf Euro im Handel erhältlich.
  • Oft werden dekorative Übertöpfe genutzt. Das sieht gut aus, ist aber unpraktisch, denn man kann nicht sehen, wie viel Wasser sich da noch drin befindet. Hilfreich ist es, in den Übertopf innen einen kleinen Untersetzer falschherum hineinzulegen. So steht der Pflanztopf etwas erhöht. Je höher der Untersetzer, um so geringer die Chance, dass Wasser an die Wurzeln gelangt. Es kann abfließen.
  • Nicht zu viel wässernTöpfe mit Bewässerungssystem sorgen dafür, dass sich die Pflanze Wasser nehmen kann, wann immer sie’s braucht. Zusätzlich wird der Wasserstand angezeigt. Man weiß also, wann gegossen werden muss. Viele dekorative Gefäße unter www.lechuza.de. Die Pflanzen benötigen einige Wochen, bis ihre Wurzeln in den Regionen angekommen sind, damit das Bewässerungssystem funktioniert, aber danach ist es kinderleicht, schöne Pflanzen zu haben. Die Gefäße passen für die meisten Zimmerpflanzen, von sparsamen Kakteen bis zu wasserliebenden Zyperngräsern.
  • Vor dem Gießen immer mit dem Finger die Erde testen. Ist diese noch feucht oder gar nass, keinesfalls gießen!
  • Auch mal das Gewicht der Pflanze prüfen. Den eigentlichen Pflanztopf leicht im Übertopf anheben. Am Gewicht merkt man, wann Zeit zum Gießen ist. Ist der Topf
    leicht, wird Wasser benötigt. Ist er noch schwer, hat das Zeit.
  • Auf Standort der Pflanze achten. Steht sie bei Wärme auch noch in der Sonne, wird mehr Wasser verbraucht, als unter normalen Bedingungen.
Staunässe bei Gartenpflanzen vermeiden
  • Im Garten hilft nur eine eingebaute Drainage.
  • Man kann den Boden auch mit Sand lockerer und trockener machen, aber manchmal hilft das alles nichts. Ist das der Fall hilft nur eines. Die passenden Pflanzen für einen feuchten Standort auszusuchen.
Passende Pflanzen für feuchte Standorte
  • Schwarzweide (Salix melanostachys – schwachwachsende Weide mit auffallenden schwarzen Blütenkätzchen und glänzend grüner Belaubung. Ziergehölz mit Seltenheitswert. Wird bis 2 Meter hoch und wächst etwas sparrig.  Kann gut geschnitten werden.
  • Wald-Tupelobaum (Nyssa sylvatica) – mittelgroßer Baum bis 20 Meter, der auch bis 12 Meter breit werden kann. Unscheinbare Blüte aber schön gefärbte Blätter. Hellgrün bei Austrieb, allmählich dunkelgrün, dann flammend orangegelb bis intensivrot im Herbst. Bevorzugt nasse Böden.
  • MagnolieSumpf-Magnolie (Magnolia virginiana) – wächst als Strauch oder kleiner bis mittelgroßer Baum. Bei uns wird sie 2 bis 3 Meter groß. Mag ganzjährig feuchte Böden. Ist leider nicht sehr winterhart, aber in milden Regionen und mit viel Schutz schafft sie es.
  • Kahle Winterbeere (Ilex glabra)

    – bis 3 Meter hoher Strauch, langsamwüchsig und langlebig. Immergrüne Pflanze mit kleinen Blüten im Juli und schwarzen Früchten. Verträgt Trockenheit schlecht. Mäßig kalktolerant und pflegeleicht.
  • Zimterlen oder Scheinellern (Clethra alnifolia) – immergrüne, teils laubabwerfende Sträucher oder Bäume, 2 bis 3 Meter hoch. Wunderschöne aromatisch duftende Blüten, die sich von Juli bis September in aufrechten Trauerrispen öffnen. Schöne Herbstfärbung und insgesamt eine sehr schöne Pflanze.
  • Außerdem Kornelkirsche (Cornus mas), Flügel-Spindelstrauch (Euonymus alatus), Osterschneeball (Viburnum burkwoodii), Großblumiger Schneeball (Viburnum x carlecephalum), Weißzeder (Chamaecyparis thyoides "Top Point"), Knopfbusch (Cephalanthus occidentalis), Primeln, Astilben, Knöterich (Persicaria amplexicaule Firetail) und viele mehr.
Wissenswertes zur Staunässe

Staunässe bedeutet, dass das Wasser weder von den Wurzeln aufgenommen werden, noch abfließen kann. Sowohl im Garten als auch im Zimmer bedeutet dies, dass keine ausreichende Drainage vorhanden ist. Das Wasser bleibt in der Erde, die die Wurzeln umgibt und sorgt dafür, dass die sogenannte Wurzelfäule beginnt.

Bei der Wurzelfäule handelt es sich um den Befall von verschiedenen Pilzen. Gegen diese Wurzelfäule lässt sich in der Regel recht wenig unternehmen, da die Pilze mehrere Jahre an den Wurzeln der Pflanze haften und daher nur sehr schwer zu bekämpfen sind. Eine Pflanze, die aufgrund von Staunässe von der Wurzelfäule befallen ist, wird daher innerhalb kurzer Zeit absterben.

Gegen Staunässe gibt es nur ein probates Mittel. Im Gartenbereich sollten die Pflanzen in eine Umgebung gepflanzt werden, in der das Wasser sehr gut abfließen kann. Es gibt spezielle Bodenmischungen, z. B. mit Sand, die eine gute Drainage ermöglichen. Bei Zimmerpflanzen empfiehlt sich die Verwendung von Pflanztöpfen mit löchrigem Boden. Zimmerpflanzen sollten, wenn Staunässe auftritt, sofort ausgetopft und in neuer Erde wieder eingepflanzt werden.