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Abwasserrohre verlegen

Die Abwasserrohre für die Entwässerung von Gebäuden bestehen aus Kunststoff, was den Vorteil mit sich bringt, dass sie sehr ...



leicht zu verlegen sind. Zudem sind die preislichen Vorteile nicht zu vernachlässigen und so stellen Abwasserrohre aus Kunststoff eine sehr kostengünstige Lösung dar. 

abwasser_flDes Weiteren zeichnen sich Abwasserrohre aus Kunststoff dadurch aus, dass sie recht bruchfest sind und beständig gegenüber Säuren, Laugen und Lösungsmitteln, die üblicherweise im Haushalt vorkommen. Abwasserrohre werden an sämtlichen Waschbecken und Spülkästen der Toiletten sowie an Duschen und Badewannen benötigt. Verlegt und eingebaut werden müssen sie in einem Gebäude gemäß den entsprechenden Bauvorschriften. Dabei ist beispielsweise zu berücksichtigen, dass es für Trinkwasser und Abwasser getrennte Systeme gibt. 

Die Kunststoffrohre sind im Fundament begraben und führen mit einem leichten Gefälle in die öffentliche Kanalisation. Im Haus selbst verwendet man sog. HT-Rohre, die sich neben den oben genannten Vorteilen auch dadurch auszeichnen, dass sie gegenüber Temperaturen bis zu 80 Grad Celsius beständig sind. 

Eingesetzt werden für das Abwassersystem im Gebäude nicht nur gerade Rohre, sondern auch Systeme mit Bögen, um die Rohre entsprechend des Gebäudeumrisses verlegen zu können. Sämtliche Rohre werden mit Schellen miteinander gekoppelt ...



und führen jeweils zur Fallleitung.

Normen, Vorschriften und Wissenswertes zur Verlegung von Abwasserrohren

Wie bereits erwähnt müssen für die Abwasserrohre sowie dessen Verlegung einige Vorschriften berücksichtigt werden. So müssen zwingend als Fallleitung Rohre verwendet werden, die einer Nennweite von „DN 110“ entsprechen. 

Für liegende Abflussleitungen, wie es z.B. beim Abfluss von Dusche und Badewanne sowie der Toilette der Fall ist, müssen für die Strecke vom Verbraucher bis zum Fallrohr verschiedene Stärken zum Einsatz kommen. Die Stärke für die Abwasserleitung der Toilette sollte „DN 110“ betragen, während in der Regel für Wanne und Dusche „DN 50“ ausreichend ist. Für Spülmaschinen und Waschmaschinen werden Rohre der Größe „DN 70“ verwendet. 

Im Vergleich zur Verlegung von Trinkwasserleitungen ist die Verlegung von Abwasserleitungen sehr einfach. Ein besonderes Augenmerk muss hierbei allerdings auf die Dichtheit der Rohre an den jeweiligen Verbindungsstellen gelegt werden. Besonders achtsam sollte man auch beim Abwassersystem in der Küche sein. 

Hier werden in den meisten Fällen Spüle, Spülmaschine und nicht selten auch eine Waschmaschine angeschlossen. Es ist in diesem Fall darauf zu achten, dass die Rohre immer den entsprechenden Durchmesser besitzen und ein Gefälle aufweisen. Nur so ist gewährleistet, dass es nicht zu Verstopfungen kommen kann.

Vorbereitende Arbeiten zum Abwasserrohre verlegen

Bevor es mit der eigentlichen Verlegung der Abwasserrohre losgeht, muss zunächst Kontakt zum örtlichen Wasserversorgungsträger aufgenommen werden. Hier bekommt man Merkblätter für die Richtlinien des Wasseranschlusses. 

Daneben kann man hier Adressen von lizenzierten Betrieben in Erfahrung bringen, da nicht alle Arbeitsschritte beim Abwasserrohre verlegen selbst ausgeführt werden dürfen. Des Weiteren informiert der Wasserversorgungsträger darüber, wie die Leitungen genau an das Abschlussnetz angebunden werden und ob weitere Besonderheiten, wie beispielsweise die Höhe der Anschlüsse oder der Einbau eines Gefällesturzes, Berücksichtigung finden müssen. 

So verlegt man die Abwasserrohre

  1. kanalisation-abwasserkanal-abwasser_flGrundsätzlich ist beim Verlegen der Abwasserrohre zu berücksichtigen, dass diese ein Gefälle von einem Prozent besitzen müssen, bzw. bei einer senkrechten Verlegung die Muffen in die Flussrichtung zeigen müssen. In der Regel erfolgt die Verlegung der Rohre durch eine Vorwand-Installation, wozu die erforderliche Höhe an der Wand markiert und dort eine Wandschiene angebracht wird. 

  2. Auf der Wandschiene werden Winkel befestigt, die der Frontschiene Halt verleihen. Unter der Frontschiene werden am Boden Fuß- bzw. Bodenschienen angebracht sowie senkrechte Stützen am Boden, die zusätzlich für eine sichere Stabilität der Vorwand sorgen. Nun werden die Abwasserrohre ineinander gesteckt, bis man zum gewünschten Anschluss von Toilette,  Waschbecken oder Badewanne gelangt. 

  3. Nicht immer besitzt ein Rohr gleich die richtige Länge, was aber weiter kein Problem darstellt. Abwasserrohre aus Kunststoff können kinderleicht mit einem Trennschleifer oder einer einfachen Säge auf das erforderliche Maß gekürzt werden. Dabei ist allerdings unbedingt darauf zu achten, dass die Enden mit einer Feile nachgearbeitet werden. Ansonsten besteht die Gefahr von starken Abflussgeräuschen oder Verwirbelungen. Damit nach dem Schneiden die Rohre besser ineinander gesteckt werden können, sollte man sie mit einem Gleitmittel einschmieren.

  4. Um schlussendlich die einzelnen Rohrteile miteinander zu verbinden und an der Wand anzubringen, werden zunächst die Rohrschellen an der Wand angebracht. Dabei ist wiederum darauf zu achten, dass bei Fallrohren diese unter der Muffe befestigt werden. Damit ist gewährleistet, dass das Abwasserrohr nicht herausrutschen kann.

  5. Als letzter Arbeitsschritt wird die Vorwand mit dicken Gipsplatten versehen. Hierbei ist wichtig, dass die Anschlüsse ausgespart werden.