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Revisionsschacht für Abwasser - Kunststoff oder Beton?

Ein Revisionsschacht ist Teil der Grundstücksentwässerungsanlage. Er dient der Überprüfung und Reinigung von Rohrleitungen ...



und gewährleistet eine problemlose Wartung und Instandhaltung der Grundstücksentwässerung. 

sickerschacht2_flDer Einbau eines Revisionsschachtes auf dem Grundstück kann muss aber nicht verpflichtend vorgegeben sein. Die allgemeine Entwässerungssatzung wird im Rahmen der Gemeindeordnung (GemO) sowie des Landeswassergesetzes (LWG) beschlossen. Oftmals sind sich Bauherren nicht ganz sicher aus welchem Material, Kunststoff oder Beton, der Revisionsschacht bestehen soll, mit welchen Kosten man rechnen muss und auf was geachtet werden soll. Beim Einbau von Revisionsschächten spielt die Qualitätssicherung (siehe Neues RAL-Gütezeichen für die Grundstücksentwässerung) eine wichtige Rolle. Hinweise auf die Art und Ausgestaltung solcher Schachtbauwerke kann man den Ortssatzungen der Städte und Gemeinden entnehmen. Da sich diese innerhalb Deutschlands von einander unterscheiden, muss im Einzelfall geprüft werden, welche Anforderungen von der Kommune vorgebeben werden. Meist ist auch die Endabnahme in der Satzung geregelt. 

Kunststoff oder Beton

Verwendet werden kann für den Bau eines Revisionsschachts sowohl Beton als auch Kunststoff. Bei der Auswahl des Materials gibt es glücklicherweise keine verbindliche Vorschrift. Hierbei sollte man einfach auf die jeweilige Produktnormung des Deutschen Instituts ...



für Normung (DIN) achten. Diese Vor- und Nachteile weisen bei beiden Materialien auf: Bei Betonschächten soll beispielsweise die Streuung der Qualität ein wenig geringer sein. Aber auch bei Schächten aus Kunststoff gibt es bessere und schlechtere Modelle. Verwendet wird zur Herstellung sortenreines Polyethylen (PE-HD) oder Polypropylen (KG 2000). Generell haben Thermoplaste die Vorteile, dass sie biegeweich und deutlich leichter sind als Beton. Diese beiden Punkte können sich je nach Einbausituation als vorteilhaft oder auch nachteilig erweisen. In Sachen Dichtigkeit soll Kunststoff die Nase vorn haben. Was die Fähigkeit zu Reparatur beziehungsweise für spätere Möglichkeit zur Änderung betrifft, ist Beton besser. Bei der Auswahl des Materials ist die Abklärung mit dem Kanalbauer oder dem zuständigen Kanalnetzbetreiber auf jeden Fall empfehlenswert.

Kosten

Was die Kosten für einen Revisionsschacht betrifft, lässt sich nur eine überschlägige Angabe machen. Diese hängt nämlich stark ab von der Tiefe und Größe des Bauwerks. Der Kostenbereich kann von ca. 500 bis 1.500 Euro abgeschätzt werden.

Neues RAL-Gütezeichen für die Grundstücksentwässerung

Ein zentraler Punkt beim Einbau von Kontroll-, Einstiegs- oder Revisionsschächten ist die Qualitätssicherung. Dazu haben mehrere Vereinigungen an dem neuen RAL-Gütezeichen für den Bereich der Grundstücksentwässerung (RAL-GZ 968) gearbeitet. Beteiligt haben sich daran die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA), der Güteschutz Kanalbau, der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK), die Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik e.V. (GFA) und die Überwachungsgemeinschaft technische Anlagen der SHK-Handwerke e.V. (ÜWG-SHK). Ziel der neuen Gütesicherung Grundstücksentwässerung ist die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Abwasseranlagen der Grundstücksentwässerung. Dadurch soll der Verunreinigung von Grundwasser, Gewässer und Boden entgegengewirkt werden. Weitere Informationen zur Grundstücksentwässerung, der RAL-Gütesicherung sowie eine Bürger-Information zum kostenfreien Download stehen bereit unter www.GEA.DWA.de.