Versickerungsmulde - Muldenversickerung anlegen
Regenwasser kann in Deutschland kaum mehr abfließen, da mittlerweile bereits mehr als elf Prozent aller Flächen versiegelt ...sind, sei es nun durch Asphaltoberflächen, gepflasterte und betonierte Wege oder anderweitig.
Dabei ist die Tendenz steigend. Welche Konsequenzen das auch für die Umwelt hat, zeigt sich an den zahlreichen Hochwasserschäden der vergangenen Jahre. Denn bereits ein einige Tage anhaltender Regen führt zu einem starken Anschwellen der Flüsse und Seen, so dass die Hochwassergefahr kaum gebannt werden kann. Zudem wird das Grundwasser immer weiter verschmutzt. Allerdings kann jeder Grundstücksbesitzer selbst etwas tun, um diese Gefahren zumindest zu verringern. Er kann für das ordnungsgemäße Versickern des Regenwassers und damit der Zurückführung desselbigen in den natürlichen Kreislauf sorgen – und zwar mit einer Versickerungsmulde.
Muldenversickerung anlegen: Die Vorteile
Die Vorteile bei der Muldenversickerung sind dabei nicht zu unterschätzen. Denn hier bedarf es nur eines geringen Kostenaufwands, der für die verwendeten Materialien, Zuleitungen und den Kies anfallen. Viele Arbeiten beim Anlegen der Muldenversickerung können in Eigenleistung durchgeführt werden, so dass sich die Kosten noch einmal verringern. Ebenfalls muss das Regenwasser die so genannte belebte Bodenzone erst einmal passieren, bevor ...
es zum Grundwasser zugeführt wird. Dadurch wird das Grundwasser kaum verschmutzt. Dennoch sollte vor dem Anlegen einer Versickerungsmulde einiges beachtet werden. So ist es von Bedeutung, dass der Untergrund ausreichend durchlässig ist. Hierbei wird der so genannte Kf-Wert zugrunde gelegt, der nicht geringer, als 10 bis 6 ausfallen sollte.
Abmessungen der Versickerungsmulde berechnen
Damit die Muldenversickerung richtig angelegt werden kann, ist die versiegelte Fläche zugrunde zu legen, aber auch die zur Verfügung stehende Versickerungsfläche. Erstere wird als Ared, letztere als As bezeichnet. Wichtig ist, dass es maximal zu einem sehr kurzfristigen Stau des Wassers kommt, da sonst die Gefahr gegeben ist, dass es zu Verschlickungen und Verdichtungen des Bodens kommt.
Aufbau der Muldenversickerung
Beim Anlegen der Muldenversickerung ist ebenfalls einiges zu beachten. Zunächst sollte der Oberboden bis zu einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern ausgehoben werden. Anschließend wird die entstandene Mulde mit einer Kiesschicht von 30 Zentimetern ausgelegt. Diese wird mit einem Geotexvlies abgedeckt und anschließend werden die Zulaufrinnen verlegt. Nun gilt es noch, die Fallrohre zu verlegen und die entstandene Mulde wieder auszukleiden. Hierbei können evtl. ausgehobene Grassoden verwendet werden, aber auch Humusboden hat sich bestens bewährt.
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