Badezimmerfliesen - eintönige Kacheln waren gestern
Man erinnert sich in der Regel nur sehr ungern an die optischen Gegebenheiten von Badezimmern ...in den 1960ern bis 1990er Jahren.
Denn nur allzu häufig wurde seinerzeit das „empfindliche Auge“ von dunkelbraunen, dunkelgrünen oder gar braun-orangenen Fliesen „beleidigt“.
Oft genug waren auch Fliesen in altrosé, beige oder dunkelblau zu sehen.
Dunkle Fliesen am Boden, an den Seitenwänden sowie farblich dazu passende Keramiken an WC, Bidet und Waschbecken trugen aber nicht nur dazu bei, dass das Erscheinungsbild eines Badezimmers arg zu wünschen übrig ließ. Sondern der Betrachter wurde überdies geradezu „erdrückt“ von der „belastenden“ Farbgebung. Vor allem, wenn an der Decke zusätzlich eine Vertäfelung in naturbelassener „Eiche rustikal“ prangte….
Dass die alltägliche Körperpflege am Morgen unter solchen Voraussetzungen in der damaligen Zeit meist nur sehr wenig Freude bereitete, ist da wohl nicht weiter verwunderlich. Wie gut, dass sich die Zeiten und somit auch die Ansprüche an Design und Materialbeschaffenheit bis heute massiv geändert haben. Und dass sich auch die Industrie den Bedürfnissen qualitätsbewusster Verbraucher angepasst hat.
Kostspielige Renovierungsarbeiten
Natürlich ist es auch heute noch möglich, dass man es im ...
Rahmen eines Wohnungswechsels mit „klassischen“ Badezimmerfliesen zu tun bekommt. Nicht immer ist es jedoch möglich, umfangreiche Renovierungsarbeiten durchzuführen und die „leidigen“ Fliesen fachgerecht zu „entsorgen“. Sei es aus finanziellen Gründen oder weil schlichtweg der Vermieter mit einer solch‘ gravierenden Veränderung seines Eigentums nicht einverstanden ist.
Flexibilität ist hier gefragt – und auch ein wenig Kreativität kann in diesem Zusammenhang nicht schaden. Auf der einen Seite ist es zum Beispiel durchaus denkbar, den eintönigen Badezimmerfliesen durch einen Anstrich eine neue, ansprechendere Optik zu verleihen.
Spezielle, feuchtigkeitsabweisende Farbe ist in jedem gut sortierten Fachmarkt zu haben. Moderne Farben bieten sogar den Vorteil, dass sie sich über kurz oder lang mit einem Lösungsmittel wieder rückstandslos entfernen lassen.
Dies macht Sinn, wenn bei einem Wohnungsauszug der originale, bauliche Zustand hergestellt werden muss. Überdies erfreut sich die Anbringung dekorativer Holzelemente einer großen Beliebtheit. Denn dadurch erhält das Bad eine ansprechende, natürliche Note. In der Tat ein echter Blickfang.
„Mit Geduld und Spucke…“
Sofern in einer Mietwohnung unansehnliche bzw. eintönige Badezimmerfliesen vorhanden sind, können durchaus auch attraktive Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände dazu beitragen, dass das optische Erscheinungsbild des Bades „aufgemöbelt“ wird. Wenn man die herkömmlichen, nur wenig attraktiven Fliesen beispielsweise mit futuristisch anmutenden Gegenständen kombiniert, entsteht oft ein völlig neues, sehr ansprechendes Gesamtbild.
Sollen die alten Fliesen jedoch rein aus Kostenersparnisgründen nicht herausgebrochen, sondern lediglich überdeckt werden, bieten sich bestimmte Mosaik-Techniken geradezu an. Zum einen sind im Baumarkt mannigfaltige Mosaik-Steinvarianten zu finden, andererseits zeugen in Eigenregie hergestellte Mosaiksteine von Kreativität, Individualität und Phantasie. Wenn die Badezimmerfliesen zuvor mit einer speziellen Grundierung versehen werden, lassen sich Steine, Glas, Kiesel oder sonstige Elemente meist spielend leicht fixieren.
Wichtig ist dabei allerdings, zunächst nur kleine Flächen mit der Grundierung zu überdecken, da die Anbringung der Mosaik-Elemente häufig viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein Antrocknen der Masse ließe sich somit nur schwerlich verhindern. Ganz nach Lust und Laune können zur optischen Aufwertung des heimischen Badezimmers auch Fliesenfolien zum Einsatz kommen.
Diese lassen sich bei Bedarf wieder entfernen, und sie zeichnen sich darüber hinaus durch ihre vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten aus. Mit pfiffigen Ideen wird eben jedes Badezimmer zur einladenden Beauty-Oase.
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