Badplanung - der erste Schritt zum Traumbad
Die durchschnittliche Wohnungsgröße ist von 50 qm im Jahr 1950 auf heutige 80 qm ...angestiegen. Von diesem Zuwachs haben vor allem auch die Badezimmer profitiert.
Vergrößert werden mussten sie nicht zuletzt deshalb, weil dort häufig auch Waschmaschine, Wäschetrockner, Schmutzwäschebehälter u. ä. untergebracht werden müssen.
Wo z. B. das Badezimmer von mehreren Personen gleichzeitig benutzt wird, können ein zweites Waschbecken und WC sowie ein getrennter Duschraum zweckmäßig sein. Auch dies erfordert mehr Platz.
Die Größe eines Badezimmers mit Bad, Dusche und zwei Waschbecken sollte mindestens 5-6 qm betragen, ein WC mit Klosett und Waschtisch mindestens 3 qm. Für den Bewegungsfreiraum vor Installationen sind 100 cm Tiefe zu empfehlen.
Lage
Nicht selten bleibt aus planerischen Gründen an den bevorzugten Sonnenseiten eines Gebäudes kein Platz mehr für das Badezimmer. Das muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein. Auch auf der Nordseite und im Kernbereich lassen sich Badezimmer gut unterbringen. In fensterlosen Räumen muss allerdings für direkten Frischluftzutritt und -abzug gesorgt werden (z. B. über Luftkanäle).
Gestaltung Boden, Wand und Decke
Altbewährt in Badezimmern sind die zweckmäßigen Keramik- und Steinböden. ...
Sie werden im Mörtelbett verlegt und wasserdicht verfugt. So kann die Badewanne auch einmal überschwappen, ohne dass das Wasser gleich durch die Decke tropft. Der Nachteil der Fußkälte lässt sich, wie in modernen Bauten schon vielfach praktiziert, durch eine Fußbodenheizung ausgleichen. Achten Sie bei der Bodenverfliesung auf saubere Ausführung der Wandanschlüsse. Sie sollten mit elastischem Material verfugt werden. Dasselbe gilt für PVC, Linoleum- oder Korkbeläge. Die Fugen müssen dicht geschlossen sein, damit kein Wasser eindringen und die Beläge anlösen kann. Für die Beheizung des Badezimmers sollte möglichst eine Strahlungsheizung eingesetzt werden (Fußbodenheizung, Fußleistenheizung oder großflächige
Für die Wände ist vor allem im Spritzwasserbereich eine Verfliesung empfehlenswert. Auch Holzverkleidungen sind derzeit in Mode, darunter bevorzugt Bretter aus nordischer Fichte, Western Red Cedar, Oregon Pine, Hemlock, California Redwood und kanadischer Lärche. Danben eignen sich auch Paneele, bzw. furniertes Sperrholz, sofern die Holzschichten mit einem wasserfesten Leim verklebt sind.
Bei sämtlichen Holzverkleidungen ist auf eine gute Hinterlüftung zu achten. Diese lässt sich durch die Montage auf einer Lattung sowie durch Luftschlitze oder offene Fugen an den unteren und oberen Kanten der Verschalung erreichen. In Spritzwasserbereich empfiehlt sich zudem eine Behandlung des Holzes mit dichten Farbschichten, damit das Wasser abperlen kann. Hier sollte das Holz besonders pfleglich behandelt werden, d. h. nasses Holz nach dem Baden oder Duschen trockenreiben und öfter nachbehandeln - sonst wird die Oberfläche bald mit unschönen Kalkflecken verunziert.
Sicherheit im Bad
Neben der Küche ist das Bad der gefährlichste Ort im Haus. Dies sollte man bei der Planung, Gestaltung und Nutzung des Badezimmers bedenken.
Ein glänzender Fußboden aus Fliesen oder Marmor ist zwar sehr schön, doch nicht immer praktisch. Bei der Auswahl der Kacheln sollte man auf Rutschfestigkeit achten. Duschkabinen und Glastüren müssen bruchsicher sein, und Spiegel bedürfen einer festen Verankerung. Da sich Wasser und Strom nicht vertragen, müssen elektrische Bestimmungen 8beachtet werden. Alle elektrischen Lampen brauchen eine dichte Fassung, damit keine Feuchtigkeit eindringen und kein Kurzschluss verursachen kann.
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