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Feuchtraum renovieren - Feuchtraumsanierung

Als feuchte Räume gelten bei Elektrikern vor allem Bäder, Keller und Waschküchen. Da Strom auch in nicht-bewohnten Räumen verlegt wird, dehnen die Fachleute den Begriff auf Garagen und Schwimmbäder aus. In dieser Kategorie soll es jedoch nur um Feuchträume in Wohnungen und Wohnhäusern gehen. Im Baugewerbe umschreibt man diese Orte gewöhnlich als „Bereiche kurzfristig einwirkender Feuchte“ - im Unterschied zu Nassräumen, in denen stehende Feuchtigkeit auftreten kann.

Die Wirkung von Feuchtigkeit

Feuchträume sind ein problematisches Terrain, weil Luftfeuchtigkeit und Spritzwasser nicht von allen Baustoffen gleichmäßig verkraftet werden. Holz kann sich unter der Einwirkung von Feuchtigkeit verziehen und dehnen. Feuchtes Mauerwerk büßt seine Dämmfähigkeit ein, bildet Salzausblühungen und sein Mörtel verliert auf Dauer an Bindekraft. Putze und Anstriche quellen auf und platzen von Oberflächen ab. An wasserfesten Materialien wie Fliesen und Metallen perlt Feuchtigkeit zwar ab, doch sie kann dadurch nicht entweichen. Infolgedessen sammeln sich Tropfen, die bei schon bei leichter Verunreinigung eine Lebensgrundlage für Schimmelpilze bilden.

Bodenbelag & Wände in Feuchträumen

Vor diesem Hintergrund ist klar, dass Feuchträume nicht nur häufiger renoviert und saniert werden müssen als trockene Wohnbereiche, sondern auch unter besonderen Vorkehrungen, die in Wohn-, Schlaf- und anderen Aufenthaltsräumen nicht zu treffen sind. So ist schon beim Verlegen von Fußböden und -belägen darauf zu achten, dass diese wasserabweisend beschichtet sind und, z.B. im Falle von Laminat, eine hohe Beanspruchungsklasse aufweisen. Bei Fliesen sollte der Untergrund aus nicht-arbeitenden Materialien bestehen - häufig wird ein Trockenestrich gewählt. Werden SB-Platten, Spanplatten oder Leimholzplatten in Boden und Wände eingearbeitet, müssen diese imprägniert sein oder durch einen Anstrich versiegelt werden. Bei Gipskarton sollten die grünen Feuchtraumplatten gewählt werden, welche einer Feuchte von 70 Prozent dauerhaft widerstehen.

Schutzzonen in Feuchträumen

Zurück zur Elektrik: Bei der Installation von Kabeln, Schaltern und Steckdosen sind in Feuchträumen verschiedene Schutzzonen vorgesehen, für die jeweils andere Vorschriften gelten. So sind bestimmte Verlegetiefen für Kabel einzuhalten, Stegleitungen untersagt und die Stromkreise mit einem Schutzleiter sowie einem FI-Schalter mit einer Auslösestromdifferenz von maximal 30 mA auszurüsten. Schalter und Dosen dürfen nicht im Spritzwasserbereich angebracht werden.

Wandgestaltung & Einrichtung

Beim Verkleiden und Gestalten der Wände sind Fliesen prädestiniert, aber auch Paneele kommen infrage – sogar aus Echtholz, wenn sie mit einer wasserbeständigen Beschichtung überzogen sind. Werden Wandabschnitte verputzt, ist ein Feuchtraumputz empfehlenswert, aber kein Muss. Zum Anstreichen sollten keine gewöhnlichen Dispersionsfarben, sondern fungizide und scheuerbeständige Feuchtraumfarben verwendet werden. Beim Einrichten der Räume sind keine weiteren Vorkehrungen zu treffen. Badmöbel weisen meist feuchtigkeitsbeständige Beschichtungen auf. Schränke und Kommoden stehen auf kleinen Füßen, damit kleinere Wasseransammlungen auf dem Boden nicht direkt ins Material dringen. Am besten eignen sich Möbel, die aus lackierten MDF-Platten gefertigt und mit Edelstahlbeschlägen versehen sind. Sie lassen sich problemlos reinigen und überzeugen durch ihre Beständigkeit.

Ausführliche Tipps zum Renovieren und Sanieren von Feuchträumen finden Sie in folgenden Beiträgen:
 
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