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Billig Bauen - wo kann man effektiv sparen?
Hausbau & Haus bauen - Bauplanung

Billig Bauen = Selbst Bauen?

Ungefähr 80% aller Deutschen würden gerne in den eigenen vier Wänden leben. Obwohl das Baugeld heute so günstig ist wie nie, wagt nur jeder Zweite den Schritt, ein Haus zu bauen oder zu kaufen. Es stellt sich die Frage, woher das nötige Kleingeld genommen werden soll und ob es Möglichkeiten gibt, beim Bau zu sparen, ohne dabei auf Qualität zu verzichten.

Image Wer sich ein Eigenheim errichten möchte, benötigt zunächst ein Grundstück, was meist der größte Kostenfaktor beim Eigenheim ist. In der Regel werden große Grundstücke zu einem günstigeren Quadratmeterpreis angeboten als kleine oder mittelgroße Grundstücke. Es ist zwar nicht immer erlaubt, aber oft können auf einem Grundstück mehrere Häuser gebaut werden – ein Grundstück wird also parzelliert. So können nicht nur die Erschließung und die Leitungen gemeinsam genutzt sondern auch die Kosten geteilt werden. Oft ist das Einsparpotential mehrere zehntausend Euro hoch.

Eine sehr alte Einsparmöglichkeit ist ein Grundstück in Erbpacht. Hierbei wird ein Haus auf einem fremden Grundstück gebaut und an den Grundstückseigentümer wird eine Erbpacht für eine Laufzeit von meist 99 Jahren gezahlt. Die Einsparungen liegen bei mehreren hundert Euro pro Monat.

Image Zudem lohnt es sich durchaus, die Baupreise miteinander zu vergleichen. Einige Architekten arbeiten kostenbewußt und sind an einer präzisen Ausschreibung der Bauarbeiten interessiert. Sie holen dann verschiedene Angebote von den Baufirmen ein. Bei Bauträgern und Fertighausanbietern können die Preise für gleichwertige Häuser ebenfalls sehr variieren.

Des Weiteren hilft auch der Staat vereinzelt mit öffentlichen Förderungen beim Hausbau. So gibt es für den Einbau einer umweltschonenden Technik Fördermittel. So ist es möglich, durch beispielsweise den Einbau von Solarkollektoren eine Förderung von 125 Euro pro m² Kollektorfläche zu erhalten.

Sparen kann man auch durch den Verzicht auf einen Keller, denn ein Kellerbau macht nicht selten fünf bis 15 Prozent der Baukosten aus.

Eine gute Planung ist die Basis, um Einsparungen vornehmen zu können. Es gilt: je kürzer die Bauzeit desto kürzer ist die Phase der Doppelbelastung. Je schneller man in sein Eigenheim einziehen kann, desto weniger Miete für das bisherige Zuhause muss gezahlt werden. Schließlich möchte auch die Bank ihr Geld zurückbekommen und das nicht erst, wenn der Bauherr in sein Eigenheim eingezogen ist. Hierbei muss abgewogen werden, in wie weit Eigenleistungen am Bau sinnvoll sind, denn Eigenleitungen machen zwar das Haus insgesamt günstiger, verlängern aber die Bauphase. Die Eigenleistungen, die ein talentierter Heimwerker Kosten sparend selbst erledigen kann, machen oft mehr als 20.000 Euro aus.

Interessant ist auch die Überlegung, mit anderen Bauwilligen zusammen zu bauen. Doppelhaushälften oder auch Reihenhäuser sind eine Alternative, über die man nachdenken sollte, wenn Kostenreduzierungen zur Debatte stehen.

Junge Familien, die einen späteren Familienzuwachs gleich beim Hausbau bedenken wollen, spielen oft mit dem Gedanken, das Dachgeschoss gleich mit auszubauen. Das ist aber nicht unbedingt immer gleich sinnvoll. Meist kann das Erdgeschoss so geplant werden, dass die Eltern mit einem Kind dort ausreichend Platz haben und das Dach erst beim zweiten Kind, also später, ausgebaut werden muss.

Weitere Einsparpotentiale liegen bei der Wahl des Daches, denn hierbei gilt: je einfacher die Dachform, desto preiswerter wird es. Die günstigste Variante hierbei sind Pultdächer.

Einsparen kann man auch bei der Fassade: Holz statt Klinker sparen hierbei mehrere Tausend Euro. Das Auto muss auch nicht zwingend in einer Garage untergebracht werden. Carports sind bereits ab 600 Euro zu haben, wobei eine gemauerte Garage schnell mit 10.000 Euro zu Buche schlägt.
 

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