Nachhaltiges Bauen - ein Leitfaden für die Praxis
Nachhaltigkeit ist heute sozusagen in aller Munde. Bei so vielen verschiedenen Gelegenheiten ist ...von der Bedeutung der Nachhaltigkeit die Rede.
Dabei nicken die meisten Menschen in diesem Zusammenhang zustimmend mit dem Kopf, ohne jedoch genau zu erfassen, welche grundlegenden Einstellungen sich hinter dieser Thematik verbergen. Allerdings ist Nachhaltigkeit gerade in Zeiten einer stets steigenden Umweltbelastung ein Thema, welches jeden angeht und das man in seinem Privatbereich durchaus umsetzen kann, gerade im Zusammenhang mit Bauvorhaben.
Nachhaltiges Bauen bedeutet nämlich, ökologisch und ressourcenorientiert seinen Haustraum zu verwirklichen.
Nachhaltigkeit bezüglich der Baumaterialien
Nachhaltiges Bauen beginnt bereits bei der Bauplanung, denn wer in diesem Zusammenhang die Grundsätze der Nachhaltigkeit vergisst, der wird über kurz oder lang sein Vorhaben nicht ökologisch umsetzen können.
Bereits beim Bauplatz startet somit der Nachhaltigkeitsgedanke. Platzsparendes Bauen steht im Zentrum, um keine unnötige Naturzerstörung zum Bauzweck zu induzieren.
Darüber hinaus sollte bei der Auswahl der Baumaterialien größte Vorsicht geboten sein. Gemäß der Grundsätze des nachhaltigen Bauens müssen die verwendeten Werkstoffe nämlich nicht nur der Natur entstammen, dort in großem Maß vorhanden sein und stets nachwachsen, sondern sich ...
bei einem eventuellen Hausabbruch ökologisch abbauen. Kunststoffprodukte, soweit fortgeschritten die Technologie in diesem Bereich heute auch ist, haben entsprechend keinen Raum in einem Hausbau, der Nachhaltigkeit anstrebt.
Allerdings ist auch der Gewinn der Baumaterialien von Bedeutung. Angesichts der soziokulturellen Aspekte sollten die Produkte einem fairen Handel entspringen und ihr Abbau keine Lebensräume zerstören. Auch die Transportwege stehen im Zentrum, denn im Sinne der Energieverbrauchssenkung kommen beim nachhaltigen Bauen nur kurze Verkehrswege und somit bevorzugt Produkte aus der näheren Umgebung in Betracht.
Energiesparende Baumaßnahmen zum Zweck der Nachhaltigkeit
Insgesamt bedeutet nachhaltiges Bauen, dass der gesamte Bauablauf so energiereduziert wie nur irgend möglich vonstattengehen muss. Allerdings heißt Nachhaltigkeit gleichzeitig, dass während der Hausnutzung der Energiebedarf gewisse Niveaus nicht übersteigen darf, was gleichermaßen für den Schadstoffausstoß gilt. Ausgezeichnete Wärmedämmmaßnahmen rücken somit ins Zentrum. Diese werden gepaart mit Heizsystemen, die ihre Ressourcen aus erneuerbaren Energien beziehen. Auch die Verwertung von Regenwasser durch Zisternen kommt diesem Gedanken entgegen.
Vor diesen Hintergründen können Null- oder Plusenergiehäuser somit als der Innbegriff des nachhaltigen Bauens bezeichnet werden, allerdings nur insofern auch während der Baumaßnahme selbst und bei der Verwendung der Baumaterialien der ökologische Faktor ausreichend berücksichtigt wurde.
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