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Hausbau & Haus bauen -
Haustypen
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BlockhausEin Blockhaus ist ein Gebäude, das aus übereinander geschichteten Baumstämmen oder Balken besteht. Diese Bauart wurde in kalten Gebieten entwickelt. Man wählte lange gerade Stämme. Diese wurden provisorisch behandelt und behielten ihre runde Form.
Die ursprünglichste Art des Blockhausbaues ist das Naturstammhaus. Zu finden in Kanada, Russland und in den Vereinigten Staaten. Bei dieser Blockhausbauart hat jeder Hausbauer eine bestimmte Holzart. Finnen und Russen wählen die Kiefer, während in Österreich die Fichte oder Tanne den Vorzug erhält, der Schweizer wiederum bevorzugt die Weißtanne.
Die Stämme sollten gerade gewachsen sein und es sollte darauf geachtet werden, dass diese nur wenig äußerliche Schäden haben. Bevor die Stämme weiter verarbeitet werden, müssen diese entrindet werden. Früher wurde dieses mit einem Ziehmesser oder aber mit Wasserhochdruck erledigt. Heute wird in den meisten Fällen ein Rundhobel eingesetzt. Fachleute sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das beste Holz das aus dem so genannten skandinavischen Waldgürtel stammende Kiefernholz ist.
Holz ist ein massiver Werkstoff, der keine zusätzliche Isolierung der Wände nötig macht. Durch langsamen und stetigen Austausch von feinsten Zellen, wird für den Austausch von gefilterter Luft zwischen Außen und Innen gesorgt. Die Konzentration der Schadstoffe senkt sich nachweislich. Die Aussage, ein Blockhaus ist sehr teuer, stimmt nur bedingt. Die Kosten ergeben sich aus Größe, Ausstattung, Ausführung. Mit Eigenleistung kann hier einiges einspart werden, Rechnet man mit 800 bis 1.500 Euro Baukosten pro Quadratmeter, liegt ein massives Holzhaus aus industrieller Fertigung im Kostenrahmen eines in Ziegelbauweise erstellten Hauses bei gleicher Ausstattung.
Ein solide gebautes und richtig gepflegtes Holzhaus wie das Blockhaus kann viele hundert Jahre alt werden. Selbst gestalterisch ist fast alles möglich. Verschiedene Formen und Farben können bei der Fassadengestaltung eingesetzt werden. Selbst alle Dachformen sind möglich. Auch bei den Grundrissen gibt es eine Vielzahl von Varianten. Es werden keine statischen Anforderungen an das Naturstammhaus gestellt, da bereits sehr geringe Durchmesser ausreichen. Unterschiedlich nach Typ und Größe des Gebäudes liegt der Durchmesser bei ca. 35 bis 45 cm, völlig überdimensioniert, denn aus baubiologischer Sicht reichten viel kleinere Durchmesser aus.
Bei einem Naturstammhaus ist eine gute Planung überaus bedeutsam für einen ordnungsgemäßen Bauverlauf und grenzenlose Freude am Haus. Bei der Planung ist es wichtig, immer daran zu denken, dass man mit Holz - einem immer arbeitenden Material - arbeitet. Alle Rohre müssen mit flexiblen Gelenkstücken versehen werden, um so sicherzustellen, dass alle Setzungsvorgänge in den Wänden mitgemacht werden. Um hässliche Kaschierungen an den Innwänden zu vermeiden, sollte bei der Elektroinstallation darauf geachtet werden, das ausreichend Steckdosen, Vorrichtungen für Fernsehen und Telefon verfügbar sind, denn diese Leitungen befinden sich in den Fugen oder innerhalb der Stämme.
Die Aussage, massive Holzhäuser brennen leicht, ist nicht richtig. Hier gelten die gleichen Brandschutzklassen wie bei Ziegelhäusern. Die Kiefernbalken sind von Natur aus gut gesättigt und brennen nicht lichterloh. Sie schmoren ganz langsam durch, die Stabilität des Hauses bleibt noch lange erhalten. Bei den meisten Bränden geht die Gefahr eher von leicht brennbaren Dingen der Inneneinrichtung aus.
Die Pflege eines Holzhauses gestaltet sich nicht schwieriger als bei einem Ziegelhaus. Alle 5 bis 15 Jahre ein neuer Fassadenanstrich. Die Seite, die der Witterung besonders stark ausgesetzt ist, wird mehrmals gestrichen. Da viele Menschen der ursprünglichen Art zu leben den Vorzug geben, ist der Trend zum massiven Blockhaus unverkennbar. Alle Anforderungen des naturnahen Lebens, wie Energiesparen werden hier erfüllt.
Massive Holzhäuser (Blockhaus) sind feucht und zugig. Auch diese Aussage muss man verneinen. Denn, ob sie aus Rundbalken oder aus Kantholzbalken zusammengebaut sind, sie sind so zusammengefügt, dass die Fugen stark dicht halten. Viele Verbesserungsmöglichkeiten sind bisher entwickelt worden. Um den Sockelbereich des Hauses vom Dachüberstand herabtropfenden Regenwassers und Spritzwasser vom Erdboden zu schützen, stellte man früher das Holzhaus auf einen Sockel. Es wurden Tropfkanten in das Holz gefräst.
Als sehr effektiv erweist sich jedoch ein Schotterbett, ca. 50 cm breit, rund um das Haus. Das Wasser kann schnell versickern und es entstehen keine Pfützen. Aber in der heutigen Zeit kann man das Holz natürlich auch chemisch schützen. Die Klassifizierung verlangt hier, für die Hölzer die Wasser- oder Erdkontakt stehen einen chemischen Holzschutz. Man kann sagen, Blockhäuser sind eine beständige Investition und unterliegen vergleichbaren Preissteigerungen wie andere Häuser.
von Annett Biermann
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