Den Vorgang des Behandelns mit Zaponlack wird Zaponieren genannt. Ganz allgemein bezeichnet man damit das Überziehen von Gegenständen mit einem dünnen, farblosen und glänzenden Lackfilm.
Zaponieren wird auch bei Münzen angewendet, macht aber nur dann Sinn, wenn man eine extrem empfindliche Oberfläche schützen will (z.B. Zink- oder Alumünzen, die gereinigt werden mussten und jetzt eine sehr anfällige Oberfläche haben). Bei älteren Münzen ist die Patina gerade eine der wichtigen Qualitätsmerkmale und eine solche Patina schützt ausreichend vor Umwelteinflüssen - da ist Zaponieren nicht nötig. Wenn man versucht, die Münzen durch Zaponieren "schöner aussehen zu lassen", schaffst man damit ein Kunstprodukt, dass gegenüber der historisch überlieferten Münze von der Qualität und dem Wert her eine Einbuße bedeutet. Außerdem ist es eine Art der "Zerstörung" der Münze, denn den Zaponlack bekommt man von rauen Münzen kaum noch rückstandslos herunter. Auch der Sammlerwert und damit Wiederverkaufswert wird dadurch sehr vermindert.
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