Du bist hier: » » » » Asbest in Nachtspeicheröfen - Nachtstromheizung entsorgen

Asbest in Nachtspeicheröfen - Nachtstromheizung entsorgen

Nachtspeicheröfen sind Elektro-Speicherheizgeräte. Sie wurden vor allem in den 50er und 60er Jahren eingebaut, als ...



Alternativen zu Öl- und Kohleöfen.

asbest-entsorgung flInzwischen sind sie allerdings unwirtschaftlich geworden. Viele Haushalte möchten gern auf energiesparende Systeme umstellen. Etliche Nachtspeicheröfen enthalten asbesthaltige Bauteile. Sie wurden bis Ende der 70er Jahre eingebaut. Das hat zur Folge, dass man die Heizungen nicht ohne weiteres entsorgen kann. Auch der Ausbau ist nicht ohne. Bei unsachgemäßer Behandlung können Asbestfasern unkontrolliert freigesetzt werden. So wird die gesamte Wohnung kontaminiert.

Wieso ist Asbest so gefährlich?

Asbestfasern sind längsspaltbar. Sie spalten sich in feinste, schwebfähige Fasern auf. Da sie durch die Luft schweben, können sie eingeatmet werden. Sie gelangen so tief in unsere Lungen. Asbestfasern können jahrzehntelang im Körper verweilen. Sie stechen Zellen auf und können so Krebs auslösen.

Wenn man jahrelang Asbestfasern eingeatmet hat, kann es zu einer Staublungenerkrankung kommen, der so genannten Asbestose. Die Krankheit ist meist tödlich. Viele Dachdecker erkranken an Lungenkrebs, die Asbestfasern in den 70er Jahren eingeatmet haben.

Asbest in Nachtspeicheröfen

Hauptsächlich findet man Asbest in älteren Nachtspeicheröfen. ...



Außerdem kommen zum Asbest noch Speichersteine mit hohen Chromatgehalten und PCB-haltigen elektrischen Bauteilen. Auf Grund dieser Bestandteile können die Öfen nicht auf den Sperrmüll gebracht werden. Sie müssen nach TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) entsorgt werden. Auch asbestfreie Nachtspeicheröfen sollten fachgerecht entsorgt werden, denn gerade Chrom wird als krebserzeugend und erbgutverändernd eingestuft und ist inzwischen in neuen Elektrogeräten verboten.

Entsorgung

Man lässt die Nachtspeicheröfen fachmännisch entsorgen. Sie werden zerlegt und auf Deponien endgelagert. Zuerst werden die Geräte vor Ort freigeschaltet, gesichert und staubdicht abgeklebt. Sie werden in Folie eingeschlagen und abtransportiert. Bei größeren Geräten ist es üblich, dass sie vor Ort zerlegt werden. Das erfordert allerdings eine teure Abschottung und wird in der Regel aus Kostengründen vermieden.

Man wendet sich an einen zugelassenen Fachbetrieb. Die Mitarbeiter kennen sich mit den Nachtspeicheröfen aus und entfernen sie sachgemäß, ohne dass man mit einer Kontamination mit Asbestfasern rechnen muss.

Achtung!

Beim Zerlegen eines alten, asbesthaltigen Nachtspeicherofens können mehr Asbestfasern in die Luft gelangen, als in 10 Jahren Betrieb aus ihnen herausgeblasen werden! In bestimmten Fällen kann eine Asbestsanierung steuerlich abgesetzt werden. Allerdings wird dazu meist ein Gutachten gefordert. Es muss die Erforderlichkeit der Sanierung ausweisen.