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Asbest–Erkrankungen: Asbestose, die Staublunge

Aufgrund des Asbestfeinstaubes, der beim Einatmen in die Lungenbläschen gelangt, kann es zu einer erheblichen Gefährdung der ...



Gesundheit kommen.

krankheitenDie Asbestfasern spalten sich in immer wieder neue Fasern auf und können so nur in geringen Mengen vom Körper abgebaut oder ausgeschieden werden.

Es handelt sich hierbei um äußerst aggressive Fasern, die das menschliche Immunsystem nicht bekämpfen kann. Schon der Versuch, die körpereigene Abwehr gegen die Stoffe einzusetzen, verursacht nur noch größere Schäden. Es kommt zu Schäden im Gewebe und im Erbmaterial. Dabei reichen bereits minimale Feinstaubkonzentrationen aus, um ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko zu fördern. Dabei bricht die Krankheit nicht unmittelbar im Körper aus, es kann unter Umständen 30 bis 40 Jahre dazwischen liegen. Dies hängt jedoch von der Menge der eingeatmeten Feinstaubpartikel ab.

Wenn der Körper über einen längeren Zeitraum diesen Partikeln ausgesetzt ist, kann es auch schneller und intensiver zum Ausbruch von Asbest-Erkrankungen kommen. Die Praxis zeigt zudem, dass Asbest-Erkrankungen oftmals viel zu spät erkannt und diagnostiziert werden. Das liegt keinesfalls daran, dass es an medizinischen Kenntnissen und Fertigkeiten mangelt – es ist nur eben so, dass sich die Krankheit Asbestose oder auch ...



Staublunge erst sehr viel später entwickelt und der Betroffene über Jahre keine Veränderungen oder Komplikationen wahrnimmt. Meist hält man die Asbestose zunächst für eine chronische Bronchitis und eine andere eher harmlose oder zumindest behandelbare Veränderung der Atemwege und Organe.

Asbestose und Staublunge – gefährlich und nicht zu unterschätzen

Wird über einen längeren Zeitraum Asbeststaub eingeatmet, kommt es folglich zu einer Vermehrung des Bindegewebes in der Lunge. Dabei versuchen, sogenannte Fresszellen gegen die Asbestfasern anzukämpfen. Diese Reaktion führt schließlich dazu, dass verschiedene Substanzen freigesetzt werden, die nach und nach mehr Bindegewebe in der Lunge bilden, was sich negativ auf die Lungenfunktion ausübt. Die Asbestose oder auch die Staublunge ruft schwere Atem- und Lungenfunktionsstörungen hervor.

Aufgrund dessen, dass in den frühen 20er Jahren Asbest in zahlreichen Materialien und Gegenständen vorzufinden war und beispielsweise Dachdecker, Schlosser oder Maurer Tag für Tag mit dem Stoff in Berührung kamen, gab es vorwiegend in den 70er Jahren eine hohe Anzahl an Asbestose-Erkrankungen.