Asbestsanierung - Kosten und Vorschriften
Bei Asbest handelt es sich um eine Gruppe von faserförmigen Silikat-Mineralen. Diese kommen natürlicherweise in der ...Erdkruste vor.
Asbest weist viele gute Eigenschaften auf: Es ist sehr hitzebeständig, beständig gegen die Einwirkungen vieler Chemikalien, isoliert sehr gut gegen Wärme, Feuchtigkeit und Schall. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde Asbest sehr lange als Baumaterial verwendet. Doch es gibt ein nicht geringes Problem: Asbest besteht aus einzelnen Fasern, wie oben schon erwähnt. Diese sind so winzig, dass sie sich in den Lungenbläschen ablagern können, wenn sie z.B. durch Brüche freigesetzt werden. Diese Fasern können vom Körper nicht mehr abtransportiert werden, daher führt langer Umgang mit Asbest zur Staublungenkrankheit und erhöht das Risiko von Lungenkrebs. Daher wurde es als Baumaterial verboten.
Alte Häuser haben oftmals noch Asbestzement auf ihren Dächern, daher ist eine Sanierung hier sehr sinnvoll. Übrigens dürfen auf Asbestdächern auch keine Solaranlagen installiert werden.
Vorschriften zur Asbestsanierung
Wird eine Asbestbelastung in Innenräumen festgestellt, so muss diese innerhalb vorgegebener Grenzwerte bleiben. Werden diese Werte überstiegen, ist eine Sanierung Pflicht. Nach der Sanierung werden Ersatzstoffe eingesetzt, welche gleichwertige Qualitäten aufweisen. Das Wichtigste ist, dass Sanierungen ...
in diesem Bereich, dass sie von einem autorisierten Fachbetrieb durchgeführt werden. Diese muss zudem nach der TRGS 519 (technische Regeln für Gefahrstoffe) ein Sachkundenachweis vorweisen können. Die Sanierung darf nicht von Privatpersonen durchgeführt werden. Abgesehen davon, dass dies gesundheitsschädlich ist, ist es zudem noch strafbar.
Wann muss saniert werden?
Eine Sanierung ist eigentlich in jedem Falle sinnvoll, wenn Asbest in der Umgebung vorliegt. Werden bestimmte Werte in Innenräumen überstiegen, muss es gemacht werden, wobei es tatsächlich in der Gesetzgebung noch nicht verankert ist. Auch Dächer, welche Asbest enthalten, müssen spätestens dann saniert werden, wenn eine Solaranlage eingebaut werden soll, da diese nicht auf Asbestzement errichtet werden dürfen.
Bei der Sanierung gibt es, ähnlich wie bei der Entsorgung von Asbest, einige Grundregeln, die beachtet werden müssen. Platten aus Asbest dürfen auf keinen Fall gebrochen oder anderweitig beschädigt werden. Zudem dürfen sie auch nicht abgeschliffen oder mit einer Stahlbürste bearbeitet werden, da auch hier eine Staubbelastung anfällt. Ebenso wenig dürfen Materialien aus Asbest mit einem Hochdruckreiniger angegangen werden oder auf andere Art gereinigt werden, bei der Staubpartikel abgetragen werden. Für die Entsorgung am Ende gibt es dann noch gesonderte Regelungen.
Kosten einer Asbestsanierung
Die Kosten einer Sanierung kann man nicht pauschal angeben. Diese hängen ab von der Größe bzw. Höhe des zu sanierenden Daches bzw. des Raumes, es fallen Gerüstkosten an, und auch vom Fachbetrieb selbst, welcher dafür engagiert wird. Wird ein Dach saniert, müssen auch Kleinigkeiten wie Schornsteine oder Dachrinnen mit eingerechnet werden, da diese Asbestmenge und Arbeitsaufwand erhöhen.
Es muss immer bedacht werden, dass oftmals zu den Sanierungskosten selbst zusätzlich noch die Entsorgungskosten für anfallenden Asbestmüll kommen, wenn man ihn selbst zu einem Wertstoffhof bringen möchte. Gegen einen Aufpreis machen dies auch einige Fachbetriebe, doch fallen hier zumeist mehr Kosten an, als wenn es der Kunde selbst zur Entsorgung bringt. So sind 30 bis 50€ pro Quadratmeter keine Seltenheit.
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