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Entsorgung von Asbestzement

Bei Asbest handelt es sich um eine Gruppe natürlich vorkommende Silikat-Minerale. Diese Minerale kommen an vielen Stellen eingebettet ...



in der Erdkruste vor.

asbest-entsorgung_flSie sind faserförmig, die einzelnen Fasern sind dabei sehr winzig. Eben weil diese so klein sind, können sie sich in den Lungenbläschen (Alveolen) ablagern. Schon eine geringe Belastung kann hier zu einer Staublungenkrankheit (Asbestose) führen. Im schlimmsten Fall und bei regelmäßiger, hoher Belastung kann sie zum Tod führen. Zudem erhöht eine Belastung durch Asbest die Gefahr von Lungenkrebs. 

Wegen dieser Gesundheitsgefahr darf mit Asbest nicht mehr gebaut werden.

Asbestabfälle werden im Groben in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt: Zum einen gibt es Asbestprodukte mit fester Faserbindung, wozu besonders Produkte aus Asbestzement gehören, die zumeist aus Platten (eben oder mit Profil) bestehen oder auch in Form von Rohren viel Einsatz beim Bauen fanden.

Auch Bremsbeläge wurden aus Asbest mit fester Faserbindung gemacht.Zum anderen gibt es dann noch Asbestprodukte mit schwacher Faserbindung. In diese Gruppe fallen vor allem Spritzasbest, aber auch Leichtbauplatten, Asbestpappen, aber auch Dichtungsschnüre und Ähnliches.

Diese Materialien wurden vor allem in der Richtung Brandschutz (wegen der extrem ...



hohen Hitzebeständigkeit von Asbest) oder auch für Schallschutz (weil Asbest auch hervorragend isoliert). Wegen der guten Isolationsfähigkeit wurde Asbest auch zum Schutz vor Wärme und Feuchtigkeit eingesetzt. Besonders bei Materialien mit schwacher Faserbindung kommt es oftmals zur Freisetzung von Fasern, was diese Produkte gesundheitsschädlicher macht als Produkte mit fester Faserbindung.

Korrekte Entsorgung von Asbestzement

Die Unterteilung in schwache und feste Faserbindungen ist besonders bei der Entsorgung von Asbestabfällen wichtig. Schwache Faserbindungen sind überwachungsbedürftig. Es ist wichtig, dass die Entsorgung von Asbestabfällen nur von einem Fachbetrieb durchgeführt wird. Übrigens muss dieser die Tätigkeit dann auch beim Gewerbeamt anmelden. Die Firma muss dabei einen Sachkundenachweis nach TRGS 519 (technische Regeln für Gefahrstoffe) vorweisen. Bei dem Ausbau von Asbestzementplatten muss beachtet werden, dass an den Platten keinerlei Schäden entstehen.

Unter anderen Umständen würde Asbeststaub freigesetzt. Daher müssen die Platten immer befeuchtet sein und müssen in einem Stück entfernt werden. Nachdem die Platten fachgerecht ausgebaut wurden, müssen sie auf einen Wertstoffhof gebracht werden. Dabei sollten sie in BigBags verpackt werden. Hierbei handelt es sich um spezielle Kunststoffsäcke. Sind diese nicht zu bekommen, so können in Ausnahmefällen geschlossene Abfallcontainer verwendet werden.

Kosten

Die Kosten für Asbestentsorgung sind zumeist nicht höher als für normalen Hausmüll. Dies liegt daran, dass sie zum einen in den BigBags gelagert werden, zum anderen richten sich die Preise auf den Wertstoffhöfen nach Gewicht. Platten, die größer sind als 2m³ können dort allerdings nicht mehr deponiert werden. Es ist dennoch durchaus sinnvoll, sich bei mehreren Anbietern und Wertstoffhöfen über die Kosten zu informieren, da es auch hier zu preislichen Unterschieden kommen kann.