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Spritzbeton - Eigenschaften, Preise, Verarbeitung

Spritzbeton verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er in einer geschlossenen Rohr- oder Schlauchleitung bis zur ...



Einbaustelle befördert und dort aus einer Spritzdüse pneumatisch aufgetragen und durch die Aufprallenergie verdichtet wird.

estrich_flEs ist normaler Beton, welcher allerdings in einem besonderen Verfahren hergestellt und eingebaut wird. Spritzbeton wird heute recht häufig verwendet. Besonders beliebt ist er bei der Ausbesserung und Verstärkung von Betonbauteilen und zur Felskonsolidierung. Außerdem kommt er beim temporären Ausbau im Tunnelbau zum Einsatz.

Beim eigentlichen Spritzvorgang prallt ein Teil der Spritzmasse ab. Dadurch ergibt sich eine nicht unerhebliche Änderung der Ausgangsmischung. Dies muss schon bei der Planung berücksichtigt werden, weil sich damit die Betoneigenschaften verändern können. Es ist also nicht einfach, den richtigen Spritzbeton herzustellen. Deswegen haben sich einige Firmen speziell auf diesen Beton spezialisiert und kennen sich besonders gut mit ihm aus.

Eigenschaften

Im Prinzip hat Spritzbeton die gleichen Eigenschaften wie Beton. Allerdings darf man nicht vergessen, den Rückprall mit einzurechnen. Dieser führt zu einem Verlust der grobkörnigen Zuschläge und damit zu einer Zunahme des Zementgehaltes. 1000 Liter Trockenmischung ergeben nur etwa 555 Liter Festspritzbeton. Etwa 25 ...



Prozent der Masse gehen verloren.
 
Beim Trockenspritzbeton ist die genaue Wassermenge wichtig. Ist zu wenig Wasser da, staubt es kräftig, ist zu viel davon vorhanden, haftet der Beton nicht an der Oberfläche, sondern fließt ab. Bei der Zusammensetzung des Mischungsentwurfes dürfen keine Fehler gemacht werden. Die Bestandteile müssen genau berechnet werden. Alle Zugabfaktoren mit allen Auswirkungen sind zu berücksichtigen.

Verarbeitung

Normaler Beton wird angemischt, mittels Fördergeräten in eine Schalung eingebracht und erst dann verdichtet. Spritzbeton wird anders verarbeitet. Eine nur teilweise hergestellte Ausgangsmischung wird durch Schläuche geblasen. Dabei fliegt die Masse am Ende des Schlauches durch eine Düse und wird dort mit den restlichen Frischbetonkomponenten vermischt. Gleichzeitig wird die Masse eingebaut und verdichtet.

Es kommen zwei unterschiedliche Mischverfahren zur Anwendung, einmal das Nass- und einmal das Trockenspritzverfahren. Wie der Name schon sagt, werden bei dem Trockenspritzverfahren die Zutaten, nämlich Zement und Zuschlagstoffe trocken vermischt. Durch Druckluftstrom werden sie durch den Schlauch zu einer Mischdüse befördert. Dort wird erst Wasser zugeführt. Die Masse wird mit einem ununterbrochenen Strahl aufgetragen. Das Trockenspritzbetonverfahren ist ideal für die Sanierung von Fugen, besonders bei historischen Bauwerken aus Natursteinen.

Beim Nasspritzverfahren werden die Zutaten, also Zement, Zuschlagstoffe und Wasser gleich zusammengemischt. Alles wird mittels einer Mörtelpumpe zu einer Spritzdüse befördert. Mittels Druckluft wird die Masse zerstäubt und aufgetragen. Da am Ende des Schlauches eine Verengung sitzt, wird die Mischung beschleunigt. Damit wird die Verdichtungsenergie erhöht. Man kann mit diesem Verfahren eine gleich bleibende Qualität des Betons erzielen.

Preise

Spritzbeton ist oft etwas teurer als normaler Beton. Die Preise richten sich nach der Zusammensetzung, der benötigten Menge und dem Anfahrtsweg. Genaue Preise erfährt man, wenn man sich ein Angebot einholt. Um Vergleichen zu können, ist es sinnvoll, mehrere Angebote einzuholen.