Tipps zum Glasschneiden
Suchen Sie sich eine Arbeitsumgebung aus nicht brennbarem Material, die Weinflaschen könnten zum Beispiel beim Abbrennen des Fadens ...auf einem Steinboden stehen, ein Edelstahltopf könnte zum anschließenden Eintauchen verwendet werden.
Der richtige Arbeitsablauf
- Arbeiten Sie mit Schutzbrille und Handschuhen.
- Binden Sie einen Küchenfaden (Baumwollfaden) um die Flasche, ziehen Sie ihn nach oben ab und tauchen Sie ihn in Spiritus oder Aceton.
- Streifen Sie den Faden wieder über die Flasche, zünden Sie diesen an und achten Sie darauf, dass er rundum abbrennt (meist wird man die Flasche am unteren Ende anfassen, anheben und beim Abbrennen etwas drehen).
- Tauchen Sie die Flasche anschließend in einen Behälter mit kaltem Wasser. Durch den Temperaturunterschied springt der obere Teil ab, es ergibt sich allerdings in der Regel eine unregelmäßige Schnittkante.
- Wenn beim Abschleifen leichte Wellen bleiben, sieht das jedoch durchaus reizvoll aus.
- Die obere Kante sollte sehr sorgfältig entgratet werden: Die Schleifkanten sollten auch zu den Seiten hin samtweich sein, damit Sie sich beim Gebrauch der Flaschen nicht verletzen.
Eine andere Methode besteht darin, den Glasschneider sehr fest mit Zwingen an einem Tisch zu befestigen und die Flasche rasch und mit Druck am Glasschneider drehend ...
zu ritzen, wobei die allgemeinen Hinweise wie man Glas richtig schneiden kann, befolgt werden sollten. Mit etwas Glück entsteht so eine ganz gerade Schnittkante (die selbstverständlich genauso sorgfältig entgratet werden sollte). Sie können so ganze Batterien von Glasvasen herstellen, vielleicht in in unterschiedlichen Höhen. Die Weinflaschen haben meist nicht genau die gleiche Färbung, also Grün ist nicht gleich Grün und Braun nicht gleich Braun, das sieht beim Nebeneinanderstellen mehrerer Exemplare sehr reizvoll aus.
Glas richtig brechen
Entscheidend für den Bruch des Glases sind die Spannungen, die der Glasschneider verursacht, die Ritze, die er macht, hat keine Bedeutung. Würde man einen ähnlich tiefen Einschnitt in das Glas einschleifen, würde es nicht an dieser Ritze entlang brechen. Wenn der Glasschneider mit Schneidöl arbeitet, lagern sich die Moleküle dieser Flüssigkeit an die Spitze des Risses an machen weniger Energie notwendig, um die Moleküle des Glases aufzubrechen.
Die verwendete Flüssigkeit muss dünnflüssig sein, ihre Moleküle sollten möglichst klein sein und sie sollten eine möglichst hohe Bindungsenergie haben. Diese Voraussetzungen werden von Schneidöl erfüllt und von Leichtlauföl wie Nähmaschinenöl und auch von Wasser. Es werden jedoch lieber die Öle als Wasser verwendet, weil dieses die Korrosion von Metallteilen des Glasschneiders fördern könnte.
Tauchen Sie deshalb die Spitze des Glasschneiders vor dem Schnitt in ein Schneidöl, ersatzweise können Leichtlauföle oder ausnahmsweise auch Wasser verwendet werden, wenn der Glasschneider anschließend gut getrocknet wird. Es gibt übrigens auch Glasschneider, die Schneidöl im Griff führen.
Der richtige Schneidewinkel für verschiedene Glasstärken
Der Schneidewinkel ist der Winkel, in dem die Seiten des Schneidrädchens eines Glasschneiders zusammenlaufen. Je dicker das Glas, desto größer muss der Schneidwinkel sein, ein Glas von 2 mm wird am besten mit einem Glasschneider mit 120-Grad-Winkel geschnitten, bei Glas von 2,5 cm Dicke sind 165 Grad der optimale Schneidwinkel.
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