Haftputz innen & außen auftragen und verarbeiten

Gleich, ob im Freien oder Inneren, Putz hilft, großflächige Konstruktionen aus Ziegeln, Blocksteinen oder Beton gegen Erschütterungen oder die Widrigkeiten des Wetters zu schützen.

verputzen3 flIm Freien spielt Putz aber auch eine dekorative Rolle, da die Baumaterialien zumeist nicht besonders schön anzusehen sind. Verzichten Sie also auf diese Arbeit nicht. Im Inneren sorgen vor allem Haftputze auf Gipsbasis dafür, dass Sie plane Oberflächen erhalten, auf die Sie dann einen entsprechenden Abschluss bringen können. Die Dicke einer Gipsschicht sollte ungefähr 2 cm betragen. Gipsputz ist in der Regel der ideale Untergrund für weitere Abschlussarbeiten. Da Gipsputz ein gutes Isoliermittel ist, sorgt es darüber hinaus für eine bemerkenswerte Feuchtigkeitsregulierung.

Vorbereiten des Mauerwerks

Gips eignet sich für die unterschiedlichsten Mauertypen. Das Mauerwerk sollte in einem tadellosen Zustand und sauber sein. Bei altem Mauerwerk müssen Sie selbstverständlich alle schadhaften Teile ausbessern. Benutzen Sie zu diesen Reinigungsarbeiten einen Hammer und einen entsprechenden Meißel oder einen Maurerhammer. Waschen Sie daraufhin das Mauerwerk richtig ab, um die alte Farbe aber auch um fettige oder ölige Flecken zu entfernen, die ein Haften des Putzes verhindern. Sofern Sie dafür ein chemisches Lösungsmittel verwenden müssen - in der Regel genügt Wasser waschen Sie die Wand danach gründlich mit klarem Wasser ab.

Zubereitung des Putzes
  • Bereiten Sie den Putz am besten in einem Mörtelkasten zu, indem Sie auf 1 Teil Putz 2 Teile Wasser geben. Zu flüssiger Haftputz ist nicht einfach aufzutragen und bleibt schlecht an der Wand haften. Vergessen Sie nicht, den zubereiteten Haftputz etwa fünf Minuten stehenzulassen, bevor Sie
    ihn verarbeiten. Das ist in etwa die
    Zeit, die Gips benötigt, um "aufzuquellen".
  • Bereiten Sie nicht zuviel Putz zu. Um eine Fläche von einem Meter Länge mit einer 2 cm dicken Putzschicht
    zu bedecken, brauchen Sie etwa 20 Liter Gips. Während dieser Zeit können Sie zum Beispiel Ihre Spachtel schärfen, was Ihnen beim Glätten des Putzes helfen wird.
Auftragen des Putzes

Sobald Sie die vorangegangenen Schritte erledigt haben, können Sie daran gehen, den Putz aufzutragen. Diese Arbeit vollzieht sich in genau zwei Schritten:
  • Bringen Sie in einem ersten Schritt so viel Putz auf, wie Sie für die Seitenlänge von 60 cm benötigen. Dieser etwas grobe Auftrag sollte ausreichend dick sein.
  • Der zweite Schritt besteht nun darin, diese Schicht zu glätten. Um diesen Schritt erfolgreich ausführen zu können, verteilen Sie den Putz großflächig auf der entsprechenden Oberfläche.
  • Verziehen Sie dannverputzen2 fl den Putz, indem Sie die Spachtel so in die Hand nehmen, dass Ihre Finger auf der Spachtel liegen. Verteilen Sie den überschüssigen Putz auf die noch zu verputzende Fläche.
Oftmals ist es recht hilfreich, in die andere Hand ebenfalls eine Spachtel zu nehmen, um überflüssigen Putz von der Spachtel abzuziehen.

Selbstverständlich können Sie für die Arbeit auch eine Flächenspachtel verwenden. Der Vorteil eines derartigen Geräts liegt vor allem darin, dass Sie damit wesentlich größere Flächen verputzen können. Im weiteren Fortgang der Arbeit wiederholen Sie einfach die beiden Schritte, die das ganze Geheimnis des Verputzens darstellen: Grobauftrag und dann sauberes Verziehen.
  • Wenn Sie feststellen sollten dass Sie zuviel Gips zubereitet haben und der Rest anfängt, in dem Mörtelkasten zu erhärten, fügen Sie auf keinen Fall Wasser hinzu und verarbeiten Sie ihn nicht mehr! Schmeißen Sie ihn lieber weg und bereiten Sie, sofern nötig, neuen Putz zu.
Abschlussarbeit

Sobald der Gips beginnt zu erhärten, aber noch nicht ganz durchgetrocknet ist, besteht die Möglichkeit, die Oberfläche erneut zu bearbeiten, falls sie noch nicht ganz eben ist. Dazu verwendet man am besten eine Zahnspachtel, die es
in verschiedenen Zahnungen gibt. Mit ihr können Sie die Gipsoberfläche gut aufrauhen, so dass die abschließende Schicht hält. Sobald der Putz fertig aufgetragen ist, reinigen Sie die Scheuerleisten oder die Türrahmen mit Hilfe eines feuchten Schwamms.