Pitch Pine: Holz für Dielen & Parkett
Holz im Wohnbereich erfreut sich als Fußbodenbelag ungebrochener Beliebtheit, wegen der vielen positiven Eigenschaften ...
durchaus zu Recht. Holz ist angenehm zu begehen, auch für Gelenke und Wirbelsäule, weil es etwas federt beim Gehen.
Es schafft einen fußwarmen Boden, der hygienisch, leicht zu reinigen und gemütlich ist. Wie lange ein Holzboden hält, hängt maßgeblich von der Holzart ab. Unsere haltbarsten einheimischen Hölzer sind selten und daher nicht sehr preiswert, die heimische Kiefer, die fast alle lieben, ist als Fußbodenholz eigentlich zu weich. Deshalb hat Pitch Pine schon eine Karriere als Dielenholz hinter sich und wohl jetzt wieder eine vor sich.
Pitch Pine - Eigenschaften und Vorteile
- Das echte Pitch Pine ist abgesehen von Eibenholz das härteste handelbare Nadelholz. Das Splintholz ist gelblich weiß bis blass braun, das Kernholz gelblich braun bis braun und matt glänzend, Poren sind nicht vorhanden. In gutem Pitch-Pine-Kernholz soll die mittlere Jahresringbreite nicht größer als 4 Millimeter sein.
- Wegen der guten Festigkeitseigenschaften wird Pitch Pine überall dort eingesetzt, wo andere Kiefernhölzer, Lärche oder Oregon Pine (Douglasie) nicht fest genug sind. Zum Beispiel als Konstruktionsholz für ...
Fenster und Türen, Treppen und Tore und Dielen oder Parkett für stark benutzte Fußböden. Auf Pitch Pine ist zurückzuführen, dass einen Markt für alte Dielen gibt, da dieses Holz in der Gründerzeit sehr häufig in Gebäuden verbaut wurde, die damals verbauten hochwertigen Holzqualitäten sind rar.
Was ist Pitch Pine?
- Der Begriff Pitch Pine bezeichnet eine besondere Qualität von Kiefernholz. Der Ausdruck kommt vom englischen Namen der Pechkiefer, der Pinus rigida und wird im Englischen auch als einer von mehreren Begriffen für die Bezeichnung der Sumpfkiefer, Pinus palustris, verwendet. Er benennt aber keine spezielle botanische Art, sondern ist von der Holzwirtschaft als Sammelbegriff für die beste Qualität Nadelholz gewählt worden. Damit wurde ursprünglich Kernholz mit sehr feinen Jahresringen (unter 1 mm Breite) bezeichnet, das sehr harzreich und mit ca. 710 Gramm pro Quadratdezimeter auch sehr schwer ist.
- Dieses härteste Nadelholz der Welt ist heute kaum noch zu bekommen. Diese Holzqualität kam ursprünglich aus dem Südwesten der USA und Mittelamerika. Besonders Honduras Pitch Pine kam von sehr alten und großen Bäumen, die inzwischen alle gefällt sind. Das Kernholz dieses Baumes war die erste Pitch Pine, die in Deutschland bekannt wurde. Dieser Baum wurde stark gehandelt, bald wurde der Bestand an splintarmen und mit feinen Jahresringen ausgestatteten Hölzern so klein, dass eine vergleichbare Qualität nur noch aus Mittelamerika importiert werden konnte. Das sind andere Kiefernarten, im Tiefland wächst die Pinus caribaea, im Hochland die Pinus oocarpa. Auch im Südosten der Vereinigten Staaten haben gleich mehrere Kiefernarten ihre Heimat, deren Holz besonders schwer und harzreich ist, daneben wird noch heute Holz von den Bahamas und aus Mittelamerika (Guatemala, Honduras, Nicaragua) importiert.
Echtes Pitch Pine?
- Vor allem im Südosten der USA wird wieder aufgeforstet und das so gewonnene Holz exportiert. Diese Kiefernhölzer der Pinus taeda sind noch sehr jung, haben durch schnelles Wachstum oft weit auseinanderliegende Jahresringe und sind arm an Kernholz oder bestehen nur aus Splintholz. Im deutschen Handel heißen diese Qualitäten Yellow Pine oder Carolina Pine. Da aber auch diese Arten schwere Hölzer liefern können, werden sie immer wieder ohne Rücksicht auf ihren Splintanteil falsch als Pitch Pine bezeichnet.
- Auch Red Pine wird gelegentlich mit Pitch Pine verwechselt, es handelt sich hier um das der hiesigen Kiefer ähnliche (also weniger feste) Holz der Pinus resinosa. Southern Yellow Pine kann Pitch Pine sein, wird aber auch für außerhalb der USA angebautes Holz verwendet, das eine dem Carolina Pine ähnliche Qualität hat. Bei Lieferungen aus Mittelamerika wird dem als Pitch Pine bezeichneten Holz gelegentlich das hellere und leichtere Holz der Pinabete (Pinus pseudostrobus) beigemischt.
- Deshalb ist es nicht sehr sicher, dass Sie das harte Pitch Pine bekommen, wenn Sie es aufgrund seiner Festigkeit kaufen möchten. Sie müssen sich sehr genau über die Herkunft der Hölzer und die Handelsbezeichnung informieren, um das Holz genau einsortieren zu können. Außerdem müssen Sie darauf achten, Kernholz zu bekommen.
Besonderheiten beim Umgang mit Pitch Pine
- Streng unterschieden werden muss bei Pitch Pine zwischen Kernholz und Splintholz, die unterschiedlich hart und auch unterschiedlich pilzfest sind, nur das Kernholz tut sich in dieser Beziehung besonders hervor. Auch Frühholz und Spätholz weisen ausgeprägte Härteunterschiede auf.
- Bei diesen sehr harzreichen Qualitäten kann es zu Schwierigkeiten bei der Bearbeitung wie Verschmieren der Sägezähne kommen, außerdem kann die Haltbarkeit einer Verleimung durch das Harz beeinflusst werden. Bevor ein Anstrich aufgetragen wird, wird für stark harzige Hölzer ein Entharzen mit Nitropräparaten empfohlen.
- Echtes Pitch Pine kann für ähnliche Beanspruchungen außen und innen durch schwere Qualitäten von Oregon Pine (Douglasie) und Lärche ersetzt werden.
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