Dachrinne: montieren (anbringen) & abdichten
Die Dachrinne erfüllt an einem Gebäude eine sehr wichtige Aufgabe, denn durch sie wird Regenwasser, Schnee ...und Schmelzwasser auf den Boden geleitet.
Würde dies nicht geschehen, kann es zu sehr schwerwiegenden Schäden an der Bausubstanz und der Fassade eines Hauses kommen. Da ein solcher Schaden nicht nur weitere Kosten nach sich zieht, sondern im schlimmsten Fall auch dafür sorgen kann, dass ein Gebäude völlig unbewohnbar wird, ist es wichtig, eine Dachrinne zu montieren.
Hierbei kommt es nicht nur auf die Wahl des richtigen Materials an, Dachrinnen gibt es aus Zink, Kupfer, Kunststoff und weiteren metallischen Verbindungen, sondern auch auf die fachgerechte Montage und Abdichtung der einzelnen Elemente. Wie eine Dachrinne montiert und abgedichtet wird, ist vom Material abhängig.
Die Dachrinne aus Kunststoff montieren und abdichten
Dachrinnen aus Kunststoff sind die einfachste Art, eine Dachrinne an das Haus anzubringen. Zunächst werden die Rinnenhalter nach Herstellerangaben montiert, wobei ein leichtes Gefälle zu berücksichtigen ist. Dann werden die einzelnen Elemente der Dachrinne in den Halterungen verschraubt, wobei darauf zu achten ist, dass die Elemente nebeneinander perfekt in die vorgegebenen Stecksysteme eingebracht ...
werden.
Eine Dachrinne aus Kunststoff muss weder verleimt und verschweißt werden, denn sie wird einfach nur ineinander gesteckt. Das bedingt auch, dass keine besondere Abdichtung geschaffen werden muss.
Die einzelnen Teile eines Systems sind so aufeinander abgestimmt, dass bereits mit dem ineinander stecken eine perfekte Abdichtung gegeben ist. Das ist nicht nur eine enorme Arbeitserleichterung, sondern senkt auch immens die Kosten.
Eine Dachrinne aus Zink oder Kupfer montieren und abdichten
Die Montage und das Abdichten von einer Dachrinne aus Zink sind dem einer Dachrinne aus Kupfer sehr ähnlich. Entscheidend ist an dieser Stelle zu wissen, dass hierbei Lötarbeiten ausgeführt werden müssen. Nicht jeder Heimwerker kann automatisch auch löten und hat man diese Arbeit noch nie ausgeführt, ist es denkbar schlecht, die ersten Erfahrung bei einer so wichtigen Sache wie einer Dachrinne zu sammeln.
Hier sollte man lieber die Mehrkosten in Kauf nehmen und eine Dachrinne und Zink oder Kupfer von einem Fachmann anbringen, oder zumindest verlöten zu lassen. Wer allerdings schon mal gelötet hat und auch über die erforderlichen Arbeitsmaterialien und Werkzeuge verfügt, kann die einzelnen Elemente der Dachrinne auch selbst löten.
In jedem Fall selbst durchführen kann man die Vorarbeiten. So müssen bei einer Dachrinne aus Zink oder Kupfer zunächst ebenfalls Rinnenhalter an das Dach montiert werden. In diese werden dann die einzelnen Elemente der Dachrinne fixiert. Dies erfolgt in der Regel nach den individuellen Angaben des Herstellers.
Für die Abdichtung einer Dachrinne aus Metall kommt nun das Löten ins Spiel. Hierfür müssen sich die einzelnen Teile zehn bis 15 Millimeter überlappen. Mit einem Pinsel wird dann auf diese Überlappung das Flussmittel aufgetragen.
Nun wird der Lötkolben auf eine Arbeitstemperatur von 250 Grad Celsius erhitzt, auf die Überlappung gesetzt und das Lot in der erforderlichen Menge abgeschmolzen. Dabei muss unbedingt mit einem gleichbleibenden Druck gearbeitet werden, damit die Naht gleichmäßig und vor allem stabil wird.
Im Anschluss werden durch zu Hilfenahme von einem feuchten Lappen die Rückstände des Flussmittels entfernt. Rein optisch kann eine Verschönerung erreicht werden, indem für die Entfernung des überstehenden Flussmittels ein spezielles Pflegeöl verwendet wird.
Wie erwähnt sind das Löten und damit die perfekte Abdichtung der Regenrinne nicht ganz so einfach und bedürfen ein wenig Übung. Werden sie aber fachgerecht ausgeführt, hat man mit der Anschaffung einer Regenrinne aus Zink oder Kupfer eine Anschaffung fürs Leben getätigt.
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