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Fußbodenaufbau bei einer Fußbodenheizung

Der richtige Fußbodenaufbau beeinflusst die richtige Funktion der Fußbodenheizung maßgeblich. Egal, welchen Bodenbelag man verlegen möchte, der ...



Aufbau ist enorm wichtig. Man kann die Heizung nass und trocken verlegen.

heizkoerper-fussboden2_flNassverlegung

Am gebräuchlichsten, vor allem bei Neubauten, ist die Nassverlegung. Dabei werden die Heizungsrohre auf Noppenmatten und Trägerroste gelegt und mit Rohrclips oder Schellen befestigt. Alles zusammen wird mit Estrich, Zementestrich oder Anhydritestrich übergossen. Durch den Estrich wird die Wärme übertragen. Der Wärmeübergang zum Fußboden ist sehr gut. Allerdings muss man dem Estrich Zusatzstoffe beifügen. Man nennt diesen auch Heizestrich. Die Estrichschicht ist etwa 40 bis 70 mm dick. Er muss die Heizungsrohre vollständig umschließen. Wichtig ist eine Rohrpolsterung, also eine Polsterung um die Rohre herum, bevor Estrich übergegossen wird. Da sich die Rohre bei den unterschiedlichen Temperaturen ausdehnen oder zusammenziehen, ist die Polsterung als Schutz vorgesehen. Ohne diese kommt es unweigerlich zu Rohrbrüchen.

Für größere Räume müssen Dehnungsfugen im Estrich eingeplant werden. Auch dieser dehnt sich bei Erwärmung etwas aus und die Fugen verhindern, dass Risse entstehen. Am Rand des Fußbodens müssen Dämmstreifen zur Wand hin eingefügt werden. Auch sie sind ...



zur Verhinderung von Rissen da.

Trockenverlegung

Auch hierbei werden die Rohre auf Noppenmatten, in Rillen von Wärmeplatten oder ähnlichem verlegt. Allerdings kommt dabei kein Heizestrich zum Einsatz. Es werden Trockenbauplatten genutzt. Das können Glasfaserplatten oder Holzspanplatten sein. Mit ihnen deckt man die Rohrschleifen ab. Der Vorteil ist, dass sich die Rohre ungehindert ausdehnen und zusammenziehen können. Auch erfolgt die Montage sehr schnell. Lange Trockenzeiten entfallen. Allerdings gibt es auch Nachteile. So muss die Vorlauftemperatur höher sein, da die Wärmeübertragung nicht so gut ist, wie das bei Heizestrich der Fall ist. Die Trockenverlegung wird meist dann genutzt, wenn man eine Fußbodenheizung nachträglich einbauen möchte, der Platz für den Bodenaufbau aber nicht ausreicht. Die Aufbauhöhe bei der Trockenverlegung ist deutlich geringer als bei der Nassverlegung.

Allgemeines

Sowohl bei der Nass-, als auch bei der Trockenverlegung kann man Leitbleche aus Aluminium über die Rohre verlegen. Diese gewährleisten und erhöhen den Wärmeübergang und die gleichmäßige Wärmeverteilung. Da die Rohre ihre Wärme nach allen Seiten hin abgeben, ist eine Wärmedämmung unterhalb der Rohrschlangen im Rohfußboden absolut notwendig, vor allem, wenn eine Unterkellerung fehlt oder unbeheizte Räumen darunter liegen. Eine Trittschalldämmung im Fußbodenaufbau gehört ebenfalls dazu. Sie verhindert, dass sich Körperschall und Trittgeräusche in die Umgebung ausbreiten.

Vereinfacht kann man sagen, die Fußbodenkonstruktion für eine Fußbodenheizung besteht aus:   

  • einem tragenden Untergrund, meist einer Betondecke
  • einer Dampf- und Feuchtigkeitssperre bei Feuchträumen
  • der Wärme- und Trittschalldämmung
  • einer Dämmschichtabdeckung
  • Estrich
  • Heizung
  • Bodenbelag