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Fußbodenheizung nachrüsten - Nachrüstung sinnvoll?

Wer eine Fußbodenheizung besitzt, weiß, wie angenehm so etwas ist. Keine kalten Füße mehr, auch wenn ...



man keinen Keller darunter hat, und eine angenehme, gleichmäßig verteilte Wärme.

heizkoerper-fussboden_flBei einem Neubau ist es kein Problem, eine Fußbodenheizung gleich mit einzubauen. Bei einer Renovierung muss sie oft nachgerüstet werden. Das ist nicht immer ganz einfach und kann mit erheblichem Mehraufwand und auch mit Mehrkosten verbunden sein.

Bautechnische Gegebenheiten

Um eine Fußbodenheizung einbauen zu können, ist eine bestimmte Konstruktionshöhe erforderlich, in der Regel 30 mm. Es gibt aber auch Fußbodenkonstruktionen mit einer Höhe von 15 mm. Der Untergrund muss sehr stabil sein.  Die meisten Hersteller von Fußbodenheizungen haben inzwischen Heizungsanlagen im Angebot, die sich an dem geringen Platzbedarf orientieren. Sie haben geringe Flächenlasten- und Aufbauhöhen. Leichte Verbundkonstruktionen können sogar direkt auf alten Estrichuntergründen verlegt werden. Das ist günstig, da es Arbeit und Kosten spart. Wer in ein altes Haus Fußbodenheizung einbaut, muss außerdem darauf achten, dass Fenster und Gebäudewände gut wärmegedämmt sind. Ansonsten kommen die Vorteile einer solchen Heizung nicht zum Tragen.

Wenn die bautechnischen Voraussetzungen gegeben sind, macht es durchaus Sinn, ...



eine Fußbodenheizung nachzurüsten. Besonders günstig ist es, wenn als Heizsystem eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen soll. Gerade bei Wärmepumpen und thermischen Solaranlagen lassen sich die recht niedrigen Systemtemperaturen effizient nutzen. Da kommen Wandheizkörper nicht mit. Außerdem ist der Energieverbrauch niedriger.

Holzbalkendecke und Konstruktionshöhe

Schwierig mit dem Einbau einer Fußbodenheizung wird es, wenn die erforderliche Konstruktionshöhe nicht zur Verfügung steht. Untergründe wie Holzbalkendecken halten der Belastung nicht stand. Für die niedrige Konstruktionshöhe gibt es viele verschiedene Fußbodenheizungssysteme, die damit klar kommen und durch geringste Aufbauhöhen überzeugen. Diese haben dann auch eine geringe Flächenlast und lassen sich auf Holzbalkendecken einbauen. Es ist meist nur eine dünnschichtige Ausgleichsmasse nötig oder aber ein spezieller Estrich. Alter Estrich muss in der Regel nicht entfernt werden.

Systeme

Günstig für den nachträglichen Einbau sind Fußbodenheizungen der Hersteller BK Therm (System Ondol) und der Anbieter Effidur und Uponor. Das System Ondol überzeugt durch seine sehr geringe Aufbauhöhe. Die anderen beiden Systeme bieten laut Hersteller den Vorteil, dass der Raum nach Installation nach drei bis fünf Stunden schon wieder begehbar ist. Schon nach wenigen Tagen kann mit der Funktionsheizung begonnen werden. Ideal für diese Heizsysteme ist die Verlegung mit Trockenestrich, da dieser nicht wochenlang austrocknen muss, wie das bei Nassestrich der Fall ist. Der Hersteller Wolf Bavaria wirbt mit seinem Heizsystem PowerFloor Slimline. Es soll die schlankste Fußbodenheizung sein, die derzeit auf dem Markt ist. Sie hat eine Aufbauhöhe von nur 19 mm.

Warum lieber konventionelle Lösung?

So extrem dünne Heizsystem sind ökologisch nicht immer sinnvoll. Bei einer Kernsanierung ist es deshalb oft besser, den vorhandenen Estrich auszutauschen und eine herkömmliche Fußbodenheizung einzubauen. Das macht auch Sinn, wenn die Geschossdecke eine zusätzliche Dämmung benötigt. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.