Brennholzunterstand selber bauen - eine Bauanleitung
Heizen mit Brennholz bewirkt nicht nur eine ausgesprochen gemütliche Atmosphäre im Raum. Viele Menschen fühlen ...sich auch an die Kindheit erinnert, und außerdem bringt ein Kamin zusätzlichen Komfort.
In vielen Öfen kann das Teewasser erwärmt werden oder der Bratapfel geschmort werden, das ist köstlich und bequem. In Zeiten, in denen die Brennstoffpreise immer weiter in die Höhe steigen, ist das Heizen mit Holz jedoch auch ein wirtschaftlicher Faktor. Damit das Holz einen hohen Heizwert entwickelt, will es richtig behandelt werden.
Den Feuchtigkeitsgehalt von Holz senken
Nur richtig behandeltes und gelagertes Brennholz heizt und brennt optimal. Dazu muss es trocken gelagert werden. Da Lagerraum teuer ist, wird Brennholz eher zu feucht als zu trocken verkauft. Schnelle Gewissheit bringen Feuchtigkeitsmessgeräte: ab 17 Prozent Feuchtigkeit kann Holz verbrannt werden, ohne dass eine Versottung des Kamins befürchtet werden muss. Holz frisch aus dem Wald muss etwa 2 Jahre trocknen, bevor es diese Werte erreicht. Aber auch gekauftes Holz gewinnt bei trockener Lagerung: mit 5 % weniger Feuchtigkeit erreichen Sie 20 % mehr Heizleistung.
Am besten ist es, wenn die Holzscheite nicht zu eng gestapelt ...
an einem überdachten Ort lagern. So kann die Feuchte am besten aus dem Holz entweichen kann. Am schönsten ist natürlich ein Standort Richtung Süden, außerdem muss der Lagerplatz eine gute Luftzirkulation bieten. Wenn Sie den optimalen Platz für den Holzunterstand gefunden haben, sollten Sie einen nicht befestigten Fußboden so gut wie möglich begradigen, das geschieht mit Rechen und Wasserwaage.
Brennholzunterstand selber bauen
Ein einfacher, gut funktionierender Unterstand lässt sich in kurzer Zeit aus Holz selbst zusammenbauen. Zunächst brauchen Sie einige Europaletten. Diese erhalten Sie bei entsprechenden Händlern, mitunter in Baumärkten, manchmal werden sie auch gebraucht angeboten. Europaletten gibt es aus Holz und aus Kunststoff. Letztere sind meist aus Polyethylen hergestellt, ein absolut feuchtigkeitsbeständiger Kunststoff.
- Bodenplatte aus Europaletten
Die Europaletten werden als Boden des künftigen Holzunterstandes ausgelegt, Holzpaletten auf sechs gleichmäßig verteilten Pflastersteinen pro Palette. Die Paletten können miteinander verbunden werden, das erhöht die Stabilität der Konstruktion. Bei Holzpaletten können Sie flache Metallverbinder in die tiefer liegenden Rahmenhölzer schrauben, die Kunststoffpaletten können Sie durch fast unsichtbaren, fest verdrehten Draht verbinden.
- Rahmenkonstrukt aus Kanthölzern

Wenn Sie kein kesseldruckimprägniertes Holz gekauft haben, werden die Kanthölzer nach dem Schneiden mit Holzschutz gestrichen. An jede Ecke der Palette kommt eine Einschlagbodenhülse in Größe der Kanthölzer. Leichter lassen sich diese Pfostenträger einbringen, wenn Sie die Stelle mit einer Stange vorstanzen. Dann werden die Bodenhülsen eingeschlagen und mit der Winkelwasserwaage ausgerichtet. Jetzt können Sie die Kanthölzer in die Hülsen stecken, sie erneut mit der Wasserwaage ausrichten und befestigen. Nun werden die waagerechten Rahmenhölzer vorne und hinten aufgelegt und mit Schwerlast-Winkeln mit den Pfosten verbunden.
- Beplankung
- Abdeckung
Ganz zum Schluss wird das überstehende Dach mit Dachpappe abgedeckt. Schneiden Sie die Dachpappe so zu, dass sie die Dachfläche bedeckt und an den Seiten jeweils soweit umgeschlagen werden kann, dass die Fronten der Dachhölzer bedeckt werden. Sie wird einfach mit Dachpappennägeln auf die Dachfläche genagelt. Erst einmal wird am Rand der Dachfläche etwa alle 40 Zentimeter ein Nagel gesetzt, dann nageln Sie die Umschläge an die Dachsparren und die Seitenbalken.
Tipp der Redaktion
- Wenn Ihr Holzvorrat so klein ist, dass der Bau eines Unterstandes nicht wirklich lohnt, gibt es fertige Brennholzunterstände oder Brennholzregale zu kaufen.
Weiterführende Informationen