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Heizen mit Pellets - Pelletheizung

Pellets sind kleine gepresste Brennmaterialien, die aus Holzspänen oder Sägemehl, manchmal auch aus Stroh bestehen. Für sie gibt es spezielle Heizungsanlagen, die das Haus zentral heizen oder Öfen, mit denen einzelne Räume beheizt werden können. Sie sind in ihrer Heizleistung den herkömmlichen Heizungsanlagen vergleichbar, benutzen aber Brennstoffe aus erneuerbaren Energiequellen. Hauptsächlich werden hierfür Holzreste aus Hobel- und Sägewerken benutzt.

Der behagliche Pellet-Einzelofen

Pellet-Öfen für einzelne Räume sind mit den Kaminen vergleichbar, auch sie können mit einem Sichtfenster ausgestattet sein, durch welches das Feuer zu sehen ist und eine behagliche Atmosphäre schafft. Meist haben sie einen Vorratsbehälter für die Pellets, die automatisch in den Brennraum nachgefüllt werden, die Asche muss allerdings von Hand entfernt werden. Die Wärme wird direkt in den Raum abgegeben, kann aber auch dazu genutzt werden, Wasser, das um die Brennkammer geführt wird, aufzuheizen und für die Beheizung der anderen Räume zu nutzen.

Die Zentralheizung mit Pellets

Pellet-Zentralheizungen sind sehr gut für Ein- und Zweifamilienhäuser geeignet, werden aber auch in größere Gebäude eingebaut. Dabei werden die Pellets wie Heizöl periodisch in größeren Mengen bestellt und in der Nähe der Heizungsanlage gelagert. Durch eine Automatik wird von dort das nötige Brennmaterial in die Brennkammer gegeben und dort verbrannt. Durch die Hitze wird Wasser erwärmt, das dann genau wie bei anderen Heizungen durch die Heizungsrohre fließt und die Räume erwärmt. Pellet-Heizungen haben jedoch zusätzlich meist noch einen Warmwasserspeicher, der die Wärme speichert, bis sie benötigt wird. Eine Sonderform ist die Hybrid- oder Kombianlage, in der neben Pellets auch Scheitholz oder Hackschnitzel verfeuert werden können.

Seit 1997 dürfen Holzpellets in Deutschland für den Betrieb einer Heizungsanlage verwendet werden, seitdem fand eine rasante Entwicklung statt und es wurde eine Vielzahl solcher Anlagen installiert. Zwar sind die Anschaffungskosten für eine solche Pellet-Heizung höher als bei Gas- oder Ölheizungen, doch Pellets sind im Verbrauch günstiger als Gas oder Öl, wobei die Differenz je nach Tagespreis für Gas und Öl unterschiedlich hoch ausfällt. Auf diese Weise lassen sich mit der Zeit große Einsparungen bei den Heizkosten erzielen. 2000 Tonnen Pellets haben etwa die gleiche Energie wie 1000 Liter Heizöl und werden überwiegend aus Restmaterialien hergestellt, die bei der Holzverarbeitung anfallen. Der Einbau einer Pellet-Heizung wird staatlich unterstützt, indem ein Zuschuss gezahlt wird. Dabei wird eine zusätzliche Förderung gewährt, wenn das Gebäude ohnehin schon sehr energieeffizient ist oder es bereits eine Solarthermie-Anlage besitzt.

Wenn Sie sich für den Einbau einer solchen Pellet-Heizung interessieren, können Sie sich in diesem Ratgeber über alle Varianten, den Einbau und den Betrieb umfassend informieren.
 
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