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Mögliche Probleme beim Stromanbieterwechsel

Es gibt drei Arten von Problemen, die beim Stromanbieterwechsel auftreten können. Die beiden häufigsten Gründe sind mangelhafte ...



Kommunikation zwischen dem alten und neuen Stromanbieter – darauf hat der Kunde keinen Einfluss – und die Nicht-Einhaltung von Kündigungsfristen – darauf kann der Kunde Einfluss haben, falls der neue Stromanbieter nicht die Kündigung des alten Vertrages übernommen hat.

ImageDer letzte Grund ist voll und ganz dem Kunden zuzurechnen. Unvollständige, fehlerhafte oder schlecht leserliche Angaben auf Kündigung und Antrag können ebenfalls dazu führen, dass sich der Wechsel des Anbieters verzögert.

Was tun, wenn die Kommunikation zwischen altem und neuem Anbieter nicht klappt?

Leider hat man in diesem Falle kaum eine Handhabe. Manche Stromanbieter konkurrieren zu Lasten ihrer Kunden. Da will der alte Versorger den Vertrag nicht zum gewünschten Zeitpunkt auflösen, weil angeblich die Kündigungsfrist nicht eingehalten wurde oder irgendwelche anderen Gründe dagegensprechen, zu diesem Zeitpunkt den Vertrag aufzulösen und die Versorgung an den neuen Anbieter zu übergeben, oder der neue Anbieter hat mangelhaft gearbeitet und die Kündigung zu spät rausgeschickt.

Aktiv einwirken kann man meist nicht. Man kann nur durch Nachfragen den Druck auf ...



den jeweiligen Anbieter verstärken, der die Verzögerungen verursacht. Ansonsten heißt es: Abwarten und Tee trinken.

Wie verhält sich das mit den Kündigungsfristen und was kann ich tun, damit keine Verzögerung aufgrund dieser eintritt?

Die Kündigungsfristen sind sehr verschieden. Manche Anbieter haben recht kurze Kündigungsfristen von einem Monat zum Monatsende, andere können dagegen eine Frist von drei Monaten zum Vertragsablauf mit ihren Kunden vereinbart haben. Um die Kündigungsfristen herauszubekommen, hilft ein Blick in die Vertragsunterlagen.

Im ungünstigsten Falle beträgt die Kündigungsfrist drei Monate zum Ende der Vertragslaufzeit. Hat man gerade diesen Punkt verpasst, ist man unter Umständen noch einmal ein ganzes Jahr an seinen Anbieter gebunden.

Ist bei den Kündigungsfristen alles im grünen Bereich, schreibt man seine Kündigung und sendet diese möglichst per Einschreiben mit Rückschein an den Anbieter. So umgeht man den gerne genannten Grund, dass die Kündigung nicht fristgerecht eingegangen sei.

Der alte Anbieter wird die Kündigung zu einem bestimmten Zeitpunkt bestätigen und der Weg ist frei, ab diesem Zeitpunkt die Versorgung mit Strom über einen neuen Anbieter laufen zu lassen. Muss man seinen alten Anbieter selber kündigen – viele Stromversorger übernehmen dies aber auch für ihre Neukunden –, ist das Abwarten bis zur Kündigungsbestätigung und damit der Bekanntgabe des Kündigungstermins sinnvoll, bevor man mit dem neuen Stromanbieter einen Vertrag abschließt.

Man kann aber einen solchen natürlich bereits vorher aussuchen und mit diesen in Kontakt treten, einen rechtsverbindlichen Vertrag sollte man aber erst unterzeichnen, wenn man den genauen Tag weiß, an dem die Versorgung des alten Anbieters endet.

Fehlerhafte, unvollständige oder unleserliche Angaben in der Kündigung, im Antrag oder Vertrag

Dieses ist der einzige Grund, für welchen der Kunde die komplette Schuld auf sich nehmen muss. Umso besser ist es deshalb, eine Verzögerung auf dieser Basis durch sorgfältiges Arbeiten zu verhindern.

Heute geht fast alles per Internet, zumindest werden Schreiben am PC verfasst. Selten greift noch jemand selbst zum Stift. Der PC macht es uns leicht, Schriftstücke ohne Fehler zu verfassen. Ein nochmaliges Lesen ist aber unverzichtbar, besonders die persönlichen Angaben wie Kündigungstermin, Adresse, Angaben zur Wohnung oder zum Haus, Zeitpunkt des Beginns der Versorgung und ähnliche wichtige Details sollten immer genau überprüft werden.

Bei einem Formular müssen die Angaben neben Korrektheit ebenfalls auf Vollständigkeit nachgesehen werden. Weiß man nicht so recht, was man angeben soll bzw. welche Angaben das Schreiben unbedingt enthalten muss, sollte man sich nicht scheuen, den entsprechenden Anbieter anzurufen, an welchen das Schreiben gehen soll.

Bei handschriftlichen Ausführungen ist auf gute Leserlichkeit zu achten. Alle Schreiben und Anträge sowie Verträge müssen eigenhändig unterschrieben werden. Wird die Unterschrift vergessen, werden die Schreiben entweder nicht akzeptiert oder sie werden auf dem Postweg zurückgesandt. Eine unnötige Verzögerung!