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Stromanbieterwechsel trotz Nachtstrom (Nachtspeicher)?

Grundsätzlich kann jeder seinen Stromlieferanten frei auswählen und damit eine Menge Geld bei der Energieversorgung sparen. Jedoch ...



gibt es hierbei auch eine kleine Einschränkung:

strom-stecker-1-flDenn wer über einen Zweitarifzähler verfügt, also Nachtstrom in Anspruch nimmt, weil er z.B. noch eine Nachtspeicherheizung betreibt, der hat im Bezug auf den Stromanbieter keine Wahlfreiheit. Dies liegt darin begründet, dass im Normalfall der Nachtstrom-Tarif nur vom örtlich zuständigen Grundversorger angeboten wird. Immer mehr machen sich aber auch die alternativen Stromanbieter in diesem Marktsegment breit und bieten auch Wahlmöglichkeiten für Zweitarifzähler-Besitzer.

Warum gibt es so wenig Anbieter für Nachtstrom?

Nachtspeicheröfen sind nicht mehr weit verbreitet. Sie kommen meist nur noch in ländlichen Regionen zum Einsatz, in denen eine Gasversorgung nicht bis vor die Haustür bzw. ins Haus gelegt ist.

In den Nachtspeicheröfen befinden sich Schamottsteine, die aufgeheizt werden, was durch Strom erfolgt. Da hierfür sehr viel Strom benötigt wird, bieten die Grundversorger meist einen besonderen Nachttarif für diese Art von Heizungen an. Dieser Strom ist um einiges günstiger, was darin begründet ist, dass in der Nacht die Elektrizitätswerke nicht so stark beansprucht werden.




/>Genannt wird der Nachtstrom auch Schwachlasttarif und wird zwischen 22 und 6 Uhr geliefert. Die restliche Zeit des Tages wird zum Hochtarif der Strom in den Haushalt geliefert, weshalb der betreffende Haushalt auch zwei Tarifzähler besitzt.

Dass es neben den örtlichen Grundversorgern nur wenige Stromlieferanten gibt, die einen speziellen Nachtstrom anbieten, ist schlichtweg darin begründet, dass es zu wenig Menschen gibt, die Nachtstrom wirklich nutzen.

Man muss im Internet schon ganz genau suchen, wenn man einen alternativen Anbieter für Nachtstrom finden möchte. In den meisten Vergleichsrechnern ist ein solcher Tarif nicht mit berücksichtigt, da er wie mehrfach erwähnt, von kaum jemandem angeboten wird.

Der eigentliche Wechsel des Stromanbieters

Wer also Nachtstrom bezieht, kann dies nur von seinem örtlichen Versorger oder einem der wenigen alternativen Anbieter. Möchte man dennoch den Stromanbieter wechseln, muss zukünftig auf die Unterscheidung von Tag- und Nachtstrom verzichtet werden. Ob allerdings dann immer noch eine Ersparnis gegeben ist, ist fraglich und muss genau kalkuliert werden.

Hierfür erforderlich ist der gesamte Stromverbrauch, der aus der letzten Abrechnung entnommen werden kann. Mit diesen Daten kann in einem Vergleichsrechner dann ersehen werden, welcher der vielen verschiedenen Stromlieferanten einen günstigeren Tarif bieten kann.

Nicht selten sind die Ersparnisse durch den Wechsel des Anbieters und der Verzicht auf Nachtstrom immer noch recht hoch, sodass es sich durchaus für Bezieher von Nachtstrom rentieren kann, einen alternativen Anbieter zu suchen.

Der eigentliche Wechsel ist dann nicht schwer. Es wird einfach ein neuer Vertrag mit dem neuen Stromlieferanten geschlossen und die Zählerangaben des Tagsstromzählers angegeben. Der bisher genutzte Nachtstromzähler wird dann praktisch lahmgelegt, da er nicht mehr benutzt wird.