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Hauswindkraftanlage - mit der Hauswindanlage zum Selbstversorger?

Seit Strom immer teurer wird, ist es der Traum vieler Hausbesitzer, ihren eigenen Strom ...



aus regenerativen Energien zu erzeugen. Das spart nicht nur monatlich Geld, sondern schont auch die Umwelt. Eine der von der Natur frei zur Verfügung gestellten Energien ist Wind.

windenergie3_flIm Gegensatz zu Pflanzen, die für die Energiegewinnung extra angebaut werden, blockiert der Wind keine Ackerflächen. Ebenso wie die Sonne ist er einfach in der Natur vorhanden. Warum also den Wind nicht nutzen, durch Installation einer eigenen Hauswindkraftanlage?         

Hauswindkraftanlage - Genehmigung

Eine Kleinwindanlage (bis 70 Kilowatt) darf jeder Grundstückseigentümer bauen, allerdings nicht ohne Genehmigung. Auskunft zu deren Voraussetzungen erteilen die örtlichen Bauämter. Unabhängig von der Genehmigung, müssen die Kleinwindanlagen im Licht der örtlichen Vorschriften zu Lärm und Schattenwurf betrachtet werden, noch bevor es Ärger mit den Nachbarn gibt. Die regionalen Behörden entscheiden unterschiedlich, ab wann eine regelungsbedürftige Belästigung durch den Lärm der Rotorblätter, den durch sie erzeugten Schatten und unangenehme Blitze durch Lichtreflexion vorliegt. Gespräche mit den Nachbarn werden deshalb empfohlen, auch statistisches Gutachten und Umweltverträglichkeitsgutachten sind im Allgemeinen erforderlich.

Hauswindkraftanlage - Wirtschaftlichkeit

Die ...



zu erwartende Leistung einer Windkraftanlage zu ermitteln, ist nicht ganz unkompliziert, aber der logische erste Schritt. Die Windkraftanlagen werden durch bestimmte Werte gekennzeichnet, die die Leistung beschreiben sollen. Wird von einer 1-Kilowatt-Anlage gesprochen, bedeutet das, dass diese Anlage in der Lage ist, 1 Kilowatt Strom zu produzieren. Bei dieser Leistungsbeschreibung fehlt jedoch ein Bezugswert, denn die Anlage erzeugt ja nicht im Stillstand 1 Kilowatt, sondern bei einer ganz bestimmten Windgeschwindigkeit. Die genaue Leistungsbeschreibung sieht also so aus: Diese Anlage erzeugt 1 Kilowatt, wenn der Wind mit einer Geschwindigkeit von 9,7 Metern pro Sekunde weht.

Von da aus lässt sich weiterrechnen, hier geschehen mit einem Rotor, für den im Internet Preise verfügbar sind. Der bringt bei einer Windgeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde 2 Kilowatt. Wenn er sich also eine Stunde bei dieser Windgeschwindigkeit gedreht hat, hat er eine Kilowattstunde Strom produziert. In Deutschland geht man von rund 2000 Stunden Volllast aus, wenn also bei Ihnen eine mittlere Windgeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde vorliegt (wie man das ermittelt, dazu später), könnten Sie davon ausgehen, dass Ihre Anlage 2.000 Stunden x 2 Kilowatt = 4000 Kilowattstunden Strom produziert.

Das sind bei einer Einspeisevergütung von 9,2 Cent pro Kilowattstunde (Erneuerbare Energien Gesetz) 368,- Euro pro Jahr, wenn Sie den gewonnenen Strom ins Netz einspeisen (was natürlich niemand tut, weil die eigene Nutzung mehr Geld bringt). Wenn Sie ihn selbst nutzen, sparen Sie den Strom, den Sie woanders bezahlen würden. Der Preis richtet sich nach Ihrem Stromvertrag. Rechnen wir einmal mit 20 Cent pro Kilowattstunde, dann müssen Sie bei Nutzung Ihrer Hauswindkraftanlage also Strom für 800,- Euro nicht kaufen.

Diese Ersparnis muss nun ins Verhältnis zu den Kosten der Anlage gesetzt werden. Unsere Beispielanlage kostet 6.950,- Euro inklusive Mast und Netzeinspeise-Wechselrichter zur Einspeisung ins Hausnetz, mindestens Fundament und Statiker kommen noch dazu, falls einmal Förderung gewährt wird, könnte sich die Investition wieder verringern. Generell wird gesagt, man solle von einer Investition um 2.500,- bis 3.000,- Euro pro Kilowatt ausgehen. Wenn wir diese Zahl zugrunde legen, hätte sich die Anlage also nach 7,5 Jahren amortisiert - wenn bei Ihnen eine mittlere Windgeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde gegeben wäre.

Was bedeutet: mittlere Windgeschwindigkeit?

Die mittlere Windgeschwindigkeit ist der Jahresdurchschnitt der Windgeschwindigkeit, gemessen in 10 Meter Höhe (zwei Meter höher als der Mast der Beispielanlage). Werte von 10 Metern pro Sekunde mittlere Windgeschwindigkeit werden in Deutschland aber nur an schmalen Küstenstreifen erreicht. In den meisten Gegenden Deutschlands werden nur mittlere Windgeschwindigkeiten von 3 bis 7 Metern pro Sekunde erreicht, auch ist damit keineswegs versprochen, dass der Wind sich 2000 Stunden im Jahr diesem Durschnittswert gemäß verhält.

Die mittlere Windgeschwindigkeit Ihrer Gegend können Sie zwar beim Deutschen Wetterdienst ermitteln, das hilft aber nicht viel, weil zahlreiche Faktoren des genauen Standortes auf den Wind einwirken. Windanlagenbauer windenergie4_flempfehlen deshalb eine Messung exakt am späteren Standort (über den Sie sich vorher ein paar Gedanken gemacht haben sollten, am besten weht Wind unbehindert und in der größtmöglichen Höhe, auch andere Effekte wie Windtunnel können Einfluss nehmen), und zwar über mindestens ein Jahr.

Wenn Sie einen Windwert haben, mit dem Sie rechnen können, können Sie Hauswindkraftanlagen suchen, die bei diesem Wind Strom erzeugen. Die Wirtschaftlichkeit kann nun genauer berechnet werden, indem Sie beim Hersteller erfragen, was die von Ihnen ins Auge gefasste Anlage bei genau der bei Ihnen gegebenen mittleren Windgeschwindigkeit an Strom produziert (sinnvoll: Beleg durch Erfahrungswerte, nicht nur Papiernachweis). Das kann nicht von einem gegebenen Wert runtergerechnet werden (gebaut für 8 Meter pro Sekunde, halb so viel Strom bei Ihnen, wo nur 4 Meter pro Sekunde wehen), sondern ist von Anlage zu Anlage unterschiedlich. Mit diesem Wert können Sie dann nach obiger Beispielrechnung ungefähr ermitteln, wann Ihre Anlage sich amortisieren könnte, wenn Sie die genauen Erstellungskosten wissen.

Auch wenn Sie nicht an der Küste auf einem Felsen wohnen, die Amortisation also etwas länger dauern wird, ist es eine schöne Sache, mit Wind den eigenen Strom zu erzeugen. Besonders zu empfehlen ist übrigens die Kombination mit Photovoltaik, da Solarenergie im Sommer Hochsaison hat, die Hauswindkraftanlage im Winter.