Kleinwindanlage bauen - Preise und lfd. Kosten
Die Zeichen unserer Zeit scheinen uns mehr Sorgfalt in der Behandlung unserer naturgegebenen Umgebung ...abzuverlangen. Dazu gehört auch, Ressourcen zur Energieerzeugung zu nutzen, deren Gebrauch weder negative Folgen für die Umwelt nach sich zieht noch natürliche Bestände endgültig vernichtet.
Wind gehört zu diesen natürlichen Beständen. Er ist unendlich verfügbar, und wenn der Mensch ihn zur Energiegewinnung nutzt, wird das Gleichgewicht der Natur im Allgemeinen in keiner Weise verändert. Die fachliche Materie ist jedoch schwer durchschaubar. Vor allem bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit Ihrer Kleinwindanlage werden Sie im Vorfeld viel rechnen müssen.
Kleinwindanlage bauen - Preise
Generell ist im Umlauf, dass für eine Kleinwindanlage pro Kilowatt circa 2.500,- bis 3.000,- Euro Investitionskosten entstehen. Das ist eine Durchschnittsberechnung, die wenig über eine Anlage auf Ihrem Grundstück und über deren Wirtschaftlichkeit aussagt. Zum einen sind die Zahlen, auf denen die Errechnung dieser Summe beruht, in der Regel veraltet. Denn die Internetseiten, auf denen diese Preise angegeben werden, stammen häufig nicht aus diesem und auch nicht aus dem letzten Jahr. Zu ihren Anfangszeiten musste die Technik der Windkraftanlagen teuer bezahlt werden, hier ...
waren auch Entwicklungskosten häufig Teil des Preises.
Die Windenergietechnik hat jedoch beachtliche Fortschritte gemacht in den letzten 20 Jahren, besonders in Deutschland traf die technologische Entwicklung auf positive Rahmenbedingungen. Der Staat unterstützte die Forschung und Entwicklung, stellte Fördermaßnahmen und günstige Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Stromeinspeisungsgesetz und das Erneuerbare Energien Gesetz als Nachfolger ab April 2000 sorgten für Planungssicherheit durch Festlegung einer Mindesteinspeisvergütung. So wurde die Windenergie in Deutschland stetig ausgebaut und brachte den deutschen Technologien die Führungsrolle auf dem Weltmarkt für Windkraftanlagen.
Das wirkt sich auch auf den Preis Ihrer Anlage aus: Die Preise für Windkraftanlagen sind seit den Anfängen ständig gesunken. Hier wirken sich technologischer Fortschritt (effizientere Anlagentechnik), optimierte Produktionsverfahren und die Fertigung größerer Stückzahlen gemeinsam aus. Bereits 2011 gleichen die Produktionskosten bei Strom aus Windenergie den Kosten der Stromproduktion in neuen konventionellen Kraftwerken. Nach Aussagen des Bundesumweltministeriums soll spätestens 2015 Strom aus Windenergie an der Strombörse weniger kosten als Strom aus herkömmlicher Erzeugung. Wenn Sie eine Windkraftanlage installieren, tragen Sie zu dieser Entwicklung bei, auch zum Abwärtstrend der Preise für Kleinwindanlagen.
Berechnung einer Kleinwindanlage
Abgesehen von diesen generellen Überlegungen muss jede Anlage einzeln berechnet werden. Wie viel Strom sie erzeugt, hängt vom Standort ebenso wie vom nutzbaren Wind und weiteren Faktoren ab. Wie die Investitionskosten aussehen, hängt ebenfalls von mehreren Faktoren ab, unter anderem davon, wie viel Sie selbst an der Anlage mitbauen können. Denn zu einer Kleinwindanlage gehören nicht nur die technischen Bauteile, sondern bei vielen Anlagen auch ein Mast und ein Fundament. Diese machen einen erheblichen Teil der Kosten aus, können aber durch Selbstbeteiligung am Bau wesentlich preisgünstiger verwirklicht werden. Wer schon das Fundament für ein Haus gegossen hat, wird auch das Fundament einer Kleinwindanlage nach entsprechender Information vorschriftsgemäß erstellen können (einen Statiker sollten sie allerdings fragen).
Noch vor einer Einholung von Angeboten steht die Prüfung, von welcher durchschnittlichen Windgeschwindigkeit Sie am Installationsstandort Ihrer Hauswindkraftanlage ausgehen dürfen. Grundwerte bietet der Deutsche
Wetterdienst, Experten empfehlen jedoch eigene Messungen. Ob Sie mit der Hauswindanlage zum Selbstversorger werden können, hängt dann davon ob, ob sie eine Kleinwindanlage finden, die mit der bei Ihnen gegebenen durchschnittlichen Windgeschwindigkeit überhaupt arbeitet.
Dabei sollten Sie sich nicht nur auf Angaben auf dem Papier verlassen, seriöse Hersteller werden Ihnen Referenzprojekte nennen können, bei denen Sie Erfahrungswerte abfragen können. Auch auf eine IEC-Zertifizierung der Anlage sollten Sie achten. Sie gibt an, für welche Windklasse eine Anlage zugelassen ist.
Neben dem Anschaffungspreis einer Kleinwindanlage müssen die laufenden Kosten ermittelt werden. Auch hier existieren konträr unterschiedliche Aussagen. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie andere Betreiber der von Ihnen ins Auge gefassten Kleinwindanlage nach ihren Erfahrungen befragen. Wenn Sie all diese Daten haben, können Sie errechnen, ob eine Kleinwindanlage bei Ihnen denkbar ist und wann sich die Investition amortisiert.
Wenn Sie eine Kleinwindanlage gefunden haben, für die belastbare Zahlen erhältlich sind und die auch zu dem bei Ihnen gegebenen Wind passt, wird sich häufig herausstellen, dass die Amortisation eine Weile dauern wird. Trotzdem ist es ein wunderbares Gefühl, in der Versorgung ein Stück unabhängiger zu sein und nicht die Umwelt zu schädigen. Da die Hochsaison für Kleinwindkraftanlagen im Winterhalbjahr liegt, sind sie eine ideale Ergänzung zur Photovoltaik, da Solarenergie in der Sommersaison ihre höchste Ausbeute bringt.
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