Vertikale Windkraftanlagen - Vorteile, Preise und Kosten
Wenn Sie eine Windkraftanlage bauen möchten, weil Sie die Stromerzeugung durch Naturkräfte für eine ...hervorragende Idee halten, werden Sie sich im Vorfeld gründlich über dieses Vorhaben informieren.
Im Zuge der erhaltenen Informationen werden Sie sich mit der Frage beschäftigen, ob Ihre Anlage mit horizontalen oder mit vertikalen Rotorblättern arbeiten sollte. Sie werden erfahren, dass horizontale Windkraftanlagen effizienter den Wind nutzen. Aber vielleicht auch, dass sie für den Standort, an dem Sie eine Windkraftanlage planen, nicht geeignet sind.
Horizontale Windkraftanlagen können meist nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohngebäuden installiert werden, weil sie Lärm und Schattenwurf verursachen. Wenn Sie also innerhalb einer ganz normalen Bebauung leben, vielleicht sogar in der Stadt, scheint die eigene Windkraftanlage zunächst wieder in die Ferne zu rücken. Damit ist der Traum vom eigenen Strom durch Wind jedoch nicht zu Ende, es gibt ja noch die vertikalen Windkraftanlagen.
Vertikale Windkraftanlagen - Vorteile
Vertikale Windkraftanlagen sind mit einem Rotor ausgestattet, der sich um eine senkrecht ausgerichtete Achse dreht. Eine vertikale Windkraftanlage ist unabhängig von der Windrichtung und erzeugt auch schon bei sehr schwachem Wind Energie. Vertikale ...
Windkraftanlagen nutzen auch turbulente Windströmungen. Sie können in allen Größen hergestellt werden und auch auf Bauten aufgesetzt werden. Der Geräuschpegel bei der Arbeit ist sehr niedrig.
Da sie jedoch weniger Windausbeute erbringen als horizontale Kleinwindkraftanlagen, haben die Windkraftanlagen mit horizontaler Drehachse in Deutschland auch noch einen höheren Marktanteil. Aber in diesem Markt tut sich gerade eine ganze Menge. Denn wenn Sie sich die oben genannten Vorteile einmal ansehen, wird den Technikbegabten schnell klar werden, dass es sich bei diesen Anlagen um Aggregate handelt, die eigentlich auch in der Stadt, auf dem Dach, oder an anderen ungünstigen Standorten Strom erzeugen müssten. Genau so ist es. In einem kleinen Ort bei Cottbus wurde schon die erste Kleinwindanlage auf einem Hausdach installiert.
Vertikale Kleinwindanlagen - Preise
Im Internet ist immer noch von Investitionskosten von 2.500,- bis 3.000,- Euro pro Kilowatt zu lesen, das sind jedoch in der Regel keine Seiten von diesem Jahr, auch die zugrunde liegenden Zahlen sind schon etwas älter. Auf dem Markt tut sich viel, da Deutschland Marktführer im Bereich Windenergie ist, werden auch die Kleinkraftwindanlagen technisch immer besser. Je mehr Windkraftanlagen abgenommen werden, desto niedriger werden auch die Preise werden.
Abgesehen von diesen allgemeinen wirtschaftlichen Umständen muss aber jede Anlage ganz individuell zusammengestellt und berechnet werden. Preisprognosen sind nicht nur wegen der der Technik und deren Wirkungsgrad beim örtlichen Wind unmöglich, auch setzt sich eine Anlage aus mehreren Kostenblöcken zusammen. Neben der reinen Technik fallen Kosten für die Installation an und einen Spannungswandler, der eine Einspeisung des erzeugten Stromes in das Hausnetz ermöglicht. Hier können unter Umständen Kosten gespart werden. Auch können Fördergelder auf die Investitionskosten einwirken, auch wenn die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes 2011 hier wohl nichts erwarten lässt. Die Cottbuser Anlage soll 4.000,- Euro gekostet haben und 1.300 kWh im Jahr bringen, bei einem mittleren Strompreis von 0,20 Euro also 260,- Euro Stromersparnis im Jahr, hätte sich also in etwas über 15 Jahren amortisiert.
Genauso wie die Ermittlung der Investitionskosten können auch die laufenden Kosten nur in Einzelbetrachtung ermittelt werden. Wenn Sie eine Windkraftanlage in die engere Wahl gezogen haben, werden Sie ja ohnehin Referenzobjekte besichtigen, bei denen Sie die laufenden Kosten erfragen sollten. Bei den vertikalen Anlagen wird nach Aussage der Hersteller darauf geachtet, die Kleinwindkraftanlagen für den privaten Betrieb möglichst wartungsfrei herzustellen.
Wichtig vor dem Kauf
Erkundigen Sie sich, von welcher Windgeschwindigkeit die ins Auge gefasste Anlage ausgeht, und wie viel Strom sie bei den Windgeschwindigkeiten, die bei Ihnen tatsächlich gegeben sind, wirklich liefert. Die Windgeschwindigkeiten Ihres Standortes liefert grob der Deutsche Wetterdienst, Experten empfehlen aber eigene Messungen über mindestens ein Jahr. Wenn Sie eine Anlage in die engere Wahl gezogen haben, erkundigen Sie sich nach anderen Betreibern, die Erfahrungswerte liefern können. Wenn Sie eine Anlage erwerben, für die noch keine Erfahrungswerte existieren, sollte sich Ihr Pionierstatus wohl sicherheitshalber bei den Investitionskosten bemerkbar machen.
Für welche Windklasse eine Windkraftanlage zugelassen ist, sagt die IEC-Norm. Kaufen Sie möglichst keine Anlage ohne entsprechende Zertifizierung.
Weiterführende Informationen