Estricharbeiten nach DIN
Wie alles in Deutschland unterliegen auch die Estricharbeiten auf dem Bau einer DIN. Bereits die Bezeichnung der verschiedenen ...Estriche wurde in einer DIN festgehalten. Es handelt sich dabei um die DIN EN 13 813.
In ihr sind zum einen die Eigenschaften des Estrichs niedergeschrieben, zum anderen die Verarbeitungsweisen fixiert.
Die DIN EN 13 813 ist eine europäische Norm. In Deutschland gilt außerdem für Estricharbeiten die DIN 18560. Hier werden die Regeln der nationalen Verwendung von Estrich festgelegt.
Was bedeuten die Normen in der Praxis?
In der DIN EN 13 813 wird hauptsächlich fixiert, welche Eigenschaften und Anforderungen Estrichmörtel erfüllen muss, der für Fußböden im Innenraum eingesetzt wird und keinen Einfluss auf die Tragfähigkeit des Gebäudes besitzt. Der bekannteste Estrich ist in diesem Zusammenhang der Zementestrich. In der betreffenden Norm trägt dieser den Namen CT. Weiterhin gibt es Gussasphaltestrich (AS), Magnesitestrich (MA), Calciumsulfatestrich (CA) und Kunstharzestrich (SR).
Erst einmal können in der Norm alle Eigenschaften nachgelesen werden, also zum Beispiel, aus was der Estrich zusammengesetzt ist. Daneben sind die Vorgaben für eine ordnungsgemäße Verlegung der Estricharten Bestandteil der DIN EN 13 813. Der ...
bekannteste Stellvertreter der Estriche, der Zementestrich, soll hier einmal ausführlicher beleuchtet werden.
Die Arbeit mit Zementestrich nach DIN
Zementestrich ist resistent gegen Feuchtigkeit und wird daher im Außenbereich oder in Nassräumen eingesetzt. Einmal ausgehärtet ist er extrem belastbar. Doch bis es soweit ist, muss er nach DIN verarbeitet werden.
Diese gibt etwa vor, dass zum Verarbeiten von Zementestrich eine Temperatur von mindestens fünf Grad Celsius herrschen muss. Diese Temperatur muss weiterhin die nächsten drei Tage nach Verlegung gegeben sein. Während dieser Zeit muss die Estrichschicht ebenfalls vor dem Austrocknen geschützt werden.
Die vollständige Aushärtung kann bis zu 30 Tage in Anspruch nehmen. In der Regel wird von sieben Tagen ausgegangen, in welchem der Estrich vor Schlagregen, Zugluft und Hitze geschützt werden muss. Vor der Weiterverarbeitung muss eine bestimmte Restfeuchte gegeben sein, die wiederum in der entsprechenden Norm nachzulesen ist. Soll ein Bodenbelag aufgebracht werden, muss die Restfeuchte bei ≤ 2 bis 3 % liegen. Andere Werte können der Norm entnommen werden.
Das Einhalten der DIN bei Estricharbeiten wird bei Beauftragung einer Firma von dieser überwacht. Führt man die Arbeiten in Eigenregie aus, sollte man zumindest einmal einen Blick in diese werfen und sich über die Anforderungen der gewählten Estrichart informieren.
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