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Kunststofffenster richtig lackieren

Mit etwas Präzision ist es durchaus möglich, Kunststofffenster, die in die Jahre gekommen und unschön geworden sind, selbst ...



zu lackieren. Schließlich kostet ein professioneller Handwerker gleich eine Menge Geld.

fenster-renovieren3_flÜber die korrekte Durchführung eines neuen Anstrichs kann man sich bei „Kunststofffenster richtig streichen“ informieren.

Darüber hinaus gibt es  jedoch einige Punkte, die man unbedingt bei der Lackierung von Kunststofffenstern beachten sollte, um Fehler zu vermeiden und sich die Fenster nicht vollständig zu ruinieren.

Verzicht auf Schleifarbeit

Manche Anbieter von Lacken für Kunststofffenster werben damit, dass man ihren Lack direkt auf das unbehandelte, sprich ungeschliffene Fenster auftragen kann. Damit gewinnt man eine Menge Kundschaft, schließlich ist das Abschleifen der Fensterrahmen die mühevollste Arbeit am gesamten Lackiervorgang.

Es ist unumstritten, dass unter bestimmten, allerdings seltenen Bedingungen auf ein Schleifen der Kunststofffenster verzichtet werden kann. Die setzt allerdings voraus, dass die Kunststoffoberfläche peinlichst genau gereinigt wurde und keinerlei Unebenheiten oder sonstige Veränderungen aufweist. In der Realität ist dies aber nur bei relativ neuen Fenstern der Fall und diese werden nur selten neu lackiert.

Ältere Fensterrahmen hingegen haben im Laufe der Jahre ihre ...



Oberfläche verändert, wenn auch nur geringfügig. Ein Verzicht auf ein vorheriges Schleifen ist dann zwar auch möglich, das Ergebnis lässt allerdings sehr zu wünschen übrig.

An Erhebungen bilden sich gerne die so genannten Nasen, bei Kunststoffabnutzung lagert sich vermehrt Farbe ein, was wiederum Farbunterschiede im Ergebnis zur Folge hat. Wer aber einen exakten Anstrich der Kunststofffenster anstrebt, sollte immer vor Beginn der Lackierarbeiten einen Schleifvorgang voran stellen.

Mangelhafte Reinigung

Ob nun mit oder ohne vorgeschaltetes Schleifen, die Reinigung der Kunststofffenster ist ein absolutes Muss vor dem Auftragen des Lacks. Kunststofflack haftet nur auf absolut staub-, schmutz- und fettfreiem Untergrund und dies kann nur dadurch gewährleistet werden, dass man die Fenster vor dem Auftragen der Grundierung sowohl mit Seifenlauge, wie auch mit klarem Wasser und anschließend mit handelsüblichen Entfetter behandelt.

Dadurch kann die anschließend aufgetragene Grundierung eine Verbindung zum Untergrund herstellen.

Verzicht auf Grundierung

Die Grundierung stellt das Bindemittel zwischen dem Untergrund und dem aufgetragenen Lack dar. Ohne eine Grundierung kann der Lack nicht auf dem Rahmen der Kunststofffenster haften, was zur Folge hat, dass sich der Lack nur mit größter Mühe auftragen lässt und innerhalb kürzester Zeit wieder abblättert.fenster-kunststoff_fl

Ein Verzicht auf Grundierungsmittel spart vielleicht spontan Geld und Zeit, verkürzt aber die Lebensdauer der Lackierung.

Auch Lackarten, bei denen die Grundierung mit eingearbeitet ist, sind nicht zu bevorzugen. Sie bewirken zwar einen besseren Effekt als bei komplettem Verzicht auf Grundierung, die größte Haltbarkeit erreicht man jedoch nur durch die Traditionelle Vorgehensweise: Erst grundieren, dann lackieren.

Falscher Zeitpunkt beim Entfernen der Abklebungen
 
Dass man die Arbeitsumgebung vor Beginn der Lackierung abkleben muss, um Verschmutzungen zu vermeiden, leuchtet ein. Allerdings ist das Entfernen gerade dieser Abklebungen eine Thematik, die immer wieder sehr viele Heimwerker verärgert.

Sie erwischen nicht den richtigen Zeitpunkt, an dem man die Schutzfolien entfernen sollte und beschädigen entweder den noch feuchten Lack oder aber der ausgetrocknete Lack bleibt an der Folie mit hängen und es kommt zu kleinen Läsionen. Deshalb sollte man genau darauf achten, wann man alle Schutzvorrichtungen entfernt.

Der richtige Zeitpunkt ist, wenn der Lack auf den ersten Blick trocken erscheint, aber noch nicht soweit ausgetrocknet ist, dass er nicht mehr biegsam und geschmeidig ist. Testen kann man dies an kleinen Lackspritzern, die der Vorgang auf der Schutzfolie hinterlassen hat.

Bleibt von diesen Farbklecksen bei flüchtiger Berührung nichts am Finger hängen, bei starkem Druck kann man jedoch noch Abdrücke darin hinterlassen, ist genau der richtige Zeitpunkt zum Entfernen der Schutzfolie. Dabei, wenn möglich, an der lackierten Seite beginnen und davon weg arbeiten.