Fenster richtig einputzen – Anleitung
Das neue Häuschen ist weitestgehend fertig gestellt bzw. die Renovierungsarbeiten am Gebäude sind nunmehr abgeschlossen, die ...Fenster eingebaut und nun sind die „Kleinigkeiten“ an der Reihe – so beispielsweise das Fenster einputzen.
Was für den einen eine lästige „Syssiphus-Arbeit“ ist, ist für den anderen vielmehr der „krönende“ Abschluss einer wichtigen Tätigkeit im Rahmen der (Neu-)Erstellung eines Hauses.
Bei Holzfenstern ist das Einputzen im Übrigen vergleichsweise einfach. Selbst ein eher unerfahrener Handwerker wird angesichts der vergleichsweise einfachen Arbeitsschritte überrascht sein, wie rasch die Prozedur von der Hand geht. Wichtig ist es allerdings, zu keiner Zeit den Aspekt der Genauigkeit „ins Hintertreffen“ geraten zu lassen.
Denn gerade bei rasch zu verrichtenden Aufgaben neigt man mitunter dazu den „Schlendrian“ einkehren zu lassen. Gerade wenn es um einen präzisen Fenstereinbau bzw. um ein sauberes Einputzen geht, ist Sorgfalt angeraten. Auf diese Weise haben eindringende Feuchtigkeit, Kälte & Co. auch auf Dauer keine Chance.
Geht nicht – gibt’s nicht…!
Das Holz der Fenster wird zum Schutz gegen mögliche Beschmutzung zuerst mit einem Malerkrepp abgeklebt, und im Anschluss daran wird ein möglichst feinkörniger ...
Putz angerührt. Das Material hierzu ist in jedem Baumarkt bzw. im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Wichtig ist es, noch vor dem Auftragen der Putzmasse die Fugen, also den Bereich zwischen den Rahmen und dem Mauerwerk, mit ein wenig Wasser anzufeuchten.
Dies trägt unter anderem dazu bei, dass die Putzmasse später besser hält und sich noch dazu um ein Vielfaches leichter anbringen lässt. Diese kann gut und gern auch in eine speziell dafür vorgesehene Tüte bzw. in einen Spritzbeutel eingefüllt werden.
Danach die Masse vorsichtig herauspressen und das Ganze gleichmäßig verteilen. Für den Fall, dass man es mit besonders tiefen Fugen zu tun hat, ist es ratsam, diese zuvor mit einem speziellen Stopfhanf zu stopfen. Generell sind Spaltbreiten von etwa fünf bis zehn Millimetern Breite Usus.
Alle sich im Zuge der Putzarbeit ergebenden Überstände können nach den Putzarbeiten abgenommen und im Anschluss daran mit einem breiten Pinsel verstrichen werden.
Holzfenster? Kittfenster? Welche Einputzvariante ist die beste?
Eine Vielzahl erfahrener Fachleute schwört darauf, vor dem Hintergrund der Reduzierung der Fugenbreiten die Fensterleibungen mit einem speziellen Glattputz beizuputzen. Warum auch nicht? Ein pfiffiger „Geheimtipp“ in jedem Fall.
Es ist darüber hinaus meist ratsam, die so erzielten, weitaus schmaleren Fugen mit so genannten Kompribändern und gegebenenfalls ein wenig Dichtband auszustatten, um so eine zuverlässige Dichtung zu gewährleisten. Erst im Anschluss daran kann die restliche Spalte beigeputzt und sodann mit einem separaten Fensterkitt geschlossen werden.
Andere Fensterbauer schäumen die Fugen mit einem hochwertigen Montageschaum aus und „stopfen“ die übrigen Fugenbereiche mit Acryl oder Putz. Jedem so, wie er mag.
Im Zusammenhang mit modernen Holzfenstern – nicht aber bei Kunststoffrahmen – empfiehlt sich unter anderem auch das Verputzen mit einem hochwertigen Kalkputz. Ein Tipp: gesetzt den Fall, die Fenster sind ohne Anschlag eingebracht, so kann bei einer vorhandenen, breiten Fuge (außen) das Setzen einer Leiste Sinn machen. Denn somit lässt sich selbst heftiger Schlagregen et cetera explizit abhalten.
Warum wird eine solche Verfahrensweise nicht bei Plastefenstern angeraten? Der Grund hierfür liegt klar auf der Hand: rein physikalisch betrachtet reißt das verwendete Putz-Material unter dem thermischen Einfluss der Plaste. Ein weiterer Tipp, den zu beherzigen sich lohnen kann….
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