Fenster richtig tapezieren – Anleitung
Wenn der Neubau eines Hauses erfolgreich bewerkstelligt wurde oder die Renovierungsarbeiten an einem Gebäude endlich abgeschlossen ...sind, so geht es nunmehr ans „Eingemachte“: die Fertigstellung der Inneneinrichtung steht an.
In erster Linie kommt es nun darauf an, die bevorstehenden Tapezierarbeiten fachgerecht durchzuführen, damit später keine optischen Auffälligkeiten zu verzeichnen sind. Denn entsprechende Nachbesserungsarbeiten würden sich im Zuge dessen meist sehr schwierig gestalten und sind noch dazu meist mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Einige, relevante Dinge gilt es beim Tapezieren in jedem Fall zu beachten. Sauberes Arbeiten und präzises „Werkeln“ sollten in diesem Zusammenhang oberste Priorität genießen. Wer aber der Meinung ist, es genüge bereits, einen Tapeziertisch aufzustellen, dekorative Tapeten zu erwerben und diese dann mit jeder Menge Kleister zu bestreichen, um diese dann schlussendlich an die Wände anzubringen, irrt gewaltig.
Tapezieren ist zwar keine „Kunst“, aber nichtsdestotrotz eine meist sehr zeitintensive und aufwändige Arbeit, die nach Möglichkeit bereits im „ersten Anlauf“ gelingen sollte.
Das Fenster hat es oftmals in sich…
Vor allem im Fensterbereich ist oftmals mit der einen oder anderen „technischen“ Schwierigkeit zu rechnen. Hier können zum Beispiel ...
ein falsches Augenmaß, ein ungenauer Schnitt oder sogar die Wahl einer qualitativ minderwertigen Tapete dazu führen, dass das Endergebnis im Nachhinein arg zu wünschen übrig lässt. Eine vorausschauende Planung ist demzufolge sehr wichtig.
Ein ganz besonderes Augenmerk sollte dabei den Tapetenkanten im Bereich von Türen und Fenstern gewidmet werden. Das bedeutet, dass bereits im Vorfeld die Position der ersten Bahn exakt festzulegen ist.
Zwar lässt sich die Tapete unmittelbar nach dem Anbringen an die Wand mithilfe des Kleisters weitestgehend flexibel ausrichten bzw. nach links oder rechts verschieben, jedoch ist gerade im Fensterbereich, zum Beispiel seitlich von Rollladenkästen et cetera meist nur wenig Spielraum.
Experten wissen Rat: es macht Sinn, die jeweiligen Kanten der Tapeten niemals exakt auf die Laibung geraten zu lassen. Vielmehr empfiehlt es sich, die Bahn in der Weise anzubringen, dass sich diese vor der Fensterlaibung befindet. Im Zuge dessen gilt es, den sich daraus ergebenden Überstand zum Deckenbereich fest an die Wand anzudrücken – am besten kann dies mit einem sauberen Tuch oder einer Bürste bewerkstelligt werden; überstehende Reste mit dem Teppichmesser cutten.
Nischen und andere Schwierigkeiten
Soll eine Nische im Fensterbereich sauber mit einer Tapete ausgekleidet werden, so tut man in der Regel gut daran, an der linken Seite des Fensters zu beginnen. Dabei wird die zuvor exakt ausgemessene Bahn auf die Nische aufgelegt und mit Tapete überdeckt.
Denn erfahrungsgemäß kann es mit Frust und Nervenkitzel „enden“, wenn man sich stattdessen dazu entschließen würde, die Nische passgenau mit der Tapetenbahn bestücken zu wollen. Weitaus einfacher und weniger zeitraubend ist es nämlich, die Bahn im Bereich der Nische jeweils oben und unten einzuschneiden und den so entstehenden Überstand sauber nach innen hin zu falten.
Die restliche Tapete wird sauber – wiederum mit dem Cuttermesser – abgeschnitten. Dann folgt der übrige Teil: die andere Seite bzw. der sich oberhalb des Fensters befindliche Teil müssen gleichermaßen sauber beklebt werden.
Ganz einfach die folgenden Bahnen oben einklappen und den fehlenden Nischenbereich überdecken. Selbst bei gemusterten Tapeten lässt sich auf diese Weise die Nische farbenprächtig und gleichmäßig fortsetzen.
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