Holzfenster abdichten - So geht’s!
Holz bei Fenstern ist ein Material, das durch seine Natürlichkeit besticht. Aber genau diese wird ihm ...auch zum Verhängnis. Denn Holz unterliegt natürlichen Prozessen. So dehnt es sich bei Wärme aus, während Kälte zu einem Zusammenziehen führt.
Verzogene Rahmen und damit einhergehende Zugfugen können das Resultat sein. Ohne Abdichten geht es dann nicht.
Selbstklebende Dichtungen für Holzfenster
Inzwischen wissen die Hersteller von Holzfenstern und dem entsprechenden Zubehör um die Problematiken älterer Modelle, ob mit oder ohne Dichtung ab Werk. Aus diesem Grund haben sie Lösungen für das Zugluftproblem auf den Markt gebracht. Eine findet man in Form selbstklebender Dichtungen für Holzfenster.
Um diese anzubringen, ist es notwendig, die genauen Abmessungen von Fensterrahmen und -flügel zu kennen und die Dichtungsstränge auf die entsprechende Größe zuzuschneiden. Je nach Machart des Fensters muss zwischen einer Befestigung am Fensterflügel oder am Rahmen gewählt werden. In manchen Fällen ist beides möglich und sollte auch als Kombination gewählt werden.
Nun muss der Untergrund vorbereitet werden. Hierfür ist zunächst ein intensives Säubern von Schmutz und abblätternder Farbe oder Lasur vonnöten. Dies geschieht mittels eines Spachtels sowie ...
einer gewöhnlichen Seifenlauge.
Außerdem hält die selbstklebende Dichtung nur dann, wenn sie auf einem vollkommen fettfreien Untergrund angebracht wird. Dies erfordert es, dass die zu beklebende Fläche mit Alkohol oder Terpentin entfettet wird.
Ohne nochmals den bearbeiteten Bereich zu berühren, wird jetzt die Schutzfolie der Dichtung entfernt und diese mit großem Druck auf dem Untergrund angebracht. Dabei sollte auf eine gerade Linie geachtet werden. Eine Korrektur ist nur unter Einbüßung der Lebensdauer durch Abziehen und erneutes Anbringen der Dichtung möglich.
Alternativlösung im Eigenbau
Auch wenn die selbstklebenden Dichtungen für Holzfenster die kostengünstigste und einfachste Lösung für das Zugluftproblem sind, so kann es je nach Witterungseinfluss vorkommen, dass solche Dichtungen nach zwei Jahren ihren Dienst quittieren und ausgetauscht werden müssen.
Eine längere Lebensdauer ist nur mit einer Behelfslösung von der Kunststofffensterkonkurrenz möglich. Dort werden nämlich Dichtungen produziert, die in einer Nut an Fensterrahmen und -flügel verkeilt werden.
Hierfür ist der Holzfensterflügel auszubauen und an allen Seitenrändern eine Fräsnaht, entsprechend der Dicke des Dichtungskeilstücks, anzubringen. Dort findet die Dichtung ohne Klebung, sondern durch einfaches Einklemmen ihren Platz und hält nicht nur lange, sondern auch effektiv und kann im Ernstfall schnell und einfach ausgetauscht werden.
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