Ytong Bausatzhaus – Vor- und Nachteile
Ytong ist der Markenname für Bausteine aus Porenbeton, die von der Firma Xella hergestellt werden. ...Er wird aus Kalk, Quarzsand, Zement und Wasser hergestellt, dem außerdem eine kleine Menge Aluminiumpulver hinzugefügt wird.
Das Aluminiumpulver wirkt wie ein Treibmittel und verursacht Millionen von kleinsten Lufteinschlüssen. Diese Mischung wird in Rohformen gegossen und nach dem Aushärten in die gewünschte Form geschnitten. Danach werden die Bausteine unter Einsatz von Druck und Hitze dampfgehärtet. Auch andere Unternehmen produzieren solchen Porenbeton, Ytong hat jedoch einen Marktanteil von etwa 50 Prozent.
Ytong ist relativ leicht und hat trotzdem eine hohe Druckfestigkeit. Er ist leicht zu bearbeiten und wird gerade deshalb gern benutzt. Seit 1960 gibt es auch den Ytong-Planblock, einen großen Mauerstein, der mit Dünnbrettmörtel verfugt werden kann. Dünnbrettmörtel kann nur für Steine verwendet werden, die sehr eben und maßgenau sind und wird auf diese in Schichten von nur zwei Millimetern aufgetragen. Weil die Mörtelschicht einer Mauer grundsätzlich weniger fest ist als die Steine, kann auf diese Weise eine viel stärkere Belastbarkeit der Wand erzielt werden als bei konventionellen Mauersteinen. Gleichzeitig ist der Verbrauch an Mörtel äußerst gering.
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Bausatzhäuser aus Ytong
Bausatzhäuser sind eine Variante der Fertighäuser. Bei ihnen wird nach einer entsprechenden Planung des Hauses sämtliches Material zusammengestellt und auf die Baustelle geliefert. Danach wird das Haus komplett vom neuen Eigentümer und seinen Helfern aufgebaut. Von Vorteil ist bei dieser Bauart, dass das Haus zwar selbst gebaut wird, der Bauherr sich jedoch nicht um die Beschaffung der notwendigen Baustoffe kümmern muss. Außerdem werden mit dem Bausatz entsprechende Anleitungen geliefert, die die Arbeit vor Ort erleichtern. Bei Problemen kann auch eine Betreuung an der Baustelle stattfinden und auch bei behördlichen Angelegenheiten sind die Anbieter solcher Bausatzhäuser in der Regel behilflich. Ein Nachteil ist die längere Bauzeit, die sich vor allem dann in die Länge zieht, wenn die Hausbauer auch noch einer regelmäßigen Arbeit nachgehen und nur nach Feierabend und an den Wochenenden auf der Baustelle tätig sein können.
Vor- und Nachteile von Ytong
Bausatzhäuser aus Ytong können in jeder beliebigen Form geplant und gebaut werden. Da Ytong fast wie Holz bearbeitet werden kann, ist es auch für Laien möglich, ein Haus mit solchen Steinen selbst zu bauen. Ytong ist auch in größeren Abmessungen noch relativ leicht, sodass kein großer Kraftaufwand erforderlich ist und der Bau zügig vonstatten geht. Der Stein selbst hat eine gute Wärmedämmfähigkeit, darüberhinaus wird die Wärmedämmung des Hauses durch den Gebrauch von Dünnbrettmörtel weiter verbessert, weil durch die dünne Fuge weniger Wärme verloren geht. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Ytong vor allem seit der Wärmeschutzverordnung, die 1995 in Kraft trat, verstärkt verwendet. Nicht so gut ist die Schalldämmung und die Feuchtigkeitsaufnahme. Ytong nimmt leicht Feuchtigkeit auf, es dauert aber lang, bis es diese wieder abgibt. Deshalb brauchen Außenwände eine zusätzliche Isolierung gegen Witterungseinflüsse.
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