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Holzständerbau - Holzrahmen als tragende Wände

Bei einem Haus in Holzständerbauweise sind die senkrechten Ständer die tragenden Konstruktionselemente. Wie bei jeder ...



Skelettbauweise sind also nicht die Wände selbst die tragenden Elemente.

haus-holzrahmen3_flStattdessen bestimmen das Skelett oder der Holzrahmen die Statik. Deshalb wird der Holzständerbau auch Holzskelettbau genannt. Wir alle kennen die Holzständerbauweise schon lange, denn Fachwerkhäuser sind klassische Holzständerbauten, bei denen die entstehenden Wandflächen (Gefache) mit Ziegeln oder Lehm gefüllt werden.

Drei Holzständerbau Arten

Unterschieden werden der Firstsäulenbau, das Zweiständerhaus und das Vierständerhaus. Beim Firstständerbau reichen die äußeren Ständer bis zur obersten Geschossdecke, dann beginnt der Dachausbau. Ein Firstständer im Hausinneren (auch Firstsäule genannt) zieht sich durch das Haus bis zum Dachfirst. Diese Holzständerbauweise ist aus dem mittel- und oberdeutschen Raum bekannt. In Norddeutschland ist der Zwei-, Drei- oder Vierständerbau bekannt, die Bezeichnung leitet sich ab von der Anzahl der Ständerreihen, die von der Front gesehen nebeneinander angeordnet sind.

Beim Holzständerbau handelt es sich also um eine alte Bauweise, die natürlich heute in vielfältiger Weise neu interpretiert wird. Nach wie vor wird jedoch echte Handwerksarbeit auf der Baustelle geleistet: Holzständerbau bedeutet Verarbeitung einzelner Kanthölzer und ...



Balken direkt auf der Baustelle. Beim Holzständerbau kann nicht viel vorgefertigt werden, der Zimmermann bearbeitet lediglich die Holzbalken so, dass sie auf der Baustelle verarbeitet werden können. Dieser Vorgang wird Abbinden des Holzes genannt. Dann beginnt der Aufbau von unten nach oben: Die unteren horizontalen Balken (die Schwellen) werden befestigt, und dann die senkrechten Ständer. Die Rähme oder Rahmhölzer als obere Horizontale bilden den ersten Holzrahmen, der dann durch weitere Hölzer in die sogenannten Gefechte unterteilt wird. So entstehen die Holzrahmen als tragende Wände. Moderne Konstruktionen ermöglichen heute nicht nur mehrgeschossige Bauten, sondern auch weite Abstände der Ständer und damit offene Räume wie Galerien.

Anders als früher

Auch die Gefache (die Freiräume in den Wänden) werden heute in der Regel anders gefüllt als früher. Meist kommen moderne Sandwich-Aufbauten zum Einsatz, die zwischen den Schichten mit Dämmmaterial gefüllt werden. Möglich ist aber auch eine herkömmliche Füllung mit Ziegeln, die dann mit einer Innendämmung und/oder Außendämmung versehen wird.

Für die Verkleidung der Fassade gibt es unzählige Varianten, es kann Holz in verschiedensten Designs verwendet werden, oder Putz und Klinker, sogar eine Schiefer-Verkleidung ist möglich. Eine Weiterentwicklung der Holzständerbauweise ist der Holzständerbau in Fertigbauweise, hier werden mit vorgefertigten Teilen ganze Wände erstellt.