Du bist hier: » » » » Holzständerwand - Aufbau & Isolierung

Holzständerwand - Aufbau & Isolierung

Begonnen wird beim Aufbau einer Holzständerwand mit den horizontalen Schwellen auf dem Fußboden, es folgen die ...



senkrechten Hölzer, die nach einem bestimmten Raster angeordnet und verbunden werden.

hausbau6-caDie horizontalen Hölzer bei der Holzständerwand bezeichnet man als Fußboden Schwellen, in der Höhe als Riegel und im Dach als Pfetten. Die senkrechten Hölzer werden Pfosten, Stab, Stütze oder Ständer genannt. Die Konstruktion wird stabilisiert durch schräg stehende Hölzer, die Bänder oder Schwertungen. Diese Hölzer haben eine Stärke von 10 x 10 bis 18 x 18 Zentimeter. Die aufeinandertreffenden Holzteile werden meist mit Holzzapfen verzapft und mit Nägeln gesichert. Eine leicht versetzte Bohrung sorgt dafür, dass die Zapfen ins Zapfenloch gezogen werden. Beim Zuschnitt der Holzbauteile sorgen Abbundzeichen dafür, dass sie auf der Baustelle schnell und vorschriftsgemäß zusammengefügt werden können.

Holzständerwand als Rahmen

Die entstehende Holzständerwand bildet wie beim Holzrahmenbau einen Rahmen. Die Zwischenräume, die Gefache, wurden früher mit lehmbeworfenem Holzgeflecht (Klaiber), mit Backsteinen, Lehmbausteinen oder Bruchsteinen ausgefüllt. Teilweise blieben Backsteine sichtig, teilweise wurde verputzt. Heute wird auf der Innen- und Außenseite mit Holzwerkstoffplatten verkleidet wird. Den Abschluss zum Innenraum bilden meist Gipsplatten.




/>Im Gegensatz zum Holzrahmenbau oder Holztafelbau, bei denen Rahmen und Verkleidung die tragenden Elemente sind, bildet bei der Holzständerwand allein das Ständerwerk mit seinen Diagonalstreben das tragende Element. Diese auch Skelettbau genannte Bauweise ist eng mit dem traditionellen Fachwerkbau verwandt. Diese Konstruktion ermöglicht sehr individuelle Aufbauten der Wand bei guter Isolierung. Denn die Gefache müssen nicht unbedingt massiv gefüllt werden, es kann sogar Glas eingebaut werden. Das ergibt dann eine Außenwand, die sehr viel Licht nach innen lässt.

Gefache mit Dämmung

In den übrigen Gefachen sorgt Dämmmaterial für optimale Isolierung. Eingesetzt werden können bei der Isolierung ökologische Dämmmaterialien wie Blähton, Kork oder Schafwolle. Kork gibt es in Platten in verschiedenen Stärken. Schafwolle ist ähnlich zu verarbeiten wie Mineralwolle. Ebenfalls möglich ist Cellulosedämmung, Holzfaserdämmung, Steinwolle, Glaswolle oder Holzspandämmung.

Ein typischer Wandaufbau einer Holzständerwand von innen nach außen: Gipskartonbauplatte, durch Lattung geschaffene Installationsebene, OSB-Platte (Grobspanplatte) dicht verklebt, Mineralwolle zwischen den Ständern, diffusionsoffene Holzfaserplatte außen. Beim Wandaufbau muss die Diffusion der einzelnen Werkstoffe berücksichtigt werden, um den bauphysikalisch richtigen Aufbau zu wählen, gibt es Programme, mit denen man den Tauwasserausfall von verschiedenen Konstruktionen berechnen kann. Möglich wäre natürlich auch ein ganz anderer Aufbau, sogar traditionelle Ziegelausfachung wird noch realisiert.

Dann fällt die Entscheidung in Bezug auf die Fassade, es kann eine Holzfassade werden, auch Putz und Klinker sind üblich, realisierbar sind darüber hinaus "exotische" Varianten wie eine Fassade aus Schiefer.