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Fußbodenbelag aus Kork

Kork wird hauptsächlich von der Korkeiche gewonnen. Dabei wird der Teil des Baumes geschält, der direkt unter der ...



Rinde liegt.

kueche2_flDoch auch die Borke des Amur-Korkbaumes, der in Asien vorkommt, wird genutzt, um daraus Korkprodukte herzustellen.

Die Korkeiche kommt vor allem im westlichen Mittelmeerraum vor, in unserem Klima kann sie nicht überleben, weil sie nicht winterhart ist. Sie bekam ihren Namen von den dicken Korkschichten unter ihrer Rinde, die bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. geschält wurden, um daraus verschiedene Produkte herzustellen. Von jedem Baum können während seiner Lebensdauer von 150 bis 200 Jahren bis zu 200 Kilo Kork gewonnen werden. Werden solche Bäume nicht geschält, können sie sogar bis zu 400 Jahre alt werden. Bei der Ernte wird der Kork mit einem scharfen Werkzeug vom Stamm und den Hauptästen abgeschält, danach braucht der Baum etwa acht bis zwölf Jahre, um eine neue Korkschicht zu bilden, die dann wiederum geerntet werden kann.

Die Herstellung von Korkplatten

Für einen Fußbodenbelag kann erst die zweite Ernte von einer Korkeiche genutzt werden. Die erste Schälung ist sehr harzreich und rau und wird daher vor allem im ...



Baugewerbe als Dämmstoff eingesetzt. Die Sekundärkorkrinde enthält weniger Harz und hat eine gleichmäßige Struktur, deshalb werden aus ihr Flaschenkorken hergestellt. Die bei der Produktion anfallenden Reste werden zu einem Granulat gemahlen und unter hohem Druck und mit Hilfe von Klebstoffen zu Blöcken gepresst. Diese Blöcke werden in Streifen geschnitten, um sie als Fliesen oder Parkett zu verwenden.

Kork als Fußbodenbelagkueche14_fl

Bei den Fußbodenbelägen aus Kork unterscheidet man zwischen massiven und furnierten Korkbelägen. Massive Korkplatten bestehen aus einer Schicht, während bei den furnierten Platten auf die massiven Platten ein Korkfurnier geklebt wird, das hauptsächlich dekorativen Zwecken dient. Durch das Furnier entsteht ein einheitliches Bild des Fußbodens, allerdings kann es beim Gebrauch schnell abgerieben werden, deshalb wird es mit einem Siegellack geschützt.

Hierzu werden Lacke auf Basis von Polyurethan, aber auch die umweltfreundlichere und gesündere Variante auf Wasserbasis benutzt. Als Fußbodenbelag gibt es Kork in Form von Fliesen, die auf einen Untergrund geklebt werden, und als Parkett, das mit Nut und Feder oder durch Klick-Systeme verlegt wird.

Vor- und Nachteile eines Korkfußbodens

Kork ist wärmedämmend, daher können mit einem solchen Fußbodenbelag Energiekosten eingespart werden. Er fühlt sich von Natur aus angenehm warm an, sodass man auch barfuß auf ihm gehen kann und dämpft den Schall. Seine Elastizität ist vor allem für die Gelenke schonend und er ist sehr hygienisch, weil er keinen Staub aufnimmt. Damit ist er auch für Allergiker geeignet.

Allerdings werden Korkbeläge häufig mit Bindemitteln hergestellt, die auch nach einer längeren Zeit noch ausdünsten und gesundheitsschädigend sein können, daher sollten empfindliche Personen auf Produkte zurückgreifen, die mit natürlichen Harzen und einer Versiegelung auf Wasserbasis hergestellt wurden. Ein kleiner Nachteil des Korks besteht darin, dass schwere Möbelstücke Abdrücke hinterlassen, sie verschwinden jedoch mit der Zeit von allein wieder. Alternativ kann der Fußboden bei Bedarf auch abgeschliffen und neu versiegelt werden. Gereinigt wird der Boden durch Saugen und Wischen.