Fachwerkhaus bauen - Tipps zum Hausbau
Möchten Sie auch gerne ein Fachwerkhaus bauen? Immerhin handelt es sich um eine Technik, die ...in Deutschland schon auf Jahrhunderte Entwicklung zurückblicken kann, manches wunderschöne Haus ist so entstanden.
Fachwerkhaus bauen - alte Tradition und moderne Bau-Technik
Die Fachwerkhaus-Bauweise war vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert verbreitet, grundlegendes Merkmal ist ein tragendes Gerüst aus Holz, das mit einem Holz-Lehm-Verbund oder mit Ziegelsteinen gefüllt wurde. Es ist auch heute noch möglich, ein Fachwerkhaus neu zu bauen, dabei sollte jedoch die traditionelle Bauweise mit modernster Bau-Technik und Dämmung kombiniert werden.
Fachwerkhaus bauen - ganz individuell
Sie können das Fachwerkhaus ganz individuell erstellen lassen. Viele Hersteller bieten Fachwerkhäuser schlüsselfertig an. Besonders zu empfehlen ist diese Bauweise, wenn Ihnen nachhaltiges, umweltschonendes und ressourcenschonendes Bauen wichtig ist. Fachwerk kann nur mit natürlichen Stoffen gebaut werden und trotzdem langlebig sein, Eichenholz benötigt zum Beispiel keine Imprägnierung. Fachwerkhäuser schonen also die Umwelt, fügen sich vielerorts sehr harmonisch in die Umgebung ein und bieten auf jeden Fall eine Menge Stil.
Der Bau eines Fachwerkhauses ist allerdings durch viele Verbindungen, die hohen handwerklichen Anspruch stellen, nicht ganz unaufwendig. ...
Bei der Fertigung gibt die heutige Technik nur wenig Erleichterung (die Balken können mittels computergesteuerter Abbundmaschinen vorgefertigt werden), der Rest bleibt Handarbeit auf der Baustelle. Die Fachwerkkonstruktion vom Zimmermann muss mit viel Liebe zum Detail verarbeitet werden, häufig werden die Balken klassisch verzapft und mit Eichennägeln verbunden. Wie beim typischen alten Fachwerk werden schräge Streben in den Ecken und Stufengiebel verwendet.
Die neueste Technik bringt dann aber eine atmungsaktive und diffusionsoffene Ausfachung. Es kann zum Beispiel Vollwärmeschutz auf Holzfaserbasis eingebracht werden, der optimale bauphysikalische Eigenschaften und eine hervorragende Wärme- und Schalldämmung bietet. Innen gibt es je nach Wunsch der Bauherren verschiedene Varianten: Möglich sind klassischer Holz-Trockenbau, massive Bauweise oder Kombinationen von Holz und Lehm. Gerade die Verwendung dieser Naturbaustoffe ist wieder im Kommen, sie sollen ein besonderes angenehmes und gesundes Wohnklima bewirken. Dabei muss auf eine sichtbare Holzbalkendecke oder sogar auf sichtbares Fachwerk auch im Innenbereich übrigens nicht verzichtet werden.
Fachwerkhaus bauen als Holzständerbau
Viele moderne Häuser, die auch zum Selbstbau oder als Ausbauhaus angeboten werden, gehören auch in den Bereich Fachwerk. Denn zu den im Moment so gefragten Holzhäusern zählen auch Holzhäuser, die in Holzständerbauweise ausgeführt werden. Das ist im Grunde Fachwerk, auch wenn der Wandaufbau zwischen den Holzständern oft mit modernen Dämmsystemen erfolgt. Das ist aber nicht zwangsläufig, ein Fertighaus in Holzständerbauweise kann durchaus ein Aussehen wie ein typisches Fachwerkhaus erhalten. Sie dürfen dann natürlich kein Fertighaussystem wählen, das mit komplett vorgefertigten Wänden arbeitet (Holztafelbau, eigentlich eine Fortführung des Holzrahmenbaus, aber oft auch für fertige Wandlösungen mit Holzständern verwendet), sondern eines, bei dem vorgefertigte Holzständer die Wände ergeben, die dann beliebig aufgebaut werden können.
In Bezug auf die Fassade haben Sie bei beiden Varianten die Wahl: Sie kann verputzt oder verklinkert oder als echtes Fachwerkhaus mit Sichtmauerwerk ausgestattet werden. Auch bei der inneren Haustechnik stehen heute alle Möglichkeiten zur Verfügung, bis hin zu Erdwärme- und Solaranlagen, sogar in Lehm eingebettete Wandheizungen sind denkbar.
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