Fachwerkhaus sanieren - Sanierung
Wenn Sie ein Fachwerkhaus erworben haben, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Sie ein wirklich historisches Gebäude ...Ihr eigen nennen. Denn Fachwerkhäuser werden in Deutschland seit langer Zeit gebaut, der mittelalterliche Ständerbau wurde um 1600 vom Stockwerksbau (oder Rähmbau) abgelöst. Über eine Million alte Fachwerkbauten gibt es noch in Deutschland, sie bestimmen teilweise das Bild ganzer Dorfkerne und Altstädte.
Mit dem Kauf des Fachwerkhauses haben Sie sich dafür entschieden, wertvolles Geschichtsgut zu erhalten. Das bedeutet aber auch, dass Sie mit mehreren Jahrhunderten Geschichte leben müssen, und wenn nicht schon vor Ihnen jemand kräftig Hand angelegt hat, steht häufig eine Sanierung ins Haus. Ein altes Haus zu sanieren, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, es kostet Geld, Zeit und Nerven. Besonders bei einem alten Fachwerkhaus ist es wichtig, dass wertvolle alte Bausubstanz nicht aus Unkenntnis oder Übereifer kaputtsaniert wird. Solche Fehler können Sie vermeiden, wenn Sie sich vor der Sanierung den Rat eines Experten holen. Denn gerade bei einem Fachwerkhaus gibt es einige Dinge, die nicht geschehen dürfen bei einer Sanierung:
Fachwerkhaus sanieren - Todsünden
So gibt es einige Todsünden bei der Fachwerkhaus-Sanierung, die immer wieder ...
vorkommen, aber besser unterlassen werden sollten (und wenn Ihnen ein solches Vorgehen vorgeschlagen wird, haben Sie es wohl eher nicht mit einem Experten zu tun): Die Sanierung mit dem Zimmermannshammer vorzubereiten, erscheint professionell, ist jedoch kontraproduktiv. Wenn das Gebäude erst einmal als Gerippe dasteht, ist weder ein verformungsgetreues Aufmaß noch eine Untersuchung nach Baugeschichte und Fassungsgeschichte möglich. Damit ist auch die bestanderhaltende, sparsame Sanierung gescheitert, der Experte dagegen achtet schon bei der Bauuntersuchung auf möglichst wenig Eingriffe.
Auch wenn die Untersuchung des Holzes so umfassend erfolgt, dass der “Fachmann” schon jeden Holzwurm beim Vornamen kennt, sollten Sie eher misstrauisch werden. Der wirkliche Experte kann die Untersuchung auf die bekannten Schwachstellen einer Fachwerkkonstruktion beschränken. Es gibt noch einige Vorgehensweisen, die besser vermieden werden sollten, von der heute nicht mehr notwendigen Verwendung giftiger Holzschutzmittel bis hin zum Wasser abweisendem Verputzen und Streichen der Gefachoberflächen. Wenn Sie sicher sein wollen, Ihrem Fachwerkhaus die beste Behandlung zukommen zu lassen, müssen Sie also mit viel Sachverstand vorgehen. Durch die Befragung eines Experten wird es wesentlich leichter werden, sachverständig zu urteilen, auch wenn Sie noch nicht über alle benötigten Kenntnisse verfügen.
Fachwerkhaus sanieren - Sachverständigenrat einholen
Ein Sachverständiger hilft Ihnen nicht nur, Todsünden bei der Sanierung zu vermeiden. Er sagt Ihnen auch, was unbedingt gemacht werden muss, und in welcher Reihenfolge. Denn alte Häuser sind komplexe Gebilde, bei denen Sie im Sanierungsfall nicht einfach irgendwo anfangen können mit der Sanierung. Außerdem kann der Fachmann Ihnen dabei helfen, eine eventuelle Förderung für Ihr Sanierungsvorhaben aufzuspüren und zu beantragen und die Forderungen zu durchschauen, die die Energieeinsparverordnung aufstellt.
Wenn Sie einen Experten für Ihre Sanierung suchen, können Sie sich an die Architektenkammer Ihres Bundeslandes wenden, auch die Interessengemeinschaft Bauernhäuser e.V. ist gerne bei der Suche behilflich. Wenn Sie durch Ihre Begeisterung für Fachwerkhäuser schon Kontakt mit Gleichgesinnten haben, gibt es bestimmt auch aus diesem Umfeld Empfehlungen. Das hat den Vorteil, dass Sie sich bereits vollbrachte Arbeiten ansehen können.
Wenn Sie einen Fachmann befragen, bedeutet das nicht, dass Sie ihm einen Generalauftrag geben müssen. Seriöse Experten beraten Sie in dem Umfang, in dem Sie Rat benötigen, und lassen Ihnen ansonsten Raum für eigene Tätigkeit.
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