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Was ist ein Mitbauhaus?

Als Mitbauhaus oder Ausbauhaus wird im üblichen Sprachgebrauch ein Fertighaus bezeichnet, bei dem der Innenausbau durch den ...



Bauherrn übernommen wird.

hausbau5_flRichtig ist, dass ein Ausbauhaus dadurch gekennzeichnet ist, dass näher zu definierende Teile des Baus durch den Bauherrn selbst übernommen werden. Ob dieser Ausbau an einem Haus erfolgt, das aus fertigen Elementen erstellt wird, oder an einem Haus, das Stein auf Stein errichtet wird, spielt für die Definition des Ausbauhauses keine Rolle.

Der Hersteller übernimmt Rohbau - der Bauherr den Innenausbau

Im Allgemeinen wird mit einem Mitbauhaus ein Haus bezeichnet, das bis zum geschlossenen Rohbau vom Hersteller erstellt wird. Ein verputztes Haus wird erstellt, das von außen fertig aussieht und auch mit einem regendichten Dach versehen ist. Die Wärmedämmung ist fertig, die Gas-, Strom- und Wasserleitungen sind bis an die Anschlussstellen im Haus installiert. Innen warten die Leerrohre auf die elektrischen Leitungen. Die Fenster und die Türen sind eingebaut. Ab diesem Stadium übernimmt der Bauherr den gesamten Innenausbau.

Für Sie als Bauherr gilt es, das Mitbauhaus-Angebot zu finden, in dem der Hersteller die Leistungen, die Sie nicht selbst übernehmen möchten, ...



in der Weise erbringt, wie Sie sie haben möchten. Anderseits muss der Vertrag es Ihnen ermöglichen, alles alleine auszubauen, was Sie in Eigenregie übernehmen möchten. Die von den Herstellern vorgelegten Leistungskataloge sind in der Regel nicht starr. Es gibt häufig die Möglichkeit, den Umfang der zu erbringenden Leistungen individuell anzupassen. Sie können also mit dem Hersteller vereinbaren, dass er weitere Leistungen übernimmt oder im Standardkatalog vorgesehene Leistungen aus dem Vertrag streicht, weil Sie sie selbst erbringen möchten. Sie haben die Wahl zwischen Mitbauhäusern in Massivbauweise oder in Holzbauweise. Ihr Mitbauhaus kann als Fertighaus entstehen oder nach individuellem Plan auf der Baustelle Stück für Stück entstehen.

Massivbauweise und Holzbauweise

Es gibt Argumente für massive Baustoffe und für die Verwendung von Holz. Meist werden Ihnen diese Argumente als Argumente für Massivbauweise und für Holzbauweise begegnen. Genau daran lässt sich gut verdeutlichen, wie wenig zwingend diese Argumente heute sind. Für Massivbauweise wird angeführt, dass der Brandschutz höher ist. Wenn Sie aber gerne ein Holzhaus bauen möchten, können Sie dieses heute (eventuell auch mit massiven Bauelementen auf dem Holzrahmen) durchaus so ausstatten, dass es mit dem Wert F90 eine sehr hohe Feuerwiderstandsklasse erreicht, die für Hochhäuser vorgesehen ist. Ähnlich ist es mit den anderen Argumenten, die für und gegen die einzelnen Bauweisen vorgebracht werden, fast immer können Nachteile heute ausgeglichen werden.

Für die Wahl eines Fertighauses als Mitbauhaus spricht, dass hier im Allgemeinen eine sehr sorgfältige Planung zu erwarten ist, sie ist ja für eine Vielzahl von Wiederholungen gedacht. Für individuelle Planung mit einem Architekten spricht die Möglichkeit, ein einzigartiges Haus zu erhalten. Auch die Kosten sollen zum Teil nicht über denen der Fertighäuser liegen, der Architekt hat zwar einen höheren Stundenlohn, muss aber dafür in der Regel nicht Dutzende Mitarbeiter beschäftigen wie die Hausbaufirma. Sie werden Ihr Traumhaus finden, wenn Sie verschiedene Angebote aus dem Spektrum der für Sie denkbaren Mitbauhäuser einholen und diese sorgfältig Posten für Posten vergleichen. Trauen Sie sich noch mehr zu? Dann wählen Sie doch gleich ein Selbstbauhaus, das Sie ganz alleine bauen!